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The Reaping
Geschrieben von Olly am 04. Juli 2007 || keine Kommentare
Titel/Originaltitel: The Reaping
Herkunftsland/Jahr: USA, 2007
Länge: 96 Minuten
Kinostart: 19. April 2007
Regie: Stephen Hopkins
Drehbuch: Carey Hayes, Chad Hayes
Darsteller: Hilary Swank, David Morrissey, Idris Elba, AnnaSophia Robb
Offizielle Webseite – IMDB – Trailer
Ollys 
Inhalt:
Die Missionarin Katherine verliert ihren christlichen Glauben, als ihre Familie tragisch in der dritten Welt zu Tode kommt. Danach gelangt sie zu Weltruhm, weil sie angebliche religiöse Phänomene als ausgemachten Humbug enttarnt. Eines Tages wird eine Kleinstadt in Louisiana von den biblischen Plagen heimgesucht. Katherine glaubt zunächst eine wissenschaftliche Erklärung gefunden zu haben, doch dann kommt es schlimmer. Erst als Katherine zu ihrem verlorenen Glauben zurückfindet, kann sie den dunklen Mächten die Stirn bieten.
Olly:
The Reaping sollte angehenden Oscar-Preisträgern als gutes Beispiel dienen, wie man seine Hollywood-Karriere nicht gegen die Wand fährt. Wie man das macht hat Hilary Swank mit The Reaping eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Dabei liegt das nicht an ihrem schauspielerischen Können, sondern an der von vorne bis hinten vorhersehbaren, extrem löchrigen Story. Gute 70 Minuten schleppt sich der Film von einem Spukschreck zum nächsten, um dann relativ schnell noch vor dem Ende eine plumpe Auflösung zu geben.
Handwerklich ist der Film durchaus solide, insbesondere die Darstellung der biblischen Plagen kann man als gelungen bezeichnen. Dark Castle produzierte The Reaping, die zuvor Werke wie House of Wax oder Ghost Ship ins Kino gebracht haben. Ähnlich verhält es sich auch mit The Reaping. Technisch wirklich ganz gut gemacht, inhaltlich nicht mal Durchschnitt sondern eine Mischung aus Das siebte Zeichen, Das Omen und Stigmata. Dabei war der Film bei Stephen „The Life and Death of Peter Sellers“ durchaus in guten Händen.
Was man The Reaping zu Gute halten muss ist die Tatsache, dass er versucht subtilen Grusel zu verursachen. Anders als bei Hostel und ähnlichen Werken geht es nicht um die explizite Gewaltdarstellung sondern um gepflegten Grusel. Abseits davon bleibt einzig die überzeugende Leistung von Jungdarstellerin AnnaSophia Robb und sehr viel verschenktes Potenzial.
Shrek der Dritte
Geschrieben von Olly am 25. Juni 2007 || 1 Kommentar
Titel/Originaltitel: Shrek the Third
Herkunftsland/Jahr: USA, 2007
Länge: 92 Minuten
Kinostart: 21. Juni 2007
Regie: Chris Miller
Drehbuch: Jeffrey Price, Peter S. Seaman
Deutsche Sprecher: Sascha Hehn, Esther Schweins, Benno Fürman, Marie-Luise Marjan
Offizielle Webseite – IMDB – Trailer
Ollys 
Inhalt:
Was als Urlaubsvertretung beginnt, wird für Shrek mit dem Tod vom Froschkönig zur neuen Lebensaufgabe: Er wird kurzerhand zum Thronfolger ernannt. Der grimmige Oger hat darauf aber überhaupt keinen Nerv, zieht es ihn doch zurück in den Sumpf. Aber es gibt noch eine Chance. Prinz Artus wäre die einzige Alternative als Herrscher von Weit Weit Weg, doch dieser ist ein Loser, wie er im Buche steht. Während Shrek, Esel und der Gestiefelte Kater versuchen Prinz Artus als Thronfolger zu rekrutieren, setzt Prinz Charming zusammen mit den Losern und Versagern der Märchenwelt seinen finsteren Plan in die Tat um, selbst den Thron zu besteigen. Und als wäre das alles nicht schon schlimm genug, liegt Fiona Shrek mit ihrem Kinderwunsch in den Ohren.

