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Transformers: Dark of the Moon - Filmkritik und alle Infos

Transformers: Dark of the Moon

Quick Facts

Kinostart:

Regie: Michael Bay
Drehbuch:
Darsteller: Rosie Huntington-Whiteley, Shia LaBeouf, Tyrese Gibson

Laufzeit: 2:34 Stunden

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Kurzinhalt

Auf Cybertron herrscht Krieg zwischen den Autobots und den Decepticons. Der Anführer der Autobots, Sentinel Prime, versucht mit einer Technologie, die den Krieg endgültig beenden kann, zu flüchten, aber sein Raumschiff wird angeschossen. Es fliegt unkontrolliert durch das All und schlägt auf dem Mond ein. Der Menschheit bleibt dies nicht unbemerkt und die Amerikaner gewinnen den Wettlauf gegen die Russen: Sie landen auf dem Mond und stellen fest, dass der Mensch nicht allein im All ist.
Jahrzehnte später arbeiten die Autobots für das Militär und finden eine Brennstoffzelle ausserirdischen Ursprungs. Optimus Prime identifiziert sie als ein Teil des Raumschiffs und sie holen Sentinel Prime auf die Erde. Doch auf einmal erscheint Decepticon Shockwave und greift die Autobots, die Brensstoffzelle und die Menschheit an – der Kampf um den Weltfrieden beginnt erneut. Kann Sentinel Primes Technologie zur Kriegsentscheidung beitragen?


Erwähnt in

  • Nerdtalk Episode 210
  • Nerdtalk Episode 209
  • Trailershow: Transformers: Dark of the Moon, Jackass 3.5, Behind the Walls
  • Trailershow (2/2): Arthur Christmas, Transformers: Dark of the Moon, Thor, RIO, Vanishing on 7th Street, TRON: Legacy – Low Rez
  • 8/10

    Man merkt es schon an der Inhaltszusammenfassung: Der Film hat unerwartet viel “Geschichte”, wobei der Begriff bewusst in Anführungsstriche gesetzt ist: Natürlich ist Transformers wilde Animations-Filmschlacht. Aber er hat eben genau für dieses Genre einen interessanten Storyverlauf, der sogar einen Hauch von Spannung abseits der Klopperei generiert.

    Aber mal von vorn:
    Man kann den Film sehr gut in zwei Teile gliedern: Der erste Teil ist recht storylastig. Er handelt von der Inszenierung der Mondlandung, den alltäglichen Problemen, die sich Sam (Shia LeBouf) ausgeliefert sieht, und der Arbeit der Autobots, die ihre Dienste nun dem Militär zur Verfügung gestellt haben. Auch, wenn die Autobots Teile des Raumschiffs finden und Sentinel Prime retten, geht es weiterhin eher gemäßigt zu. Zwar gibt es hier und da ein bisschen Ballerei und Keilerei, die legt sich aber nach wenigen Minuten schon wieder. Das Kompetenzgerangel zwischen Sam und Charlotte Mearing (Frances McDormand), die als Direktorin der Nachrichtendienste wider besseren Wissens die Existenz von den Autobots leugnet, ist da schon ein kleines Highlight. Doch wer Charaktertiefgang oder -entwicklung erwartet, der ist in diese Film komplett falsch. Alles schön auf Oberflächenniveau, bloß nicht in die Tiefe gehen. Interessant: Ken Jeong, der Japaner aus Hangover 1 und 2, hat einen kleinen Auftritt, auch, wenn seine ausgeflippte Art eher weniger in den Film reinpasst.

    Der zweite Teil weiß schon eher zu überzeugen, ach was sage ich, der zweite Teil weiß so richtig zu überzeugen. Fette Kämpfe, das Metall fliegt nur so, endlich das, was man von einem guten Transformers-Film erwartet. Spannend ist hier die Frage: Kommt man bei den schnellen Schlachten überhaupt hinterher? Die verblüffende Antwort: Ja. Wichtige Combos oder coole Moves werden ganz im Bullet-Time-Stil in Zeitlupe gezeigt, nur um Sekunden später wieder in die Realgeschwindigkeit überzugehen. So hat man immer einen Überblick und kommt eigentlich ganz gut hinterher. Der zweite Teil des Films ist einfach nur Augenporno (Michael Bay, muss ich mehr sagen?), mit fettem Bass unterlegt kracht und rummst es um einen nur, dass es eine wahre Freude ist.

