Willkommen Filmfan!
Der wöchentliche Film-Schnack im Netz
Podcast, Kritiken, Tipps

Posts Tagged ‘USA’

babel-poster3.jpgOriginaltitel: Babel
Herkunftsland/Jahr: Frankreich, USA, Mexiko, 2006
Länge: 143 Minuten
Kinostart: 21. Dezember 2006
Regie: Alejandro González Iñárritu
Drehbuch: Guillermo Arriaga
Darsteller: Brad Bitt, Cate Blanchett, Mohamed Akhzam, Peter Wright
Genre: Drama
Für Freunde von: L.A. Crash, 11:14
Offizielle WebseiteIMDBTrailer

Andys

Inhalt:

Auf wundersame Weise verknüpft dieser Film das Schicksal verschiedener Menschen in Marokko, Mexiko und Japan. In der marokkanischen Wüste hüten zwei Jungen eine Herde Schafe. Um sich gegen streunernde Schakale zur Wehr setzen zu können, hat ihnen ihr Vater ein Gewehr mitgegeben. Im brüderlichen Schieß-Wettstreit kommt es zu einem verhängnisvollen Unfall: bei einer Schießübung auf einen Reisebus wir die Touristin Susan (Cate Blanchett) verletzt. Obwohl es mit ihrer Ehe nicht zum besten steht, reißt sich ihr Mann Richard (Brad Pitt) fast ein Bein aus, um für sie Hilfe aufzutreiben.

Zu Hause in San Diego hütet Nanny Amelia in beiden Kinder des Touristen-Paares. Da die Hochzeit ihres Sohnes in Mexiko ansteht, sie aber keine Vertretung finden kann, nimmt sie die beiden Kinder mit über die Grenze.

In Tokyo erleben wir das taubstumme Teenie-Girl Chieko, das sich von seiner Umwelt abgelehnt und ungeliebt fühlt. Auf Teufel komm raus versucht sie die Aufmerksamkeit der Jungs auf sich zu ziehen, um in ihrer Clique – einem Taubstummen-Volleyball-Team – nicht als Versagerin dazustehen.

andi1.jpegAndy:

Ich habe ja schon den oscarprämierten “L.A. Crash” sehr geliebt, in dem sich verschiedene Handlungen nach und nach zu einer gemeinsamen Geschichte verknüpfen. Und dieser Film ist ähnlich, aber dennoch komplett anders. Ein einziges Ereignis beeinflusst das Leben von Menschen in den verschiedensten Teilen der Welt. Sehr interessant sind die krassen Wechsel zwischen dem hochzeitfeiernden Mexiko, dem neonleuchtend-schnellebigen Tokio und der einsamen Wüste Marokkos. Drei Orte, wie sie unterschiedlicher kaum sein könnten werden hier meisterhaft in einer einzigen Geschichte untergebracht.

Wenn ich den Film mit einem Wort beschreiben müsste, dann wäre es sicherlich “intensiv”. Dieser Film ist intensiv wie in der letzten Zeit kaum ein anderer. Zum einen sicherlich dadurch, dass viel mit der “Original-Sprache” gearbeitet wurde: Mexikaner sprechen spanisch, Marokkaner arabisch und Japaner eben japanisch. Nur die wenigen Dialoge der Amerikaner kommen ohne Untertitel aus.

Auch sonst ist der Film eine echte Wohltat für Auge und Ohr: er nimmt sich Zeit, zeigt die Personen auch gern in einer schon fast indiskreten Nahaufnahme, fesselt dann wieder durch die Landschaftsaufnahmen Marokkos oder schnell geschnittenen Bildern des pulsierenden Tokio.

Selbst der meist etwas oberflächlich wirkende Brad Pitt spielt in diesem Film so eindringlich, dass ich wieder mal ganz nah am Wasser bauen musste. Thank you for that!

Tags: , , , , , , , , , , , ,

diesimpsons_poster_2.jpgTitel/Originaltitel: The Simpsons Movie
Herkunftsland/Jahr: USA, 2007
Länge: 87 Minuten
Kinostart: 26. Juli 2007
Regie: David Silverman
Drehbuch: Matt Groening, James L. Brooks
Sprecher: Dan Castellaneta, Julie Kavner, Nancy Cartwright, Yeardley Smith
Genre: Animationsfilm, Komödie
Für Freunde von: Simpsons-TV-Serie
Offizielle WebseiteIMDBTrailer

Andys [rating:7/10]

Inhalt:

Wieder mal will keiner auf Lisas Umwelt-Engagement hören: der See in Springfield steht dank der mannigfaltigen Vergiftung kurz vor dem Umkippen. Natürlich ist es gerade Homer, der mit einem großen Tank voll Schweinemist das Fass zum Überlaufen bringt. Entsprechend wird Familie Simpson von der Bevölkerung aus Springfield vertrieben. Um die Gefahr für die umliegende Region zu begrenzen, wird die Stadt erst mal unter einer riesigen Glaskuppel versiegelt. Natürlich kommt die Rettung der Stadt und all ihrer Einwohner mal wieder unserem liebsten Nicht-Helden Homer zu.