Olly:
2007 ist das Jahr der dritten Teile. Nach Spiderman und Fluch der Karibik folgt ohne große Atempause die dritte Geschichte um den miesepetrigen Oger Shrek. Und auch an dieser Serie machen sich ernste Abnutzungserscheinungen bemerkbar.
Insbesondere den ersten Teil zeichneten spritzige Dialoge, eine exzellente Story sowie haufenweise Anspielungen auf die Popkultur. Shrek 3 hat vor allem Pups- und Kotzwitze, die für Kids vermutlich witzig sind, Erwachsene aber eher langweilen.
Obwohl insgesamt fünf Autoren mit der Story betreut waren, schafft Shrek 3 es über weite Strecken nicht, das Niveau der Vorgänger zu erreichen. Das ist wirklich schade, die einst so anarchistische Serie ist altersmilde geworden. Die Konkurrenz aus dem Hause Disney wird zwar aufs Korn genommen, aber mit vergleichsweise kleinem Kaliber. Die sonstigen Filmanspielungen werden höchstens echten Filmfreaks auffallen.
Nicht falsch verstehen, für einen richtigen Reinfall ist Shrek 3 dann doch zu gut. Die Stärken der bekannten Charaktere sind einfach zu groß. Der Gestiefelte Kater und Esel sind seit Mel Gibson und Danny Glover endlich wieder ein unterhaltsames Duo. Der Pfefferkuchenmann stiehlt immer noch allen die Show. Aber auch hier zeigt sich wieder das verschenkte Potenzial, denn die neuen Figuren, wie z.B. Artie, sind durch die Bank eindimensional und ohne echte Entwicklung.
Shrek 3 ist ein streng lineares Stück Unterhaltung, dem einfach das Stück Herz und Wärme der Vorgänger fehlt. Zu oft kommt im Lauf der knapp über 90 Minuten so etwas wie Langeweile auf. Dass nun noch zwei Prequels folgen sollen wird der Serie den Rest geben. Aber es gibt eben 121.629.270 Gründe, die für weitere Shrek-Filme sprechen. Denn das ist die Summe, die Shrek 3 am Startwochenende allein in den USA einspielte.
DVD-Kritik: “Rache ist sexy”
Geschrieben von andreas am 21. Juni 2007 || 1 Kommentar
Titel/Originaltitel: John Tucker Must Die
Herstellungsland: USA 2006
Länge: 86 Minuten
DVD-Start: 11. Juni 2007
Regie: Betty Thomas
Drehbuch: Jeff Lowell
Darsteller: Jesse Metcalfe, Brittany Snow, Ashanti, Sophia Bush
Offizielle Webseite – IMDB – Trailer
Andy’s 
Inhalt:
John Tucker ist der Kapitän des Highschool-Basketball-Teams und nicht nur deswegen der begehrteste Junge der Kleinstadt. Auch sein einlullender Charme und sein attraktives Äußeres machen ihn zum Schwarm aller College-Girls. Und das nutzt er schamlos aus: er hat mit drei Girlies gleichzeitg eine „Beziehung“. Es kommt, wie es laut Titel kommen muss: die drei Mädels erfahren voneinander und zeigen zuerst richtig schönes „Stutenbeißen“ im Stil von „Das ist meiner!“. Die neu zugezogene Kate bringt die drei Damen auf den Plan, ihre Wut nicht aneinander auszulassen, sondern sich stattdessen an John Tucker zu rächen. Fortan versuchen sie am Image des Frauenschwarms zu kratzen. Durch die heimliche Gabe von weiblichen Hormonen wird aus dem taffen Basketballspieler eine heulende Sissy. Doch jeglicher Versuch der Bloßstellung wird von Tucker in einen Sympathiegewinn verwandelt. Die drei Verflossenen sehen nur noch einen Ausweg: Kate muss Tuckers Freundin werden!
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Andreas: Fangen wir mal mit dem Positivem an: sowohl Zuschauerinnen als auch Zuschauern wurde einiges an Optik geboten: Hauptdarsteller Jesse Metcalfe, bekannter als „der Gärtner aus ‚Desperate Housewives’“ wurde von diversen Frauenzeitschriften als männlichster Kerl seit „Aragorn“ Viggo Mortensen besungen. Und die Damen waren auch ganz nett anzusehen. Sie haben sehr an drei bekannte Sängerinnen erinnert (bitte mal auf’s Szenenfoto schauen): Da hatten wir eine intelligente und strebsame Kopie von Britney Spears (so wie Brit sich in ihrer Anfangszeit gerne präsentiert hat), dann ein wirklich heißes Girl, das dank dunkler Mähne, leuchtenden Augen und nicht zuletzt kettenklimperndem Gipsy-Look aussah wie die Nelly Furtado der städtischen Karaoke-Bar. Und als Dritte im Bunde Sanges-Sternchen Ashanti, auch „in real life“ eine eher schlechte Kopie von Mary J. Blige. Für den etwas reiferen Geschmack war auch noch Jenny McCarthy dabei, die inzwischen soweit „in die Jahre“ gekommen ist, dass sie recht glaubhaft die Mutter einer gut 18jährigen Tochter spielen kann. Traurig, irgendwie…

Aber mal weg von der Optik: ansonsten war der Film sehr flach. Okay, ein paar gute Lacher waren zwar auch dabei, aber erstens waren es zu wenig, um einen guten Teenie-Film aus der „American-Pie-Liga“ daraus zu machen und zweitens tauchten viele davon bereits im Trailer auf, waren mir also schon bekannt. Wäre dem nicht so gewesen, wäre der Film noch eine Note besser weggekommen. Am Anfang konnte der Film noch einige Pluspunkte machen: der Plot an sich war schon ganz okay, wenn auch nicht wirklich innovativ. Doch bereits zur Mitte hin flachten Witz und Story ziemlich ab. Daraus hätte man mehr machen können, vor allem das Ende blieb ohne Überraschungen. Zu vorhersehbar war der Ausgang, zu gefangen waren die Darsteller in den ihnen zugedachten Klischees. Ein Film aus der Kategorie „Es kam wie es kommen musste“, der im Schubfach „Filme für den RTL-Sonntagabend“ weit besser aufgehoben ist als auf der großen Leinwand.

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