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Ben Stiller, Vince Vaughn, Jonah Hill und Richard Ayoade sind “The Watch” – ab kommenden Donnerstag, den 06. September 2012, könnt ihr die Taten der etwas anderen Nachbarschaftshilfe im Kino bewundern. Und damit die Komödie noch mehr Spaß macht, verlosen wir 3×2 Eintrittskarten für den Kinostart der Woche!

Story

Wir befinden uns in einem der vielen kleinen Städtchen in den USA. Der Alltag ist normal, man kann schon sagen: Langweilig. Um ein bisschen Abwechslung zu haben, haben sich vier Männer (Ben Stiller, Vince Vaughn, Jonah Hill und Richard Ayoade) zusammengefunden, um in einer Art Nachbarschaftswache Nachts die Stadt zu sichern. Ihr Klientel: Kleinkriminelle und randalierende Jugendliche.
Doch eines Nachts kommen sie einer kleinen Verschwörung auf die Schliche: Die Stadt scheint infiltriert von Aliens, die aussehen wie ganz normal Menschen. Wo kommen diese her und vor allem: Was wollen die Aliens auf der Erde? Die Vorstadt-Daddys sind die Einzigen, die die Stadt, wenn nicht sogar die ganze Welt retten können.
Den Rest, bitte…

Zwei Kandidaten treffen in sechs Hotelzimmern auf sechs Menschen, die etwas Besonderes können, etwas Besonderes geschafft haben. Ihre Besonderheit wird in einem kurzem Film vorgestellt und dann haben die Kandidaten 30 Sekunden Zeit, den Geschichtenerzähler mit Fragen zu löchern.
Und dann gilt es, sich festzulegen: Ist die Geschichte wahr oder gelogen? 100 EUR gibt es pro richtiger Aussage.

Die erzählten Geschichten sind wirklich interessant. Als Zuschauer sitzt man wirklich vorm Fernseher und knobelt mit, ob so manche abgefahrene Geschichte tatsächlich wahr ist. Die Aufmachung der Sendung ist nicht schlecht, im Grunde ist die gesamte Sendung ziemlich rund. Der einzige Makel ist (leider) der stark übermotivierte Moderator Fero Andersen, dessen Störfaktor seinen Höhepunkt erreicht, als er den Kandidaten in die sowieso begrenzte Fragezeit hineinquatscht.

Ich würde mich über weitere Sendungen durchaus freuen, dann vielleicht auch mit etwas mehr Sendezeit: Sechs Geschichtenerzähler in 30 Minuten, wo ja auch noch Vorstellung der Kandidaten und ein Finale untergebracht werden müssen, das zwingt zur Hetze. Gern hätte ich bei den wahren Geschichten mehr Hintergründe gesehen, denn der “Ach, das gibt’s wirklich?”-Moment ist ohne Zweifel da.

Fünf Freunde: Eine Imbissbudenbesitzerin, die kleine frittierte Hasen verkauft. Ein dummer Dicker. Ein Hippie im Jesus-Style mit Arschlochwarze verkümmerten siamesischem Zwilling. Ein Quotenschwarzer und der Bayer.
Das sind die Hauptpersonen für eine Zeichentrickserie, die Geschichte, Kultur und Szene mal ganz anders darstellt: Nicht ganz ernst und ohne ein Blatt vorm Mund.

Der Pilot beginnt ziemlich unlustig und öde. Aber Stück für Stück fängt sich die Geschichte und hat einige kreative Ideen. Mit spontanen Einspielern ist eine Parallele zu ähnlichen Formaten wie “Family Guy” in keinster Weise abzustreiten. Leider bewegt sich die Komik auf einer ziemlich niedrigen Ebene, selbst der Pupshumor scheint auch nach gefühlten 70 Jahren immer noch zu halten und als sichere Nummer zu gelten. Muss das denn sein? Eine weitere Säule des Piloten sind Wortspiele, die aber auch eher oberflächlich gehalten sind (oder unterirdisch – je nach Sichtweise). Allein der Dialog “Hast du den Code, Walski?” – “Kowalski hat den Code.” konnte mir ein kleines Lächeln entlocken. Ansonsten werden alle Register der Perspektivenwechsel und unerwarteten Brüche gezogen, die sich anboten – mit durchwachsener Pointe.
Nicht falsch verstehen: Der Zeichentrickfilm strotzt vor Ideen und Anspielungen. Aber diese sind ja nicht dadurch zwangsläufig pfiffig oder komisch. Es fehlt einfach an Würze in der Auswahl der Anspielungen, wodurch die wenigen wirklich netten Ideen an Wirkung verlieren. Da hilft es auch nicht, dass Sido sich selbst spricht und so ein kleiner Promibonus angerechnet werden muss.

