Die Simpsons – Der Film


Filmposter: Die Simpsons – Der FilmRegie: , , , , , , , , , , , , , , , ,
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Kinostart D: (FSK 6)
Kinostart US: (PG-13)
Originaltitel: The Simpsons Movie
Laufzeit: 1:27 Stunden

Filmkritik zu “Die Simpsons – Der Film”

3.5/5 von andreas

Ohne große Erwartungen ging ich in den Film und wurde somit positiv überrascht. Zwar sind meine Zeiten als leidenschaftlicher Simpsons-Fan schon lange vorbei, aber dennoch ist die gelbe Parallelwelt immer wieder hübsch anzusehen. Am spannendsten war natürlich die Frage: „Kann der Film über 85 Minuten das Niveau halten, das im Fernsehen mit 25 Minuten so optimal zu passen scheint?“ Er kann!

Bart & Co. nehmen den geneigten Zuschauer von Beginn des Filmes an in ein wahres Witze-Sperrfeuer, dem nie die Puste ausgeht. Bieten andere Komödien meist einen furiosen Anfang, einen in die Länge gezogenen Mittelteil und ein leidlich vorhersehbares Ende, weiß „The Simpsons – Der Film“ doch zu überzeugen und die Zuschauer bei der Stange zu halten.

Der Film bietet einen groben Überblick über die komplette Bandbreite des Springfield-Universums. Alle bekannten Charaktere, die zum „Stamm-Personal“ gehören, finden Platz in diesem Film, auch wenn manche von ihnen (beispielsweise Apu oder Smithers) eher eine Statistenrolle haben und nicht ihre aus der Serie bekannten typischen Charakterzüge zeigen können. Keiner wurde ganz vergessen, aber nicht jeder hat eine inhaltsschwere Rolle, eine wie ich finde gute Lösung. So haben auch jene Zuschauer viel Spaß an der Geschichte, die in den vergangenen 20 Jahren in einem Erdloch ohne Fernsehen gehaust haben und mit der Serie nicht vertraut sind.

Durchweg bieten die Simpsons die aus dem Fernsehen gewohnte Mischung aus typischem Cartoon- und Fäkalhumor mit einer schönen Prise Sozialkritik und Respektlosigkeit – aber eigentlich nichts, was es nicht auch schon in der einen oder anderen TV-Episode zu sehen gab. So manche Halloween-Folge hat da schon mehr Kult-Status als ich ihn der Verfilmung zutraue.

Um nicht missverstanden zu werden: der Film war die Kinokarte wirklich wert, denn er bietet vom Anfang bis zum Ende des Abspanns eine Witz-Dichte, die ihresgleichen sucht. Und man muss nicht mal ein großer Simpsons-Gucker sein, um diesem Film eine Menge abgewinnen zu können. Dennoch: irgendwie fehlte mir das Besondere. Gerne hätte ich beispielsweise mehr verulkte Prominente gesehen. Zwar ist der erste Auftritt von Arnold Schwarzenegger ein echtes Film-Highlight, aber an der einen Stelle eine Paris Hilton oder Britney Spears mehr hätte dem Film ganz gut getan. Aber anstatt diejenigen „VIPs“ zu zeigen, die ordentlich Angriffsfläche bieten, bekommen wir noch den harmlosesten von allen zu sehen: Tom Hanks. Da wäre mehr drin gewesen.

Auch hätten es nach meinem Geschmack ein paar mehr Anspielungen auf Kinofilme sein dürfen. Wenn man schon nach fast zwei Jahrzehnten den Sprung auf die Leinwand wagt, wäre doch gerade das die beste Möglichkeit Shrek, Nemo und Konsorten standesgemäß auf die Schippe zu nehmen und mit dem Film-Business ins Gericht zu gehen.

Echte Fans (wie Phil) werden bemängeln, dass Maggie sich ihr allererstes Wort, das sie im unterhaltsamen Abspann von sich gibt, hätte sparen können. Dass die Macher sich dafür auch noch ein so plumpes Wörtchen ausgesucht haben, macht die Sache nur noch schlimmer.

Was bleibt ist eine sehr gelungene und kurzweilige Leinwand-Adaption, die erfreulicherweise bis zum Schluss das Tempo halten kann. Es bleibt der Beigschmack nichts Aufregenderes gesehen zu haben als vier normale „Simpsons“-Folgen am Stück. Trotzdem: irgendwann wird der noch mal geschaut!

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Comments (1)
  1. Olly 01.08.2007

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