Ohne große Erwartungen ging ich in den Film und wurde somit positiv überrascht. Zwar sind meine Zeiten als leidenschaftlicher Simpsons-Fan schon lange vorbei, aber dennoch ist die gelbe Parallelwelt immer wieder hübsch anzusehen. Am spannendsten war natürlich die Frage: „Kann der Film über 85 Minuten das Niveau halten, das im Fernsehen mit 25 Minuten so optimal zu passen scheint?“ Er kann!

Bart & Co. nehmen den geneigten Zuschauer von Beginn des Filmes an in ein wahres Witze-Sperrfeuer, dem nie die Puste ausgeht. Bieten andere Komödien meist einen furiosen Anfang, einen in die Länge gezogenen Mittelteil und ein leidlich vorhersehbares Ende, weiß „The Simpsons – Der Film“ doch zu überzeugen und die Zuschauer bei der Stange zu halten.

Der Film bietet einen groben Überblick über die komplette Bandbreite des Springfield-Universums. Alle bekannten Charaktere, die zum „Stamm-Personal“ gehören, finden Platz in diesem Film, auch wenn manche von ihnen (beispielsweise Apu oder Smithers) eher eine Statistenrolle haben und nicht ihre aus der Serie bekannten typischen Charakterzüge zeigen können. Keiner wurde ganz vergessen, aber nicht jeder hat eine inhaltsschwere Rolle, eine wie ich finde gute Lösung. So haben auch jene Zuschauer viel Spaß an der Geschichte, die in den vergangenen 20 Jahren in einem Erdloch ohne Fernsehen gehaust haben und mit der Serie nicht vertraut sind.

Durchweg bieten die Simpsons die aus dem Fernsehen gewohnte Mischung aus typischem Cartoon- und Fäkalhumor mit einer schönen Prise Sozialkritik und Respektlosigkeit – aber eigentlich nichts, was es nicht auch schon in der einen oder anderen TV-Episode zu sehen gab. So manche Halloween-Folge hat da schon mehr Kult-Status als ich ihn der Verfilmung zutraue.

Um nicht missverstanden zu werden: der Film war die Kinokarte wirklich wert, denn er bietet vom Anfang bis zum Ende des Abspanns eine Witz-Dichte, die ihresgleichen sucht. Und man muss nicht mal ein großer Simpsons-Gucker sein, um diesem Film eine Menge abgewinnen zu können. Dennoch: irgendwie fehlte mir das Besondere. Gerne hätte ich beispielsweise mehr verulkte Prominente gesehen. Zwar ist der erste Auftritt von Arnold Schwarzenegger ein echtes Film-Highlight, aber an der einen Stelle eine Paris Hilton oder Britney Spears mehr hätte dem Film ganz gut getan. Aber anstatt diejenigen „VIPs“ zu zeigen, die ordentlich Angriffsfläche bieten, bekommen wir noch den harmlosesten von allen zu sehen: Tom Hanks. Da wäre mehr drin gewesen.

Auch hätten es nach meinem Geschmack ein paar mehr Anspielungen auf Kinofilme sein dürfen. Wenn man schon nach fast zwei Jahrzehnten den Sprung auf die Leinwand wagt, wäre doch gerade das die beste Möglichkeit Shrek, Nemo und Konsorten standesgemäß auf die Schippe zu nehmen und mit dem Film-Business ins Gericht zu gehen.

Echte Fans (wie Phil) werden bemängeln, dass Maggie sich ihr allererstes Wort, das sie im unterhaltsamen Abspann von sich gibt, hätte sparen können. Dass die Macher sich dafür auch noch ein so plumpes Wörtchen ausgesucht haben, macht die Sache nur noch schlimmer.

Was bleibt ist eine sehr gelungene und kurzweilige Leinwand-Adaption, die erfreulicherweise bis zum Schluss das Tempo halten kann. Es bleibt der Beigschmack nichts Aufregenderes gesehen zu haben als vier normale „Simpsons“-Folgen am Stück. Trotzdem: irgendwann wird der noch mal geschaut!