Das Potential ist ganz klein am Horizont zu sehen: Eine Serie, die die deutsche Kultur aufs Korn nimmt, fehlt. Einige wenige Ideen, wenn nicht besonders tiefsinnig, aber dennoch reizvoll, sind ja auch da. Aber der Pilot war da etwas zu einfach gestrickt, da ist noch viel Verbesserungsspielraum nach oben. Einmal kräftig überarbeiten und vielleicht wird’s was.
Im direkten Vergleich zu den Mitbewerbern im TV-Lab kann der Pilot aber nicht mithalten.

Dieser Artikel ist ein Teil der Serie “ZDFneo TV-Lab 2012″ auf Nerdtalk.de. Falls ihr die Pilotsendung verpasst habt, könnt ihr “Deutsches Fleisch” auf der Pilotseite nach-sehen.

Es werden Menschen vorgestellt, die den Wettbewerb suchen – und den öffentlich austragen wollen. Dabei ist die Art des Wettbewerbs vollkommen egal. Simon Beeck besucht diese Leute und dann wird sie ausgesprochen: Die Kampfansage.

Die Sendung beginnt schon in den ersten Minuten unterhaltsam und zeigt die Marschrichtung an: Nicht ganz ernst nehmen.
Der erste durchgeführte Wettbewerb ist Aisamarkt-Wetteinkäufen – im Einkaufswagen. Ganz unterhaltsam aufgemacht. Bekloppt, aber interessant.
Aber es geht auch ernst: Ein vielfacher Deutscher Meister im Balken-Radfahren fordert heraus: Hundert Meter über einen 23cm schmalen Balken, der über einen dreckigen Gütersloher Tümpel führt. Konkurrent ist ein Kölner Radkurier, dessen Selbstironie herrlich ist.

Die dritte Kampfansage dreht sich um Mode: Zwei große Fashionblogger riefen in ihren Blogs auf, in der Lieblingsfarbe des Bloggers nach Frankfurt zu kommen, um auch im Real Life zu beweisen, dass das eigene Blog mehr Follower habe. Die schwächste Challenge.
Die nächste Challenge führt Simon selbst mit Maddin Schneider durch: Wer kann sich mehr Marshmellows in den Mund pressen und “Chubby Bunny” sagen? Ziemlich bekloppt, aber unterhaltsam.
Eine weitere Challenge: Zwei WG-Bewohnerinnen treten gegeneinander im Fertig-für-die-Party-machen an, inklusive Schminken. Eigentlich langweiliges Thema, aber die Inszenierung macht die Sache ganz annehmbar.

Für Freunde von “Elton vs. Simon” oder den ständigen Wettkämpfen zwischen Joko und Klaas ist “Kampfansage” fast perfekt. Simon Beeck moderiert gut, spritzig und nimmt sich selbst nicht ganz ernst, was dem Format sehr zugute kommt. Viele verschiedene Charaktere lassen das Format nicht langweilig werden, die Ideen sind grundsätzlich nicht schlecht und zusammengehalten wirds durch Simon Beeck, der nicht so krass wie Moderatoren ähnlicher Formate polarisiert.
Daumen hoch!

Dieser Artikel ist ein Teil der Serie “ZDFneo TV-Lab 2012″ auf Nerdtalk.de. Falls ihr die Pilotsendung verpasst habt, könnt ihr “Kampfansage” auf der Pilotseite nach-sehen.

Korrekturen:
In einer älteren Version wurde geschrieben, dass Simon Beeck Personen mit besonderen Fähigkeiten suche – dabei ists genau umgekehrt: Diejenigen, die sich messen wollen, gehen zu Simon Beeck.
Noch was: Ich schrieb, die Fashionblogs hätten Passanten angesprochen, die in der jeweiligen Lieblingsfarbe gekleidet sind. Stimmt so nicht.
Vielen Dank an @zdf_digital fürs Aufklären :)

Gesehene Filme:

Total Recall
Mein liebster Feind
Prometheus
Bis zum Ellenbogen
Night on Earth
Salt
Paranorman
Dreiviertelmond

Vorgestellte Filmstarts der Woche:

The Expandables 2

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