Gullivers Reisen – Da kommt was Großes auf uns zu


Filmposter: Gullivers Reisen – Da kommt was Großes auf uns zuRegie:
Drehbuch:
Darsteller: , ,

Kinostart D: (FSK 6)
Kinostart US: (PG)
Originaltitel: Gulliver's Travels
Laufzeit: 1:25 Stunden

Filmkritik zu “Gullivers Reisen – Da kommt was Großes auf uns zu”

3/5 von Phil

Jack Black ist schon eine komische Figur: Mit Filmen wie “Year One” oder auch “Nacho Libre” hat er bewiesen, dass er des … ja, des unterirdischen Humors durchaus fähig ist. Auf der anderen Seite gibt es Alltime-Klassiker wie School Of Rock oder auch Tenicious D. Irgendwo dazwischen findet sich Gullivers Reisen ein.

Die Idee, Gullivers Reise zu verfilmen ist nun nicht gerade neu, aber mit Jack Black in der Hauptrolle wird die Sache zumindest sehr interessant. Und so fehlt weder der typische Männerhumor, der aus Pupsen und Wampe schlagen besteht, noch kann sich KISS von dem Film fernhalten und überzeugt mit einem kleinen Auftritt. Typisch Jack Black eben. Es wäre wohl auch geradezu ein Ding der Unmöglichkeit, dass Jack Black nicht seine Liebe zur Musik in einem Film unterbringt.

Auch sein umfangreiches Filmwissen kann in dem Film perfekt eingebracht werden: Schließlich will Gulliver im Land Lilliput fett auftrumpfen und was liegt da näher, als seinen Lebenslauf mit den dramatischsten Szenen der Filmgeschichte anzureichern?

Für Nerds wird der Film also durchaus sehbar werden, auch, wenn der wahre Nerdtum ala “Fanboys” dann doch fehlt. Für Komödienliebhaber ist der Film dann doch eher weniger zu empfehlen, denn die Witze bewegen sich dann doch eher auf niedrigem Niveau. Männerhumor halt: Wir brauchen nicht viel, um glücklich zu sein…

In der Summe bleibt in Film, der sehbar ist und für den sich Jack Black nicht schämen braucht. Aber wer einen Blockbuster erwartet, der wird wohl dann doch eher enttäuscht sein.

Genießbare Filmkost, die nicht gerade im Kino konsumiert werden muss.

Filmkritik zu “Gullivers Reisen – Da kommt was Großes auf uns zu”

2/5 von andreas

Eigentlich wurde für mich mit dieser Darsteller-Riege ein kleiner Traum wahr. Es gibt wahrlich nicht viele Darsteller, die ich für ihre außergewöhnliche Art am liebsten dauernd knuddeln würde – drei ganz besondere Vertreter vereinen sich aber in “Gullivers Reisen”. Da hätten wir Jack Black, seit “School Of Rock” und “Tenacious D” über jeden Zweifel erhaben. Hinzu kommt Jason Segel, dessen Rolle des Marshall in “How I Met Your Mother” zu den besten Buddies aller Zeiten gehört. Abgerundet wird der “Dream-Cast” (nur Nerds erkennen das Wortspiel…) durch Chris O’Dowd, seines Zeichens Roy aus “The IT-Crowd” und ebenso ein Charakter, den man nur lieben kann.

Zuerst einmal ist es schade, dass dieser Film nicht in der OV läuft, denn alle drei Hauptdarsteller können durch die Synchronisation nur viel von ihrer besonderen Art verlieren. Und so ist es auch: an vielen Stellen musste ich mir fast vor Schmerzen auf die Lippen beißen weil ich im Hinterkopf ewig ein “Boah, wie super hätte das mit der Originalstimme gewirkt!” hatte. Gerade Segel und O’Dowd sind ohne die Originalstimmen nicht mal halb so viel wert.

Leider hätte wohl auch das Original den Film nicht wirklich erwähnenswert besser gemacht. Die Story ist zu platt und ohne Überraschungen, die Witze beschränken sich auf derben Schenkelklopfer-Humor, so dass ich ihn nicht mal guten Herzens für eine Sichtung der DVD im Heimkino empfehlen kann. Schade, denn die Romanvorlage von Jonathan Swift war eine wegweisende Gesellschafts-Satire. Davon ist im Film leider überhaupt nichts übrig geblieben.

Natürlich sollte man bei solchen Streifen nicht gerade mit der Logik-Keule schwimmen, aber wenn die Lilliputaner so tolle Baumeister sind, dass sie binnen kürzester Zeit für ihren neuen Volkshelden Robinson ein gigantisches Luxus-Loft samt riseiger Kaffeemaschine & Co. bauen können, fragt man sich schon, warum diese grandiosen Baumeister so hilflos einem Feind ausgesetzt sein können.

Auch die Kritik an der heutigen Popkultur kommt ziemlich kurz. Einzig eine Szene, in der die Lilliputaner den Times-Square nachbauen und mit Gulliver-konformen Plakaten (“G-Pad”, “Gulvin Klein”) schmücken, kann einen ein wenig aus der Lethargie des Films aufwecken.

So mancher Wortwitz mag im Original nicht so kläglich versagt haben wie in der deutschen Version – für mehr als ein zusätzliches Sternchen dürfte es aber auch dort nicht reichen.

Kurzum: beim Lesen der Besetzungsliste hieß es bei mir “Boah!”, nach Sichtung des Films ist da nur noch ein “Booooring!”.

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