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Filmkritiken

Filmkritik “Wickie und die starken Männer”

Inhalt:
Wer kennt Wickie nicht? Der schlaue Wikingerjunge, der anstatt mit Muskelkraft die Probleme mit Köpfchen löst und damit seinem ganzen Stamm voraus ist. Michael “Bully” Herbig hat nun eine Realverfilmung veröffentlicht, in der Fans Wikie in Fleich und Blut sehen können.
Nach einem feuchtfröhlichen Fest aufgrund der unglaublichen Beute, die die Wikinger gemacht haben, sind auf einmal alle Kinder des Dorfes weg. Es stellt sich heraus, dass der böse Pirat Pokka die Kinder entführt hat: Denn nur ein Kind, das nie gelogen hat, kann die Fanfare der Geister blasen, um so den sagenumwobenen Schatz einer Insel ans Tageslicht zu befördern. Aber das lässt sich der Wikingerstamm nicht auf sich sitzen und reist den Piraten hinterher. Im Gepäck: Wickie, denn er konnte den Piraten entgehen – und seinen klugen Kopf können die Wikinger gut gebrauchen. Den Rest, bitte…

Filmkritik “Die Entführung der Pelham 123″

Story:
Walter Garbers Tag begann so normal: 8 Stunden ein paar U-Bahnen in durch das verzweigte Netz von New York lotsen und dann nach Hause. Doch heute sollte alles anders sein: Die Pelham 123 bleibt mitten auf der Strecke stehen. Beim Anfunken meldet sich nicht der gewohnte Bahnführer. Stattdessen sendet Ryder aus dem Führerstand und erpresst die Stadt New York: Eine Stunde Zeit, dann sind 10 Millionen Dollar da. Ansonsten stirbt jede Minute später ein Passagier.

Der einzige Mensch, mit dem Ryder sprechen möchte, ist Walter. Als die Geldübergabe ebenfalls durch ihn stattfinden soll, zieht sich die Schlinge zu.


Als erstes fällt der kreativ moderne Schnitt ins Auge, der mit seiner plakativen Art mehr stört als unterstützt: Die krassen Schnitte zwischen ruhigem Fahrdienstleitergesprächen und postmodernem HipHop mit Pseudo-Coolness “in da tube” wirken wie Feuer und Wasser: Gewollt, aber nie gekonnt. Unterstützt durch vollkommen überlaute, hochfrequente Fahrgeräusche in solchen Szenen (was nicht dem Kino anzulasten ist!), startet der Film auf einer schlechten Basis.

Nachdem ein grausiger Anfang endlich hinter sich gebracht wurde, beginnt die Geschichte (im wahrsten Sinne des Wortes) Fahrt aufzunehmen. Hierbei fällt besonders John Travolta als Entführer mit schizophrenen Zügen positiv auf: Anstatt einen stereotypen Bösewichten darzustellen, tendiert der Zuschauer teilweise sogar zu Sympathie. Es entbrennt ein Psychospiel, das zwar niemals die Tiefe von Charakterstudien wie “Ein Mord für zwei” erreicht, aber doch erfrischend unerwartet die Geschichte am Leben erhalten kann.
Problematisch wird der Film erst, wenn er in gewohnte Schmata zurückfällt: Einfach gestrickte Story, Logiklücken an vielen Stellen und ein schmerzlich empfundener Pathos zum Ende des Films sind da nur die geringesten Merkmale, die den Filmspaß trüben.

Aber irgendwie bleibt doch etwas hängen: Ein netter Film für einen DVD-Abend, aber auch nicht viel mehr. Zwar hebt sich dieser Film etwas von der Masse der Filme ab, aber einen Meilenstein erreicht er nicht.


Nein, man kann wirklich nicht sagen, dass ich Tony Scott nicht mag. „Deja Vu“ war für mich einer der wirklich guten Actionfilme der letzten Jahre und selbst seinen Film „Domino“ habe ich sehr gemocht, ganz zu schweigen von „Spy Game“. Aber was er uns hier mit „Pelham 123“ abliefert ist ein echter Rückschritt. Wirklich schlecht ist der Film sicherlich nicht, aber für mich doch sehr unterdurchschnittlich.

Los geht es mit der teils sehr schwachen Synchronisation. Natürlich kann Travoltas deutscher Sprecher nichts dafür, dass seine Stimme ähnlich harmlos klingt wie in „Guck mal wer da spricht“. Traurig finde ich es trotzdem wenn John Travolta augenscheinlich eine wirklich gute Performance hinlegt, in das Funkgerät hineinbölkt als gäbe es kein Morgen – und in der deutschen Synchro die Stimme nur mal ein wenig angehoben wird. Da schreit sich keiner die Seele raus. Allein dadurch verliert der Charakter des Bösen doch viel von seinem diabolischen Reiz.