    60% des Films wurden mit echten 3D-Kameras gedreht, 15% komplett digital und der Rest von 2D in 3D konvertiert. Für mich lässt 3D-Effekt durchgehend etwas zu wünschen übrig, hier fehlte mir sowohl die Tiefe als auch der Effekt in den Zuschauerraum hinein. Selbst eine Glassplitterszene mit anschließendem Fall, die 1:1 aus “Resident Evil: Afterlife” hätte stammen können, konnte im Vergleich zur Vorlage nicht überzeugen. Wenn man sich aber mal in anderen Kritiken umschaut, scheine ich damit einer Minderheit anzugehören.
    Megan Fox’ Ersatzfreundin für Sam (Rosie Huntington-Whiteley) spielt ihre Rolle im Rahmen der Möglichkeiten, die aber angesichts des Genres eher gering ausfallen. Platter Charakter, jederzeit hochglänzend geschminkt und sich nicht zu schade, einem gefallenen Transformer mitten im Kampfgefecht mal die Meinung zu geigen. Nun gut: Wichtiger sind ja sowieso die Transformer-Kämpfe.

    In der Summe kann man mit dem Film schon zufrieden sein, ich würde ihn als besten der Trilogie bezeichnen: Die Story am Anfang ist ungewohnt, aber gut umgesetzt, die Kämpfe übersichtlich und so manchen (wenn auch recht einfach vorhersehbaren) Twist hat der Film auch noch in Petto. Perfektes Popcorn-Kino, das auch in 2D Spaß macht, aber ohne fette Sorround-Sound-Anlage seine Trümpfe nicht ausspielen kann.

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    7 Kommentare

    1. onkelmicha sagt:

      Hallo, leider kann ich mich dieser Kritik überhaupt nicht anschliessen! Der Film ist total lahm! Viele Ideen sind aus anderen Filmen geklaut worden (Skyline, Dune, James Bond etc.) Bei der Vorstellung eines Autobots konnte ich mir nur an den Kopf fassen… (ich nenn ihn mal nicht, will ja nicht spoilern…) Der Megan Ersatz spielt (schlecht) nur ihren Körper, da war sonst rein gar nichts… Selbst eine Slow Motion Aufnahme sah schlecht nachgeahmt aus! Außerdem erinnerte sie mich stark an Cameron Díaz (mag ich auch nicht)!

      Ich habe wirklich nur gutes Popcorn-Kino erwartet und bin -trotz der Actionszenen- derbe enttäuscht worden! Mir wurde zwar eine 3D Brille ausgehängt und vor Filmbeginn kam ein Hinweis, dass ich die Brille aufsetzen soll, aber die Brille muss defekt gewesen sein! Null 3D Effekt! Bei dem Film hätte ich, vor allem in den Actionszenen, viel viel mehr erwartet…

      Mit ganz ganz viel Wohlwollen würde ich dem Film 4 Punkte geben!

      Lars, bitte übernehmen Sie… ;-)

    2. phil sagt:

      Was mich besonders begeisterte, war die Szene im Hochhaus. Toll inszeniert und dadurch, dass der Film durchaus eine geraume Zeit in dieser Szene verweilt und verschiedene Spannungsspitzen generiert, auch besonders erwähnenswert.

      Mit 3D und dem Megan Fox-Ersatz (wie hiess sie nochmal? Egal!) stimme ich dir vollkommen zu. Beruhigt mich, dass ich nicht allein damit bin ;-)

    3. onkelmicha sagt:

      Siehst du… Du stimmst mir zu! Da soll es noch so eine Trilogie geben, die allerdings wohl ein wenig längere Laufzeit hat, dafür aber insgesamt VIEL besser sein soll… Ach, verdammt ich komm nicht auf den Namen… ;-) Da spielt übrigens keine billige megan fox Kopie mit!

    4. Eric sagt:

      @Phil: Rosie Huntington-Whiteley siehe: http://goo.gl/BF2wA
      ;-)

    5. onkelmicha sagt:

      Hey, dann haben wir ja jetzt den Namen der Top-Favoritin der goldenen Himbeere 2011! ;-)

    6. phil sagt:

      @Eric Danke, aber da ich den Namen ja auch in der Kritik geschrieben habe, habe ich mit der Frage nur die Bedeutungslosigkeit ihrer Rolle/Person in den Vordergrund stellen wollen.

      Ist mir gut gelungen. Not!

    7. Jens sagt:

      Mir hat diese “wie heißt sie noch mal” ebenfalls gar nicht gefallen. Im Ganzen fand ich den Film gut und er hat mich unterhalten. Viele Szenen in Slowmotion waren für mich super beeindruckend.
      Seltsam und irgendwie hat mich dieses Detail extrem gestört. Autobots, so extrem hoch entwickelt und können so viel, sind aber nicht in der Lage, Bumblebees Spracheinheit zu reparieren?!

      Die 3D-Effekte kann ich nicht beurteilen, da ich mich dem 3D-Blödsinn total verweigere.
      Allgemein meine Meinung zu 3D: Lieber sollte man bessere Filme drehen, als eine schlechte Story mit tollen Effekten zu “vertuschen”.

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