Willkommen Filmfan!
Der wöchentliche Film-Schnack im Netz
Podcast, Kritiken, Tipps
Nerdtalk Sendung 340

Nerdtalk Sendung 340Gesehene Filme: Nymphomaniac 2 Wie ein einziger Tag Hotel Transilvanien Das große Rennen von Belleville Vorgestellte Filmstarts der Woche: Die Bestimmung - Divergent

Die Gewinner des Drecksau-Gewinnspiels

Die Gewinner des Drecksau-GewinnspielsHeute Abend ging unser Gewinnspiel zu unserer BluRay-Rezension von Drecksau zu Ende - zu gewinnen gab es eine DVD und eine BluRay, für die ihr nichts weiter zu tun brauchtet als per Twitter eure Teilnahme zu bekunden. Aus den 22

Drecksau – BluRay-Review mit Gewinnspiel

Drecksau – BluRay-Review mit GewinnspielJames McAvoy als zerrissener, drogensüchtiger Polizist in Schottland, basierend auf einem Roman von Irvine Welsh? Fantastisch, oder? Ja - fantastisch! Und noch besser: Wir haben einen Blick auf die BluRay werfen können und verl

Nerdtalk Sendung 339

Nerdtalk Sendung 339Gesehene Filme: In Fear Nymphomaniac I The Returned Vorgestellte Filmstarts der Woche: Snowpiercer In Fear

  • Neueste Filmkritiken
  • Neueste Podcasts
Noah

Nerdtalk Sendung 340

Gesehene Filme: Nymphomaniac 2 Wie ein einziger Tag Hotel Transilvanien Das große Rennen von Belleville Vorgestellte Filmstarts der Woche: Die Bestimmung - Divergent

Den Rest, bitte...

snowpiercer

Nerdtalk Sendung 339

Gesehene Filme: In Fear Nymphomaniac I The Returned Vorgestellte Filmstarts der Woche: Snowpiercer In Fear

Den Rest, bitte...

Captain America 2

Nerdtalk Sendung 338

Gesehene Filme: Captain America - The Winter Soldier Thor - Dark Kingdom The Loveless Scorpio Rising K-19: The Widowmaker Die Konferenz der Tiere Vorgestellte Filmstarts der Woche: Captain America - The Winter Soldie

Den Rest, bitte...

Neuste Artikel

panslabyrinth_l200610171727.jpgOriginaltitel: El Laberinto del fauno
Herkunftsland/Jahr: Mexiko, Spanien, USA, 2006
Länge: 108 Minuten
Kinostart: 22. Februrar 2007
DVD-Start: 30. Juli 2007
Regie: Guillermo del Toro
Drehbuch: Guillermo del Toro
Darsteller: Ivana Baquero, Sergi López, Maribel Verdú
Genre: Fantasy-Drama
Für Freunde von: The Cell, Das Labyrinth
Offizielle WebseiteIMDBTrailer

Andys

Inhalt:

Spanien, 1944 – die zwölfjährige Ofelia zieht mit ihrer Mutter Carmen zu ihrem “neuen Vater”. Capitan Vidal ist ein Offizier der spanischen Armee, der von einem abgeschiedenen Gutshof aus aufständische Partisanen jagt. An Carmen interessiert Vidal nur eines: der ungeborene Sohn, der schon vor der Geburt seine durch und durch spanische Brust vor Stolz anschwellen lässt. Seine Verachtung geht sogar soweit, dass die Ärzte im Notfall nur um das Leben des Sohnes kämpfen sollen – nicht aber und das der Mutter. In dieser lieblosen Welt, fernab jeglicher Gesellschaft, zieht sich Ofeila in ihre Fantasiewelt zurück. In der Nähe des Hofes entdeckt sie einen mystischen Torbogen, der den Eingang zu einem ebenso mysteriösen Labyrinth bildet. Auf einem nächtlichen Streifzug lernt sie dort das Fabelwesen Pan kennen, das ihr einige interessante Begebenheiten offenbart. So ist Ofelia angeblich eine Prinzessin, die sehr lange ihres Königreiches beraubt wurde und ein Dasein als schlichtes Mädchen fristen musste. Um sich jedoch als wahre Prinzessin zu beweisen, muss Ofelia drei Prüfungen bestehen, mit denen Pan sie beauftragt. Zu allem Unglück findet sich noch heraus, dass die Haushälterin von Captain Vidal die Schwester es Partisanen-Anführers ist.