Olly:

Ich bin alles andere als ein Simpsons-Fan, das Kinodebüt der gelben Familie aus dem spießigen Springfield wollte ich mir jedoch nicht entgehen lassen. Immerhin mussten die Fans über zehn Jahre darauf warten. Dafür bekommen sie jetzt eine Simpsons XXL Folge, die immerhin die dreifache Länge einer Serienfolge hat. Und genau so fühlt sich der Film auch an. Optisch leicht aufpoliert bekommt man genau das serviert: Simpsons-Humor in Reinkultur.

Die amerikanische Doppelmoral steht wieder am Pranger und das eben so charmant rotzig, wie man es kennt. Der Humorpegel ist über die gesamte Lauflänge seht weit oben angesiedelt, ohne echte Aussetzer zu haben. Die zahlreichen Anspielungen auf Stars, Filme und ähnliches sind durchweg gelungen und lassen den aufmerksamen Zuschauer vor Lachen aus dem Sitz fallen.

Abseits davon sind die Simpsons eine willkommene Abwechslung vom Animations-Einerlei. Eine gute Story und mitreißender Humor brauchen eben keinen Effektoverkill. Man sollte keine Wunder erwarten, denn es gibt nichts, was man nicht auch so auf de TV-Schirm sehen könnte. Aber das heißt bei den Simpsons nichts schlimmes, denn der Erfolg gibt ihnen Recht.

Tags: , , , , , ,

US-Kinocharts vom 30.07.2007

  1. diesimpsons_poster_2.jpgThe Simpsons Movie
  2. I Pronounce You Chuck And Larry
  3. Harry Potter And The Order Of The Phoenix
  4. Hairspray
  5. No Reservations
  6. Transformers
  7. Ratatouille
  8. Live Free Or Die Hard
  9. I Know Who Killed Me
  10. Who’s Your Caddy?

Quelle: IMDB

Tags: , , , , ,

idiocracy_24.jpgTitel/Originaltitel: Idiocracy
Herkunftsland/Jahr: USA, 2006
Länge: 84 Minuten
Kinostart: 25. Januar 2007
Regie: Mike Judge
Drehbuch: Mike Judge
Darsteller: Luke Wilson, Maya Rudolph, Dax Shepard
Genre: Komödie
Für Freunde von: Luke Wilson…;-)
Offizielle WebseiteIMDBTrailer

Andys

Inhalt:

Menschheit – quo vadis? Wie sieht unsere Zukunft aus? Während die meisten Filme uns eine hochtechnisierte Welt zeigen, in der coole und intelligente wirklich schlaue Dinge tun (oder sich mit ihrer hohen Intelligenz gerissene Gemeinheiten ausdenken…), geht Mike Judges „Idiocrazy“ einen anderen Weg. Ausgehend von der These, dass die sozial benachteiligten wesentlich mehr Kinder in die Welt setzten als die Intellektuellen, die sich mehr ums Karriere-Vorankommen als um Nachwuchs kümmern, wird uns eine erschreckende Welt vor Augen geführt. Der absolute Durchschnitts-Soldat Joe Bauers wird durch ein misslungenes Experiment 500 Jahre in die Zukunft verschlagen. Doch anstatt der vermuteten blitzblanken High-Tech-Sauberwelt erwarten ihn Völkerscharen von verdummten Menschen, die zwar viel High-Tech haben, aber dafür keinen Grips mehr im Kopf. Mit Intelligenz hat das alles nichts mehr zu tun. Und da der Blinde auch in 500 Jahren noch unter den Einäugigen der König ist, wird Joe, der in seinem früheren Leben durch stupides Nichtstun aufgefallen ist, zum intelligentesten Menschen der Welt erklärt. Schnell erhält er vom Präsidenten der Vereinigten Staaten (ein Ex-Pornostar und Catcher) den Auftrag die Probleme der Welt zu lösen.

andi2.jpegAndy:

Mir persönlich macht die These des Drehbuchautors auch jedes Mal Bauchschmerzen wenn ich am Hannoverschen Hauptbahnhof sitze und mir vorstelle, dass die vorbeitrottenden Gestalten irgendwann mal für meine Rente aufkommen sollen. In der gesellschaftskritischen Grundidee des Films steckt viel Potenzial. Leider wird die ganze Sprengkraft dieser allzu realistischen These bereits in den ersten fünf Minuten verballert: an dem Beispiel zweier Paare – einerseits die „Karrieremenschen“, andererseits die „Vollpfosten“ – wird die Entwicklung hin zum Volk der Verdummten sehr eindringlich und äußerst lustig verbildlicht. Während erstere „irgendwann mal Kinder wollen, wenn’s in die berufliche Planung passt“, ist bei letzteren ein „Verdammt, ich bin schon wieder schwanger!“ ein jährlich wiederkehrender Ausruf. Sehr plakativ und unterhaltsam. Hier musste ich wirklich Tränen lachen, auch wenn die Beispiele schon fast zu realistisch waren.

