Bastille Day


Filmposter: Bastille DayRegie: , , ,
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Kinostart D:
Originaltitel: Bastille Day
Laufzeit: 1:32 Stunden

Filmkritik zu “Bastille Day”

4/5 von Phil

Dieser Film hat alles, was ein guter Actionfilm braucht, um auch mehrfach zu unterhalten. Zwar kommt er nicht an Genreklassiker heran, geht aber auch wiederum über das hinaus, was sonst im Kino gezeigt wird.

Dies findet seinen Anfang schon darin, dass ein Außenseiter auf einmal zwischen die Fronten gerät. Es ist nicht das übermächtige Gute, das dem übermächtig scheinendem Widerstand leistet. Es ist der kleine Trickdieb, der versehentlich die falsche Tasche klaute, in der eine Bombe war und Menschen in den Tod riss. Die Auseinandersetzung, wie der normale Taschendieb versucht, seine Unschuld zu beweisen und zugleich Eigenschaften an den Tag legt, die der Polizei hilfreich sein können, ist durchaus unterhaltsam.
Auch wendet sich wenige Male das mögliche Motiv der wahren Terroristen: In Paris gibt es Unruhen um die Finanzkraft – geht es um ein Symbol gegen die Bankmacht? Geht es um puren Terror, der im Windzug der Demonstration seine Aufmerksamkeit multipliziert sieht? Oder liegt noch etwas Anderes in der Luft?
Abschließend sind die Täter eine geraume Zeit unklar, bis es die Auflösung gibt – und der Film erst recht an Spannung aufnimmt.
Die Kampfszenen sind zwar spektakulär inszeniert, verzichten aber auf große Explosionen. Stattdessen konzentrieren sich die Auseinandersetzungen auf wenigen, klassischen Schusswaffengebrauch und insbesondere Nahkampf-Action mit Körperkontakt. Im CGI-verwöhnten Kino durchaus eine erfrischende Abwechslung.

Abgerundet wird dies alles durch ein gutes Zusammenspiel von Idris Elba und Richard Madden, die als unfreiwilliges Team gut mit einander harmonieren. Insbesondere Elba’s Rolle schafft es, nicht künstlich lustig zu wirken und doch sinnvoll eingewobene Oneliner rauszuhauen. So ergibt sich ein Duo aus trickreichem, aber unerfahrenen Taschendieb und erfahrenem CIA-Agent. Das Reibungspotential wird gut ausgenutzt, ohne aus dem Film eine Komödie zu gestalten.

Bastille Day wird nicht in die Geschichte der Actionfilme eingehen. Dafür hat der Film immer noch zu wenig Profil. Seine Wendungen sind gut, aber nicht überraschend innovativ. Auch unterstreicht der Film erneut, dass der Trend neben bewussten, übertriebenen Action-Epen wieder Richtung handgemachter Action geht.
Dennoch ist der Film ein Actionfilm der besseren Art, der auch beim zweiten Mal Spaß machen wird.

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