andi1.jpegAndy:

“Pan’s Labyrinth” ist mit Sicherheit ein Film, auf den man sich einlassen muss, weil er dem Zuschauer einiges abverlangt. Es mag für manchen sehr befremdlich sein diesen Mix aus “Kriegs-” und “Märchen-Film” ernst zu nehmen. Wobei beides nicht wirklich zutrifft. “Pan’s Labyrinth” ist kein Kriegsfilm, dennoch geht es um den Kampf der Armee gegen Partisanen, der teilweise in sehr drastischen Bildern umgesetzt wird. Das ein oder andere Mal neigt man schon zum Wegsehen angesichts der Grausamkeit. Der Anblick von Feen und metergroßen Fantasie-Fröschen wirkt da natürlich erstmal ein wenig befremdlich. Die Geschichte ist spannend aufgebaut und kommt zu einem überraschenden aber dennoch versöhnlichen Schluss.

Vielerorts wird die fantastische Optik des Filmes gelobt. Sicherlich sehen die meisten Fabelwesen wirklich sehr gelungen aus, abgesehen mal von dem Giganten-Frosch, der mehr nach tschechischer Flimmerstunde aussah. Wesentlich mehr als die Optik ist mir persönlich jedoch die hervorragende Soundkulisse aufgefallen. Gleich in den ersten Szenen, zur Einführung des brutalen Capitan Vidal wird durch das betont knarzige Geräusch seiner Lederhandschuhe bei mir die Assoziation zum “uniformiert-bösen” hergestellt. Dielenfußböden knarren wunderbar, der Spaziergang auf dem Waldboden wird durch den Sound erst richtig erlebbar, ebenso wie der auf das Laub prasselnde Regen. Und selbst die Geräusche von Patronen, die durch Menschenfleisch geschossen werden, bekommen in diesem Film eine selten gekannte Intensität.

Natürlich ist diese Gratwanderung zwischen Kriegs-Drama und Märchen ein Spagat, an dem vermutlich einige Zuschauer scheitern werden. Doch wer sich die Mühe macht den Film so zu nehmen wie er nun mal ist, der kann neben einigen gut verpackten Parabeln knappe zwei Stunden Erlebnis-Kino sehen, das zurecht mit drei Oscars prämiert wurde.

babel-poster3.jpgOriginaltitel: Babel
Herkunftsland/Jahr: Frankreich, USA, Mexiko, 2006
Länge: 143 Minuten
Kinostart: 21. Dezember 2006
Regie: Alejandro González Iñárritu
Drehbuch: Guillermo Arriaga
Darsteller: Brad Bitt, Cate Blanchett, Mohamed Akhzam, Peter Wright
Genre: Drama
Für Freunde von: L.A. Crash, 11:14
Offizielle WebseiteIMDBTrailer

Andys

Inhalt:

Auf wundersame Weise verknüpft dieser Film das Schicksal verschiedener Menschen in Marokko, Mexiko und Japan. In der marokkanischen Wüste hüten zwei Jungen eine Herde Schafe. Um sich gegen streunernde Schakale zur Wehr setzen zu können, hat ihnen ihr Vater ein Gewehr mitgegeben. Im brüderlichen Schieß-Wettstreit kommt es zu einem verhängnisvollen Unfall: bei einer Schießübung auf einen Reisebus wir die Touristin Susan (Cate Blanchett) verletzt. Obwohl es mit ihrer Ehe nicht zum besten steht, reißt sich ihr Mann Richard (Brad Pitt) fast ein Bein aus, um für sie Hilfe aufzutreiben.

Zu Hause in San Diego hütet Nanny Amelia in beiden Kinder des Touristen-Paares. Da die Hochzeit ihres Sohnes in Mexiko ansteht, sie aber keine Vertretung finden kann, nimmt sie die beiden Kinder mit über die Grenze.

In Tokyo erleben wir das taubstumme Teenie-Girl Chieko, das sich von seiner Umwelt abgelehnt und ungeliebt fühlt. Auf Teufel komm raus versucht sie die Aufmerksamkeit der Jungs auf sich zu ziehen, um in ihrer Clique – einem Taubstummen-Volleyball-Team – nicht als Versagerin dazustehen.

andi1.jpegAndy:

Ich habe ja schon den oscarprämierten “L.A. Crash” sehr geliebt, in dem sich verschiedene Handlungen nach und nach zu einer gemeinsamen Geschichte verknüpfen. Und dieser Film ist ähnlich, aber dennoch komplett anders. Ein einziges Ereignis beeinflusst das Leben von Menschen in den verschiedensten Teilen der Welt. Sehr interessant sind die krassen Wechsel zwischen dem hochzeitfeiernden Mexiko, dem neonleuchtend-schnellebigen Tokio und der einsamen Wüste Marokkos. Drei Orte, wie sie unterschiedlicher kaum sein könnten werden hier meisterhaft in einer einzigen Geschichte untergebracht.

