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Death Proof – Todsicher – Filmkritik
Geschrieben von andreas am 12. Juli 2007 || 3 Kommentare
Titel/Originaltitel: Death Proof
Herkunftsland/Jahr: USA, 2007
Länge: 127 Minuten
Kinostart: 19. Juli 2007
Regie: Quentin Tarantino
Drehbuch: Quentin Tarantino
Darsteller: Kurt Russell, Rosario Dawson, Vanessa Ferlito, Jordan Ladd
Genre: Action-Roadmovie
Für Freunde von: Kill Bill, Pulp Fiction
Offizielle Webseite – IMDB – Trailer
Inhalt:
Der alte Haudegen Stuntman Mike hat es auf Mädchen-Cliquen abgesehen. Sein Hobby ist es, junge Mädchen auf der Heimfahrt von der Samstagabend-Party mit seinem „dicken Ami-Schlitten“ von der Straße zu rammen. Doch irgendwann gerät er an die falsche Frauentruppe.

Leider lässt sich die Story von Kult-Regisseur Tarantinos neuem Werk „Death Proof“ wirklich in dieser Knappheit zusammenfassen. Auf dem Filmplakat sollte meiner Meinung nach ein dickes „Nur für Fans“ prangen. Warum? Ganz einfach: seinen wirklichen Reiz bezieht der Film aus all den Kleinigkeiten, die nur echte Tarantino-Fans bemerken werden. So treffen wir in diesem Film wieder auf zwei Polizisten, die bereits in „Kill Bill Vol. 1“ einen Auftritt hatten und auch die von Tarantino ins Leben gerufene Fantasie-Fast-Food-Kette „Big Kahuna Burger“ findet einmal mehr Erwähnung. Ein Blick auf die „Trivia“-Seite der IMDB präsentiert eine lange Liste von Referenzen an andere Filme, sowohl Tarantinos Eigenproduktionen als auch Kultfilme wie „Bullit“ oder „Convoy“.
Wer über dieses Hintergrundwissen nicht verfügt und aus diesen kleinen versteckten Details keinen Spaß schöpfen kann, der wird durch diesen Film nicht wirklich zum Fan des „Pulp Fiction“-Regisseurs. Der Zuschauer verfolgt anfangs eine Mädchen-Clique bei ihrer üblichen Samstagabend-Gestaltung. Dieser Teil ist sehr dialoglastig und ergeht sich in Aussprüchen wie „Hey, nachher fahren wir noch ins…“ oder „…und dann hatte ich mal einen Typen…“. Teilweise zwar nett erzählt, aber absolut belanglos und viel zu sehr in die Länge gezogen. Interessant ist hingegen die Ablösung der ersten Mädels-Truppe gegen eine zweite zur Mitte des Films hin. Die kompletten Hauptdarsteller mitten im Film auszutauschen ist schon eine Innovation.
Zusammengehalten werden die beiden Stories durch den bravourös aufspielenden Kurt Russell, der seiner Rolle des „Stuntman Mike“ das gewisse schmierige Etwas verleiht. Handwerklich sehr gut gemacht ist auch die ausgedehnte Verfolgungsjagd, die erfreulicherweise ohne offensichtliche CGI-Spielereien auskommt.
Alles in allem bietet mir der Film entschieden zu wenig Handlung, bestehen doch gut 80 % ausschließlich aus „Frauen-Dialogen“. Zu einem Film, der mich zwei Stunden lang fesseln kann, fehlt da eine ganze Menge. Echte Tarantino-Kenner würden auf meine Wertung aber sicherlich noch ein paar Sterne draufschlagen.

