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DVD-Kritik: “Rache ist sexy”
Geschrieben von andreas am 21. Juni 2007 || 1 Kommentar
Titel/Originaltitel: John Tucker Must Die
Herstellungsland: USA 2006
Länge: 86 Minuten
DVD-Start: 11. Juni 2007
Regie: Betty Thomas
Drehbuch: Jeff Lowell
Darsteller: Jesse Metcalfe, Brittany Snow, Ashanti, Sophia Bush
Offizielle Webseite – IMDB – Trailer
Andy’s 
Inhalt:
John Tucker ist der Kapitän des Highschool-Basketball-Teams und nicht nur deswegen der begehrteste Junge der Kleinstadt. Auch sein einlullender Charme und sein attraktives Äußeres machen ihn zum Schwarm aller College-Girls. Und das nutzt er schamlos aus: er hat mit drei Girlies gleichzeitg eine „Beziehung“. Es kommt, wie es laut Titel kommen muss: die drei Mädels erfahren voneinander und zeigen zuerst richtig schönes „Stutenbeißen“ im Stil von „Das ist meiner!“. Die neu zugezogene Kate bringt die drei Damen auf den Plan, ihre Wut nicht aneinander auszulassen, sondern sich stattdessen an John Tucker zu rächen. Fortan versuchen sie am Image des Frauenschwarms zu kratzen. Durch die heimliche Gabe von weiblichen Hormonen wird aus dem taffen Basketballspieler eine heulende Sissy. Doch jeglicher Versuch der Bloßstellung wird von Tucker in einen Sympathiegewinn verwandelt. Die drei Verflossenen sehen nur noch einen Ausweg: Kate muss Tuckers Freundin werden!
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Andreas: Fangen wir mal mit dem Positivem an: sowohl Zuschauerinnen als auch Zuschauern wurde einiges an Optik geboten: Hauptdarsteller Jesse Metcalfe, bekannter als „der Gärtner aus ‚Desperate Housewives’“ wurde von diversen Frauenzeitschriften als männlichster Kerl seit „Aragorn“ Viggo Mortensen besungen. Und die Damen waren auch ganz nett anzusehen. Sie haben sehr an drei bekannte Sängerinnen erinnert (bitte mal auf’s Szenenfoto schauen): Da hatten wir eine intelligente und strebsame Kopie von Britney Spears (so wie Brit sich in ihrer Anfangszeit gerne präsentiert hat), dann ein wirklich heißes Girl, das dank dunkler Mähne, leuchtenden Augen und nicht zuletzt kettenklimperndem Gipsy-Look aussah wie die Nelly Furtado der städtischen Karaoke-Bar. Und als Dritte im Bunde Sanges-Sternchen Ashanti, auch „in real life“ eine eher schlechte Kopie von Mary J. Blige. Für den etwas reiferen Geschmack war auch noch Jenny McCarthy dabei, die inzwischen soweit „in die Jahre“ gekommen ist, dass sie recht glaubhaft die Mutter einer gut 18jährigen Tochter spielen kann. Traurig, irgendwie…

Aber mal weg von der Optik: ansonsten war der Film sehr flach. Okay, ein paar gute Lacher waren zwar auch dabei, aber erstens waren es zu wenig, um einen guten Teenie-Film aus der „American-Pie-Liga“ daraus zu machen und zweitens tauchten viele davon bereits im Trailer auf, waren mir also schon bekannt. Wäre dem nicht so gewesen, wäre der Film noch eine Note besser weggekommen. Am Anfang konnte der Film noch einige Pluspunkte machen: der Plot an sich war schon ganz okay, wenn auch nicht wirklich innovativ. Doch bereits zur Mitte hin flachten Witz und Story ziemlich ab. Daraus hätte man mehr machen können, vor allem das Ende blieb ohne Überraschungen. Zu vorhersehbar war der Ausgang, zu gefangen waren die Darsteller in den ihnen zugedachten Klischees. Ein Film aus der Kategorie „Es kam wie es kommen musste“, der im Schubfach „Filme für den RTL-Sonntagabend“ weit besser aufgehoben ist als auf der großen Leinwand.

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