Wenn ich den Film mit einem Wort beschreiben müsste, dann wäre es sicherlich “intensiv”. Dieser Film ist intensiv wie in der letzten Zeit kaum ein anderer. Zum einen sicherlich dadurch, dass viel mit der “Original-Sprache” gearbeitet wurde: Mexikaner sprechen spanisch, Marokkaner arabisch und Japaner eben japanisch. Nur die wenigen Dialoge der Amerikaner kommen ohne Untertitel aus.

Auch sonst ist der Film eine echte Wohltat für Auge und Ohr: er nimmt sich Zeit, zeigt die Personen auch gern in einer schon fast indiskreten Nahaufnahme, fesselt dann wieder durch die Landschaftsaufnahmen Marokkos oder schnell geschnittenen Bildern des pulsierenden Tokio.

Selbst der meist etwas oberflächlich wirkende Brad Pitt spielt in diesem Film so eindringlich, dass ich wieder mal ganz nah am Wasser bauen musste. Thank you for that!

28weekslater_poster02.jpgOriginaltitel: 28 Weeks Later
Herkunftsland/Jahr: England, 2007
Länge: 99 Minuten
Kinostart: 30. August 2007
Regie: Juan Carlos Fresnadillo
Drehbuch: Rowan Joffe, Juan Carlos Fresnadillo, Jesus Olmo, Enrique Lopez Lavigne
Darsteller: Robert Carlyle, Rosy Byrne, Jeremy Renner, Imogen Poots
Genre: Horror
Für Freunde von: 28 Days Later, Dawn Of The Dead
Offizielle Webseite – IMDBTrailer

Andys

Inhalt:

Nachdem in „28 Days later“ ein Killervirus aus den Bewohnern Englands blutrünstige Bestien gemacht hat, beginnt im Nachfolger „28 Weeks later“ die Wiederansiedlung der geflohenen Briten in London. Die US-Armee hat den Stadtteil Canary Wharf hermetisch abgeriegelt und gibt den Briten im ehemaligen Bankenviertel eine neue Bleibe. Doch es kommt, wie es kommen muss: durch einen Zufall bricht das Virus wieder aus. Nachdem die Situation vollkommen aus dem Ruder gelaufen ist, läuten die US-Generäle „Code Red“ ein: die Vernichtung jeglichen Lebens innerhalb der Sperrzone.

Frisch in der alten Heimat angekommen, machen sich die beiden Teenager Tammy und Andy auf die Flucht vor der Massenvernichtung. Begleitet werden sie von der Army-Medizinerin Scarlett und dem Scharfschützen Doyle. Gemeinsam suchen sie ein Schlupfloch, um dem sicheren Tod zu entkommen. Nur um zu merken, dass außerhalb der Schutzzone durch ebenfalls flüchtende Virus-Träger auch eine tödliche Gefahr besteht.

andi1.jpegAndy:

Während die englische Fachpresse voll des Lobes war, zeigte sich das deutsche Publikum nach der ersten Aufführung wesentlich skeptischer. Bemängelt wurden vor allem einige Logikfehler, unsinnige Handlungen und der teilweise Verzicht auf Realitätsnähe. Doch gerade in diesem Punkt muss ich widersprechen. Zwar bieten die kritisierten Punkte tatsächlich eine große Angriffsfläche (genauere Details ersparen wir der Spoiler-Freiheit wegen), aber im großen und ganzen zeichnet der Film meiner Meinung nach schon ein sehr realitätsnahes Bild eines zusammengebrochenen England.