Leider kann die folgende Handlung rund um Soldat Joe Bauers dieses hohe Niveau zu keiner Sekunde erreichen. Anstatt ein wenig hintergründige Sozialkritik zu üben und hier und da dem Zuschauer das Weiterdenken zu überlassen, ergeht sich der Film in offensichtlichen Banalitäten mit leichtem Hang zum platten Fäkalhumor. Dass beispielsweise „Starbucks“ in 500 Jahren ein Bordell ist, weil es eine „Full Body Latte“ anbietet, zeigt in etwa das Niveau der Witze. Nur selten regen einige Spitzen wirklich zum Nachdenken an: gelungene Sozialkritik wie etwa ein Gerichtssaal voll Bandenwerbung, ist sehr selten.

Gerade auch beim Charakter des amerikanischen Präsidenten hätte man beim derzeitigen Amtsträger genug Vorlagen für bissige Real-Satire gehabt, so dass man sich den plumpen Catcher und Pornostar hätte sparen können. Ein trotteliger Präsident wie ihn Dennis Quaid bravourös in „American Dreamz“ gegeben hat, hätte wesentlich mehr Chamre gehabt als ein schwarzer Muskelprotz mit langen Haaren, der dauern “Hey Baby” und ähnliches schreit. Die Witze bleiben durchweg zu dumm und zu harmlos, als dass einen der Fortgang der Geschichte auch nur ansatzweise interessieren würde. Da erstaunt es nicht, dass der Verleiher Fox selbst für die Aufführung in den USA nicht einmal Plakate druckte, so schlecht wie der Film in Test-Screenings ankam.

Auch Luke Wilson bleibt in seiner Rolle des Durchschnitts-Soldaten mehr als unauffällig. Zwar kann das Methode und Absicht sein, aber wenn ein realer Schauspieler weniger Tiefe bringt als eine Animationsfigur, dann „Gute Nacht“. Vielleicht hätte der Film als CGI-Komödie aus dem Hause Pixar besser gewirkt. Auf jeden Fall hätten sich die „Shrek“-Macher mit Hintergründigkeit und Witz ein wenig mehr Mühe gegeben. So bleibt eine „Pups-Komödie“, die man nach den ersten fünf Minuten getrost wieder abschalten kann. Diese fünf Minuten sind aber trotz aller Kritik wirklich sehenswert!

Tags: , , , , , , , , ,

US-Kinocharts vom 23.07.2007

  1. inowpronounceyouchuckandlarry_poster_1.jpgI Now Pronounce You Chuck And Larry
  2. Harry Potter And The Order Of The Phoenix
  3. Hairspray
  4. Transformers
  5. Ratatouille
  6. Live Free Or Die Hard
  7. License To Wed
  8. 1408
  9. Evan Almighty
  10. Knocked Up

Adam Sandler ist einfach eine Bank: seit dem Jahr 2003 hat jeder Film mit ihm mindestens ein Einspielergebnis von 100 Millionen Dollar erwirtschaftet. Auch seine neue Komödie “I Now Pronounce…” kann es auf Anhieb auf Platz eins der US-Charts schaffen. Der deutsche Titel dieser Komödie, in der sich Sandler und “King of Queens”-Star Kevin James als schwules Pärchen ausgeben, um an Sozialleistungen zu kommen, wird übrigens “Chuck und Larry – Wie Feuer und Flamme” sein. Start bei uns am 27.09.2007.

Mit “Hairspray” begrüßen wir endlich mal wieder ein Musical in den Kino-Charts. Hier spielte sicherlich die Starbesetzung mit John Travolta, Michelle Pfeiffer und Christopher Walken eine wichtige Rolle.

Bleibt außerdem nur noch festzuhalten, dass nach einem furiosen Anfangswochenende eigentlich nicht zu erwarten war, dass “Harry Potter” von einer lockig-leichten Komödie überflügelt wird.

Quelle: IMDB

Tags: , , , , ,

Seite 1 von 3123
28 queries in 0,635 seconds.