Mein erster Tarantino. Der Hype, der vorher um diesen Film gemacht wurde, machte mich natürlich neugierig, zumal Tarantino als Ikone in der Filmwelt gilt. Dass im Kino bei den ersten Szenen lautstark geklatscht wurde, bestätigte mich in dieser Annahme.
Letztendlich sieht man vier Frauen zu, wie sie über Männer philosophieren und durch die Gegend rasen. Irgendwann werden sie martialisch und aus den verschiedensten Blickwinkeln aufgenommen getötet.
Mitten im Film wurden also die Hauptdarsteller ausgetauscht, es werden vier neue Frauen eingeführt, ihres Zeichens allesamt in der Filmbranche angestellt. Somit handelt die andere Hälfte größenteils aus den Gesprächen dieser vier Frauen, bis sie auf Stuntman Mike treffen und in einem kurzen, aber spannenden Rennen ihm zeigen, was Frauenpower heisst.
Spannung kam nicht auf, es war eher langweilig, den Frauen bei ihren Gesprächen zuzuhören. Denn wer mit wem wann wie liiert oder One Night Stand war, interessiert mich weniger, insbesondere, wenn diese Informationen für den Film vollkommen irrelevant sind. Sehr interessant waren die filmerischen Mittel: So verlief ein Teil des Films in schwarzweiß, so als ob jemand beim Aufnehmen die falsche Blende benutzt hat. Es gab offensichtliche Schnittfehler, die derart markant sind, dass sie nicht als “Zufall” durchgehen (Z.B. setzt Stuntman Mike mehrmals hintereinander zum Trinken an, nach einem Schnitt steht das Glas aber immer wieder unberührt auf der Theke). Die wenigen Actionszenen, in denen es rasanter oder brutaler zuging, waren sehr gut und auffällig wenig mit Spezialeffekten realisiert. Schauspielerisch ist der Film solide, besonders hervorheben muss man den Charakter des Stuntman Mike, geradezu göttlich gespielt von Curt Russel.
Aber all das täuscht nicht darüber hinweg, dass der Film viel zu wenig Inhalt hatte und aufgrund der vielen Anspielungen, die nur wahre Fans erkennen und verstehen, wahrscheinlich nur Tarantino-Fanatiker an diesem Film Spaß haben werden.
Schwedisch für Fortgeschrittene – Filmkritik
Geschrieben von andreas am 11. Juli 2007 || keine Kommentare
Genre: Komödie
Titel/Originaltitel: Heartbreak Hotel
Herkunftsland/Jahr: Schweden, 2006
Länge: 110 Minuten
Kinostart: 5. Juli 2007
Regie: Colin Nutley
Drehbuch: Colin Nutley
Darsteller: Helena Bergström, Maria Lundqvist, Claes Mansson, Johan Rabaeus
Offizielle Webseite – IMDB – Trailer
Ollys [rating:4/10]
Inhalt:
Das erste Aufeinandertreffen von Lisa und Gudrun verläuft suboptimal. Die Politesse Gudrun steckt der Gynäkologin Lisa ausgerechnet am Hochzeitstag ihres Sohnes ein Knöllchen ans Auto. Der Streit eskaliert in eine Wortschwall aus Kraftsausdrücken. Doch wie sagt das alte Sprichwort: „Man trifft sich immer zweimal im Leben.“ In diesem Fall in einer Frauenarzt-Praxis… Per Zufall treffen sich die beiden Frauen ein drittes Mal und lernen sich aufgrund dieser schicksalhaften Umstände näher kennen.
Gudrun lebt zurückgezogen und verwitwet mit ihrer Tochter zusammen, die ihre Mutter ständig auffordert, mal wieder „unter Menschen“ zu gehen. Lisa hingegen hat gerade die Scheidung von ihrem Mann hinter sich und genießt das Stockholmer Nachtleben nun wieder in freien Zügen. Nach ein wenig Motivationsarbeit machen die beiden die örtlichen Tanzflächen schnell gemeinsam unsicher. Aber wie es eben immer so ist: wenn etwas im Party-Leben Ärger macht, dann sind es die Männer…

