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Der letzte schöne Tag – TV-Film-Kritik
Geschrieben von andreas am 17. Februar 2012 || keine Kommentare

Der Bauunternehmer Lars Langhorst (Wotan Wilke Möhring) freut sich über den ersten schönen Tag des Jahres, weil er endlich seine Bauprojekte in Angriff nehmen kann. Doch für ihn wird dieser erste schöne Tag auch zugleich der letzte: er erhält die Nachricht, dass seine unter Depressionen leidende Frau (Julia Koschitz) sich das Leben genommen hat. Von nun an ist er mit seinem sechsjährigen Sohn und seiner 14jährigen Tochter allein. Doch wie bringt er es den Kindern bei? Und wie soll er die ganze Sache mit der Trauer und der Beerdigung und der Leere schaffen? Den Rest, bitte…
Vater, Mutter, Mörder – TV-Film-Kritik
Geschrieben von andreas am 15. Februar 2012 || keine Kommentare

Als der Fotojournalist Tom (Heino Ferch) am Tatort einer augenscheinlichen Familientragödie ankommt, bricht für ihn eine Welt zusammen. Die Eltern einer Mitschülerin seines Sohnes Lukas (Merlin Rose) sowie dessen bester Freund sind einer grausamen Bluttat zum Opfer gefallen. Doch damit nicht genug: als Täter kommt Lukas in Frage. Den Rest, bitte…
Neue Rubrik: der Media Monday
Geschrieben von andreas am 13. Februar 2012 || 3 Kommentare