Luftaufnahmen von menschenleeren Londoner Straßenschluchten wirken ebenso bedrückend wie US-Panzer in der Nähe bekannter Wahrzeichen. In Sachen atmosphärische Dichte braucht „28 Weeks Later“ sich nicht hinter dem ebenso futuristisch-morbiden London aus „Children Of Men“ zu verstecken. Und hier sind wir auch schon bei dem Punkt, der mir an diesem Film eine ganze Menge Spaß gemacht hat: alles wirkt ziemlich echt. In vielen Situationen dachte ich mir „Genau so könnte es ablaufen.“ Neuankömmlinge wandern auf eine Quarantäne-Station, die nicht futuristisch, sondern real aussieht. Die Umsetzung von „Code Red“ wird in ihrer ganzen Konsequenz detailliert gezeigt – inklusive Sniper-Angriffen auf Hilflose, Napalm-Bombardements und Giftgaswolken rund um Piccadilly Circus. Auch wenn die Hintergrundgeschichte eines Killer-Virus mit Tollwut-Charakter etwas weit hergeholt ist: die Reaktionen auf den Ausbruch einer Seuche wirken real und sorgen für den besonderen Thrill.

Kameratechnisch ist die ganze Hatz sehr gut in Szene gesetzt. Von vielen bemängelt, von mir gelobt: in wirklich actiongeladenen Szenen, in denen die Infizierten wüten, bekommen wir meist nur unscharfe Handkamera-Bilder zu sehen. Ich für meinen Teil finde es gut, dass hier nicht wie etwa in „Hostel“ oder „Saw“ knallhart draufgehalten wird, sondern man das Grauen meist nur aus dem Augenwinkel sieht und sich den Rest selbst denken kann. Blut fließt zudem zuhauf, so dass die barbarischen Angriffe doch gut in Szene gesetzt sind. Außerdem gibt es einige Szenen, in denen der Zuschauer praktisch durch das Zielfernrohr eines Snipers oder durch ein Nachtsichtgerät schaut. Interessante Einstellungen, die dem Film sehr dienlich sind.

Schauspielerisch wird dem Cast nicht wirklich Großes abverlangt, entsprechend sollte man keine Heldentaten erwarten. Die beiden Teens füllen ihre Rolle zwar aus, Zeit für Tiefgang oder gar charakterliche Entwicklung bleibt jedoch nicht. Auch die anderen Charaktere sind halt da, aber nicht wirklich präsent. Einzig Robert Carlyle hat einige wirklich gute Szenen. Sei es drum: in einem Action-Reißer wie diesem erwarte ich keinen furios aufspielenden Sean Connery.

Untermalt wird das ganze Endzeit-Epos von einem düsteren Soundtrack, der von Muse beigesteuert wurde. Ich meine mich jedoch zu erinnern, dass die musikalische Untermalung in der englischen Version etwas auffälliger und abwechslungsreicher war (der „Soundtrack“ zum Trailer war furios, fehlt aber leider im Film selbst).

Wer über kleine Logikfehler hinwegsehen kann und sich gerne auf ein in seiner Gesamtheit durchaus vorstellbares „Was passiert, wenn…“-Szenario einlässt, der bekommt mit „28 Weeks Later“ einen Film, der atmosphärisch sehr dicht ist und viele Spannungsmomente birgt. Meinem Empfinden nach war er besser als der erste Teil, welcher zum Ende hin deutlich abgeflacht ist.

dieliebeinmir-poster2.jpgOriginaltitel: Reign Over Me
Herkunftsland/Jahr: USA, 2007
Länge: 124 Minuten
Kinostart: 16. August 2007
Regie: Mike Binder
Drehbuch: Mike Binder
Darsteller: Adam Sandler, Don Cheadle, Liv Tyler, Jada Pinkett Smith
Genre: Drama
Für Freunde von: In den Schuhen meiner Schwester
Offizielle WebseiteIMDBTrailer

Andys

Inhalt:

Zu Collegezeiten teilten sich die beiden Zahnmedizin-Studenten Charlie Fineman und Alan Johnson ein Zimmer. Nachdem sie sich im riesigen Moloch New York aus den Augen verloren haben, treffen die beiden sich Jahre später per Zufall wieder. Die Wendungen in ihrem Leben könnten unterschiedlicher nicht sein: Johnson hat eine gut laufende Zahnarzt-Praxis und hat Frau und Kinder. Doch unter der Oberfläche brodelt es, denn er würde gerne mehr in seinem Leben machen als Abends mit der Dame des Hauses Puzzles zu lösen. Fineman hingegen wäre froh wenn er Frau und Kinder noch hätte: diese sind saßen bei den Anschlägen vom 11. September in einem der Flugzeuge. Jäh aus der heilen Welt gerissen gab Fineman seine Praxis auf und lebte fortan von der Entschädigung, die ihm die Fluggesellschaft gezahlt hat. Sein Leben nach 9/11 sieht aus wie jenes das eines Jugendlichen: abhängen, essen gehen, Filme gucken, Platten sammeln und Games daddeln. Eine Lebensweise, die auf Johnson einen jugendlichen Charme ausstrahlt. Die beiden zusammengeführten Freunde vertreiben sich gemeinsam die Zeit, was in Johnsons Ehe bald zu einer Krise führt. Wirkliche Probleme hingegen hat natürlich Fineman: versucht Johnson ihn auf die Tragödie seiner Familie anzusprechen, rastet er aus und macht dicht. Johnson merkt, dass Fineman den Schmerz nicht ansatzweise verarbeitet hat und möchte ihm gern helfen, aber das ist gar nicht so einfach.

andi1.jpegAndy:

Dieser Film sorgt für eine große Überraschung: Adam Sandler, der bisher eigentlich nur in harmlosen Komödien aufgefallen ist, taugt auch zum Charakter-Darsteller. Zumindest braucht er sich hinter dem oscar-nominierten Cheadle („Hotel Ruanda“) nicht zu verstecken. Im Gegenteil: die Rolle des verhärmten Introvertierten verlangt ihm noch wesentlich mehr ab als seinem Kollegen. Sandler schafft es beim Zuschauer Mitgefühl zu wecken und als ernstzunehmender Schauspieler zu überzeugen.

Dabei fällt das teilweise gar nicht so leicht: dass Finemans Familie ausgerechnet am 9/11 stirbt, soll vermutlich beim Publikum noch einen besondern „O! I see…“-Bonus bewirken und zusätzliche Betroffenheit erzeugen – für die Story an sich spielt die Todes-Art keinerlei Rolle. Auch die Problemchen des frustrierten Zahnarztes werden für meinen Geschmack etwas zu plakativ dargestellt. Dass in der Ehe etwas nicht ganz richtig läuft, hätte man auch subtiler darstellen können als mit einer gemütlichen Puzzle-Runde am Wohnzimmertisch. Zumal Jada Pinkett-Smith für einen solch tristen Alltag einfach viel zu attraktiv scheint. Da hätte eher ein Mauerblümchen gut getan anstatt dieser absoluten Klassefrau.

Trotz solch kleiner Macken kann der Film aber durchaus überzeugen und berühren. Wenn die beiden College-Freunde gemeinsam eine Jam-Session machen und somit ihre Jugendfreundschaft wieder entdecken, gibt’s ein wohliges Kribbeln in der Magengegend. Johnson blüht durch die kindliche Spontaneität von Fineman dermaßen auf, dass es eine wahre Freude ist, den beiden beim „Abhängen“ zuzusehen. Wenn Fineman dann – soviel sei verraten – beginnt sich mit dem Verlust seiner Familie auseinanderzusetzen, geht das teilweise sehr tief unter die Haut.

Sandler spielt den in sich gekehrten, wortkargen und teils verwirrten Vagabunden, ohne ihn in die Kategorie des Volldeppen abrutschen zu lassen. Teils lockern ein paar flotte Sprüche und lustige Sequenzen den Film erfreulich auf, ohne ihm aber eine zu starke komödiantische Note zu geben. Das Drama steht hier klar im Vordergrund, verstärkt durch einen fabelhaften und stimmigen Soundtrack.

Es ist immer ein großes Wagnis die Themen Trauer und Komödie in einen Film zu fassen. Während es in „Lieben und lassen“ erst jüngst ziemlich daneben ging und ebenso kürzlich in „Sterben für Anfänger“ einen wesentlich stärkeren Hang zur Komödie hatte, kann „Die Liebe in mir“ nun vollends überzeugen: als ein ruhiger, nachdenklicher Film rund um die Themen Trauer, Lebensfreude und Freundschaft. Die pointierte Komik ist ein gelungenes Sahnehäubchen, das den Film vor einem depressiven Tränenmeer schützt.

Zwar nur zu zweit, aber dafür wieder alle Neustarts in der Besprechung, 3 Filmkritiken und einige News aus der Justiz-Szene: Schickt uns euer Feedback.

RSS-Feed für PodcastEinklickabo via iTunesNerdtalk bei podster

Den Rest, bitte…

Seite 156 von 170« Erste...102030...154155156157158...170...Letzte »