Durch diverse Lady’s Nights hatte der Film schon einige Vorschusslorbeeren erhalten. Meiner Meinung nach wird er diesen auch durchaus gerecht. „Schwedisch für Fortgeschrittene“ ist eine unterhaltsame Komödie, die ansatzweise ein wenig Tiefgang bietet, aber nie in das Genre des ernsthaften Dramas wechselt. Schon beim ersten Treffen wird durch die inflationäre benutzten Kraftausdrücke die Marschrichtung klar: hier wird kein Blatt vor den Mund genommen.
Die Dialoge entsprechen teilweise schon sehr den klischeehaften Vorstellungen, die mit dem Thema „Party-Weiber“ verbunden sind („Schnapp dir doch den Kerl dahinten, so bringst Du wenigstens heute noch deine Gummis an den Mann…“). Beide Hauptcharaktere sind auf ihre eigene Weise sehr sympathisch, wenn auch die Glaubhaftigkeit in frage gestellt werden kann. Klar: eine Frau, die dermaßen „breitbeinig“ ihre neugewonnene Freiheit einfordert ist ebenso unrealistisch wie eine in sich gekehrte, verbitterte Frau, die Minuten später tanzend durch die Discos hüpft. Für meinen Geschmack nimmt der Film an Anfang ein wenig behäbig Fahrt auf und kommt dann auch zu abrupt zu seinem Ende.
Männer sollten sich bei diesem Film im Klaren darüber sein, dass sie nicht wirklich gut wegkommen. Zum einen sind da die ehemaligen Ehepartner, die nichts als Probleme machen, zum anderen die jüngeren Disco-Gänger, die anscheinend nach Belieben ins Bett gezerrt werden können. Aber mit einem Film, der Männer als Stimmungsbremsen und Betthäschen präsentiert, habe ich kein Problem. Über weite Strecken ist der Film wirklich sehr unterhaltsam und wirkt mit seinen teils ruhigen und ernsteren Szenen sehr „skandinavisch“.
Olly:
Es ist kein Zufall, dass Schwedisch für Fortgeschrittene seinen Siegeszug in den Lady Nächten der großen Kinoketten feiert. Der Film ist eine Großabrechnung mit der chauvinistischen Männerwelt und lässt dabei kein noch so plattes Klischee aus. Natürlich hat die verbitterte Gudrun noch nie einen Orgasmus gehabt, Männer können ja so gemein sein. Nachdem beide Frauen das Sklavenleben (sprich: ihre Männer) hinter sich gelassen haben, entdecken sie die Lust am Leben und drehen dann richtig auf.
Das Ganze erinnerte mich ein wenig an eine überlange Folge Sex and the City und setzt dabei auf ähnliche Witze. Im TV wäre der Film vermutlich auch deutlich besser aufgehoben gewesen. Und immer dann, wenn kurz das Gefühl aufkommt, der Film könnte einen lichten Moment haben, wird dieser sofort von den beiden Hauptdarstellerinnen in Grund und Boden gequatscht. So zum Beispiel als Gudrun ihren Ex-Mann wiedertrifft.
Zugegeben, der eine oder andere Witz ist ganz nett, darüber hinaus gibt‘s überwiegend nervig-zähe Dialoge, platte Klischees und Vorurteile.
Kino-Neustarts 11./12. Juli 2007
Geschrieben von Olly am 11. Juli 2007 || 1 Kommentar

Dieses Mal beginnt die Kinowoche mal wieder am Mittwoch mit einem neuen Teil der Harry-Potter-Saga. Wer es nicht so mit der Fantasy-Zauberei hat, kommt vielleicht mit dem urkomischen Clerks 2 auf seine Kosten. Abseits davon gibt es wieder mehrere Filme mit Anspruch und die Wiederaufführung eines Kultfilmes aus den 60ern.
Harry Potter und der Orden des Phoenix (Fantasy)
Deutsche Kino-Charts vom 09.07.2007
Geschrieben von andreas am 09. Juli 2007 || keine Kommentare

- Stirb Langsam 4.0
- Shrek der Dritte
- Ocean’s 13
- Pirates Of The Carribean: Am Ende der Welt
- Schwedisch für Fortgeschrittene
- Hostel 2
- Irina Palm
- Hot Fuzz
- Das perfekte Verbrechen
- Zodiac
Auch in dieser Woche gab es in den Charts wenig Bewegung. Einzig neuer Film ist auf PLatz 5 die schwedische Komödie “Schwedisch für Fortgeschrittene”. Nach gut einem Vierteljahr in den deutschen Kino-Charts musste der lustige Road-Movie “Born to be wild – Saumäßig unterwegs” seinen Platz räumen.
Die Plätze 1-4 blieben gar unverändert. Hier dürfte erst in der kommenden Woche ein wenig Bewegung hereinkommen, wenn “Harry Potter” angelaufen ist.
Quelle: Cinema
US-Kinocharts vom 09.07.2007
Geschrieben von andreas am 09. Juli 2007 || keine Kommentare

Transformers- Ratatouille
- Live Free Or Die Hard
- License To Wed
- Evan Almighty
- 1408
- Knocked Up
- Fantastic Four: RIse Of The Silver Surfer
- Sicko
- Ocean’s Thirteen
Diese Woche stand ganz im Zeichen der formwandelnden Kampf-Roboter. Allein am Wochenende konnte “Transformers” in den US-Kinos mehr als 67 Mio. $ einspielen, zusammen mit den Einnahmen der Woche hat er somit bereits 153 Mio. $ eigefahren – 6 Mio. $ mehr als die geschätzten Produktionskosten.
Ansonsten gab es keine wirklichen Neuerungen. Lediglich auf Platz vier konnte sich die neue Komödie mit Robin Williams platzieren, in der er einen Pfarrer spielt, der einem heiratswilligen Pärchen bis ins heimische Schlafzimmer nachspioniert.
Quelle: IMDB

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