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Stirb Langsam 4.0Titel/Originaltitel: Live Free Or Die Hard
Herkunftsland/Jahr: USA, 2007
Länge: 129 Minuten
Kinostart: 27. Juni 2007
Regie: Len Wiseman
Drehbuch: Mark Bomback
Darsteller: Bruce Willis, Justin Long, Timothy Olyphant, Maggie Q
Offizielle WebseiteIMDBTrailer

Inhalt:

Nationalfeiertag in Amerika,das Land feiert, bis auf John McClane. Nach einer Auseinandersetzung mit seiner Tochter Lucy bekommt er von seinem Chef den Auftrag, den Hacker Matt Farrell zu einem Verhör zum FBI zu eskortieren. Dieser wird jedoch von Terroristen verfolgt, für die er Prorgrammroutinen für einen Fire Sale geschrieben hat. Damit soll das Land einem virtuellen Terroranschlag unterzogen werden. Damit ist John wieder mal zur falschen Zeit am falschen Ort.

Olly:

Fangen wir mit ein paar bösen Worten an. Als Cyberthriller ist Stirb Langsam 4.0 ein echter Rohrkrepierer. Kein Klischee wird ausgelassen. Gehackte Computer flimmern nervös vor sich hin, damit auch der letzte Laie versteht „Hier stimmt etwas nicht“. Natürlich kann sich der Superhacker im Film mit seinem kleinen Handy nicht nur überall anschließen sondern auch alles damit bedienen. Hier kann man eigentlich nur abwegig mit dem Kopf schütteln.

Und wenn wir schon beim Meckern sind, dann hätte ich mir auch gerne einen charismatischen Gegner für John McClane gewünscht. Wo früher Leute wie Alan Rickman oder Jeremy Irons beeindruckten, darf sich nun das Schurkenabziehbild Timothy Olyphant bemühen. Und nein, der wirkt alles andere als bedrohlich. Schade eigentlich. Aber nun genug gemeckert.

Abseits dieser Schwächen ist Stirb Langsam 4.0 ein gewaltiges Stück Actionkino und die Rückkehr der Oldschool-Action. Kein übermäßiger Einsatz von CGI-Effekten, statt dessen echte Stunt-Leute und viel Handarbeit. Das ist insofern bemerkenswert, da Len Wiseman die Regie führte, der zuvor in den beiden Underworld-Streifen enorm auf Computereffekte setzte.

Bruce Willis sieht man seine 52 Jahre kaum an. Es wirkt über weite Strecken so, als hätte der Figur John McClane nie den Rücken gekehrt. Justin Long als Hacker an seiner Seite ist ein weiterer Gewinn für den Cast. Die beiden spielen sich ironisch-bissig die Bälle zu und sorgen für viel Unterhaltung. Genau die richtige Abwechslung nach den hektischen Actionszenen.

Aber keine Frage, Highlight des Films sind die perfekt choerographierten Actionszenen. Dabei wurde es zum Teil schon ein Stück weit übertrieben, wie bei der langen Sequenz mit dem Jet. Aber selbst diese Szenen sind so druckvoll, dass es einem nahezu in den Kinosessel presst. Der Film wirkt deutlich kürzer als es die 129 Minuten zum Ausdruck bringen. Für mich die Actionüberraschung des Jahres und eine der wenigen absolut gelungenen Fortsetzungen.

Puh! Das war mal ein Action-Film erster Güte. Wer die bisherigen „Die Hard“-Filme mochte, wird mit diesem Film kaum enttäuscht sein. Wir erleben Willis so wie wir ihn lieben: keiner kann so schön leiden wie er. Keiner kann schmerzverzerrt so schön die Zähne zusammenbeißen, wieder aufstehen und weiterhetzen. Sobald Bruce nach den ersten Verfolgungsjagden wieder mit Schnittwunden im blutigen Gesicht und einem zerrissenen Shirt durch die Szenerie spaziert, fühlt man sich als Fan der Serie wieder richtig heimisch. Nach wie vor ist „alt’n Bruce“ ein echter Sympathieträger, so hatte ich nicht selten Lust aus dem Kinosessel aufzuspringen und „Gib ihm, Bruce!“ zu jubeln. Von der ersten Minute an ein überaus packender Film, dem tatsächlich zu keiner Sekunde die Puste ausgeht. Immer wieder wird noch eine Schippe draufgelegt.

Auch in diesem Film haben die Macher dem Hauptdarsteller einen passenden Sidekick zur Seite gestellt: Justin Long liegt in der Kategorie „Coole Sprüche“ mit dem Großmeister gleichauf und ist ein würdiger Nachfolger für Samuel L. Jackson aus „Stirb Langsam 3“. Eine wahre Freude den Unterhaltungen der beiden zuzuhören. Markige Sprüche und flapsige Antworten. Das spielt für mich in einer Liga mit Joe Pesci in den „Lethal Weapon“-Filmen.

Natürlich bietet auch „Stirb Langsam 4.0“ mäkeligen Zeitgenossen wieder viel Platz für Kritik: zwar sind alle Kampfszenen perfekt und teils auch sehr innovativ choreographiert, dem einen oder anderen mag vielleicht sauer aufstoßen, dass die Grenzen der Physik teilweise sehr flexibel gehandhabt werden. Mich hat es nicht gestört, schließlich ist das ein Action-Film und keine naturgesetzestreue „Knoff-Hoff-Show“. Dass der versierte Hacker sich mit jedem Programm nach Sekunden auskannte und Hochsicherheitstüren im Sekundentakt knacken konnte, hat dann aber auch mich ein wenig grübelig gemacht. So hätte ein wenig mehr Realismus an der einen oder anderen Stelle doch noch ein Pünktchen mehr gebracht.

Versöhnlich war für die Computer-Kenner dann das absolute Nerd-Zimmer des Hackers Warlock: von Obi-Wan Kenobi-Figuren über einen Asteroids-Spielautomaten bis hin zu einem lebensgroßen Pappaufsteller vom „Star Wars“-Bösewicht Boba Fett war hier alles zu sehen, was zu einem echten Freak-Zimmer dazugehört. Könnte ich davon bitte mal ein Set-Foto haben?

Was bleibt ist für mich voraussichtlich der beste Action-Film „alter Schule“ dieses Sommers und der stille Wunsch, mit dem vierten Teil eine zweite „Stirb Langsam“-Trilogie eingeläutet zu haben. Bedenken wir: bei „Star Wars“ hat es auch ziemlich lange gedauert bis die Teile 4 bis 6 (also 1 bis 3) gedreht wurden…

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Trotz einiger technischer Probleme erscheint Folge 2 von Nerdtalk absolut pünktlich. Dieses Mal haben wir uns etwas kürzer gefasst. Im Mittelpunkt steht diese Woche Stirb Langsam 4.0 samt der Vorgänger. Aber auch abseits davon haben wir einige interessante Themen in der Sendung inkl. einem Interview mit der Shrek3-Zielgruppe. Viel Spaß mit Episode 2. Wir hoffen auf Feedback. Die Shownotes nach dem Klick.

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Den Rest, bitte…

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