Mein größtes Problem mit dem Film: er begeht einen Fehler, der zwar so manchem Film unterläuft, der aber nicht auch noch im Film selbst angesprochen wird – Logiklöcher. (Kleiner Spoiler ahead) Es ist schon fast als dämlich zu bezeichnen wenn das Lösegeld per Polizeiwagen durch die Straßen von New York kutschiert werden soll. Schon Jimi Hendrix sang „Cross-town traffic – so hard to geht through to you“. Wenn dann allerdings der Herr Bürgermeister auch noch die Frage stellt: “Warum nehmt Ihr dafür denn nicht den Hubschrauber?” kann man sich doch nur noch an den Kopf packen. (Spoiler-Ende). Fazit: da hat wohl einer gemerkt, dass die beiden Hauptdarsteller mit ihren Dialogen nicht so viel reißen können wie Walter Matthau im Original. Scotts Gegenmittel: einfach mal ein wenig Action einbauen, auch wenn’s gegen die Logik verstößt. So hat man in diesem doch recht dialoglastigen Film immerhin mal ein paar Autocrashes untergebracht. Recht so…

(Spoiler ahead) Der eigentliche Twist zum Ende hin ist auch sehr offensichtlich, fragt man sich doch schon recht früh, warum ein prolliger Schwerverbrecher mit einem Wortschatz auf Olli-Geissen-Niveau regelmäßig die Börsenkurse checkt. Die Überraschung am Ende bleibt somit aus. Nix mit „Hoho, das ist ja gewitzt!“ (Spoiler-Ende).

Und auch wenn ich gerade „Domino“ wegen seiner mannigfaltigen optischen Effekte sehr genossen habe, so muss ich doch sagen, dass Scott es bei „Pelham 123“ ein wenig übertrieben hat. Hier und da ein wenig mehr Konzentration auf die Darsteller als auf die Optik hätten dem Film sehr gut getan. Gerade stundenlange Verhandlungen mit Entführern kann man auch ohne andauerndes Schnitt-Bam-Bam-Bam sehr bedrückend darstellen. Hier ging es leider viel zu oft um den schnell konsumierbaren Effekt als um die Entwicklung der Charaktere untereinander.

Wirklich gut hingegen waren die ersten fünf Minuten. Hier macht die schnelle Schnittfolge sogar Sinn, wird New York doch – hervorragend untermalt von Jay-Zs „99 Problems“ übrigens – als dynamische, pulsierende Stadt dargestellt. Und auch Travolta sah im ganzen Film nie cooler aus als in den ersten paar Minuten. Fazit: eigentlich nur was für GoldCard-Besitzer, die gerade mal ein paar Minuten Zeit haben – nach den ersten fünf Minuten wieder rausgehen. Der Rest ist eh sehr schnell vergessen.

Filmkritik "Short Cut to Hollywood"

Inhalt:
Schon seit seiner Kindheit plant Johannes den ganz großen Durchbruch – international. Sein definiertes Ziel: Sich in die Ruhmeshalle der Unsterblichen wie Elvis, John Lennon und Jimi Hendrix einzureihen. Seine Planung hierfür steht bereits: Mit mehr schlechter als rechter Musik will er die Massen begeistern.
Da es mit der Musik nicht ganz klappt, wandert Johannes mit seinen Freunden nach Amerika und nennt sich „John F. Salinger“. Aber weil ein Name nicht alles ist, lässt er sich den Finger amputieren, um Medienaufmerksamkeit zu erhaschen. Doch seine mutige Tat geht ungesehen unter.
Erst durch einen wagemutigen Auftritt kann er das Interesse auf sich ziehen und endlich seinen lang angestrebten Plan in die Tat umsetzen: Die gesamte Welt soll live im Fernsehen mit verfolgen, wie John F. Salinger stirbt.

Den Rest, bitte…

:(
Den Rest, bitte…

Filmkritik “Die Frau des Zeitreisenden”

Inhalt:
Henry DeTamble führt ein außergewöhnliches Leben: er ist ein Zeitreisender. Aus unerfindlichen Gründen verschwindet er immer wieder in einem Jahr, um Sekundenbruchteile später in der Zukunft oder Vergangenheit wieder aufzutauchen. Dumm nur, dass er über diese fantastische Fähigkeit keinerlei Kontrolle hat. Und so gestaltet sich das Zusammenleben mit Freundin Clair auf denkbar schwierig. Wie verhält man sich als Frau, wenn der eigene Mann aus unerfindlichen Gründen auf einmal für Wochen spurlos verschwunden ist, obwohl er gerade noch den Esstisch gedeckt hat?
Den Rest, bitte…

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