Öfter mal was Neues im Blog! Wer die letzten Tage häufiger mal hier hereingeschaut hat, dem wird vielleicht aufgefallen sein, dass sich hier wieder ein wenig mehr tut. Ein paar Filmkritiken, der alljährliche Bericht von der Eröffnungsgala der Berlinale, eine Kolumne zum Thema „TV-Filme“ und auch die Trailershow ist wieder da. Zumeist halten wir uns bei Veröffentlichungen an ein bestimmtes Schema: Sonntags Trailer-Show, Mittwoch TV-Tipps, Donnerstag die neue Episode des Podcasts und zum Wochenende hin dann meist in loser Folge Filmkritiken. Auf dem Montag lag bisher selten was. Das wird sich nun ändern: ich mache mit beim „Media Monday“ des Medienjournals. Hier werden pünktlich zum Wochenbeginn jeweils sieben Statements mit Platzhaltern serviert, die vom jeweiligen Blogger auszufüllen sind. Da sich die Fragen immer auf das Thema „Film“ beziehen und wir da noch ein prominentes Plätzchen in unserer Artikelplanung parat haben, gibt’s hier ab heute meine Antworten dazu. Und wer weiß: vielleicht schließen sich ja die anderen Nerdtalker an und tickern ihre Meinung dazu. Vielleicht mag der eine oder andere von Euch ja auch mitmachen, egal ob im persönlichen Blog oder „nur“ in unseren Kommentaren.
Und los geht’s (meine Antworten übrigens in kursiver Schrift).
1. Der beste Film mit Sam Rockwell ist für mich “Moon”. In diesem Quasi-Kammerspiel, das einzig und allein von einem Darsteller getragen wird – eben Sam Rockwell – hat dieser die Möglichkeit zu zeigen, was für ein fabelhafter Darsteller in ihm steckt. Und meiner Meinung nach meistert er das Kunststück, einen Film ganz allein zu tragen, mit Bravour. Auf meiner To-See-Liste steht auch noch „Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford“ weit oben, in der Rockwell auch mitgewirkt hat – allerdings nur in einer Nebenrolle.
2. Lars von Trier hat mit „Melancholia“ seine beste Regiearbeit abgelegt, weil ich das von vielen Seiten gehört habe… Ja, doofe Begründung, aber den Film habe ich leider im Kino verpasst. Und so abstoßend ich von Triers „Antichrist“ fand, so nachhaltig ist er mir durch seine Düsternis und Perversion in Erinnerung geblieben. Von daher freue ich mich sehr auf „Melancholia“, dem ich sehr viel Potenzial zutraue.
3. Der beste Film mit Emma Roberts ist für mich “Twelve″. Bis vor zwei Jahren spielte die Roberts nur in unterdurchschnittlichen Pupskomödien mit, daher ist sie mir bisher nie aufgefallen. Und Emma Roberts ist eher eine von den Schauspielerinnen, die ich überhaupt nicht auf dem Radar habe.
4. Welcher Film-Soundtrack oder Score hat euch am meisten oder nachhaltigsten begeistert?
Da fällt mich spontan der Soundtrack zu „Finding Neverland“ („Wenn Träume fliegen lernen“) ein, den ich gerade in den dunklen Monaten doch sehr häufig höre, weil diese beschwingte und positive Musik die Fähigkeit hat, mein Gemüt ordentlich aufzuhellen. Eigentlich bin ich nicht so der Freund von Kinderchören, aber so wohl dosiert wie hier kann ich davon gar nicht genug bekommen. In den letzten Jahren habe ich meinen Musikkonsum eh ein wenig auf diverse Soundtracks hin ausgelegt, da sie für mich eine gute Untermalung zum konzentrierten Arbeiten darstellen – anders als Musik mit viel Gesang. Von daher kann ich noch den Soundtrack von „The Departed“ empfehlen, dessen Hauptthema bei mir einen sehr großen Mitsumm-Faktor hat. Für ruhige Stunden wähle ich gerne die behutsamen Klavierklänge von „Unfaithful“ (“Untreu”). Weiteres Highlight ist „Das Parfüm – Die Geschichte eines Mörders“, der mal orchestral, mal ganz minimalistisch daherkommt und die verschiedenen Stimmungen des Films gut transportiert. Wenn es um einen Soundtrack geht, der mich bei der Sichtung eines Films im Kino beeindruckt hat, dann führt kein Weg an „Tron:Legacy“ vorbei. Was Daft Punk da abgeliefert haben ist bombastisch! Allein wegen des genialen Soundtracks hätte ich den Film gerne noch ein zweites Mal im Kino gesehen. Aber auch zuhause büßt der Sound nicht viel von seiner Durchschlagkraft ein.
5. Den einen sind deutsche Filme verhasst, wieder andere können mit Hollywood-Produktionen nichts anfangen, den nächsten ist Bollywood ein Greuel. Gibt es (nicht nur länderspezifische) Sparten, denen ihr absolut nichts abgewinnen könnt?
Auch wenn die Traumfabriken Indiens vom Wirtschaftsvolumen her Hollywood in die Tasche stecken können, hat sich mir der Reiz des Bollywood-Films nie wirklich erschlossen. Vermutlich sind unsere Kulturkreise einfach zu verschieden. Deswegen verdamme ich diese hochromantischen Tanz-Sing-Liebesfilme nicht, aber ich ignoriere sie weitestgehend.
6. Buddy-Komödien müssen ab und an auch mal sein. „Die etwas anderen Cops“ haben mir gut gefallen, die fast uneinholbare Referenz ist und bleibt aber „The Hangover“.
7. Mein zuletzt gesehener Film war „Die Vergessenen“ und der war für mich persönlich absolut sehenswert, weil Julianne Moore mitgespielt hat. Für mich eine der tollsten Frauen vonne Welt. Der Film an sich fing zwar vielversprechend an, verlor sich zum Ende hin aber ein wenig zu sehr in Mystery-Quatsch. Schade drum, der Plot an sich war sehr interessant. Filmkritik folgt.
The Descendants – Filmkritik
Geschrieben von andreas am 13. Februar 2012 || keine Kommentare

Matt King (George Clooney) hat es momentan nicht leicht. Seine Frau liegt nach einem Unfall im Koma, er muss sich allein um die zwei Kinder kümmern und bekommt zudem noch mit, dass das Eheleben unvermutet noch rissiger war als von ihm angenommen. Hinzu kommt, dass er vor dem größten Geschäftsabschluss seines Lebens steht: im Namen seiner Familie soll er geerbtes Land – eine riesige Bucht, die zu einem Holiday-Resort ausgebaut werden soll – an einen Investor verkaufen. Ist ´ne ganze Menge Holz auf einmal… Den Rest, bitte…
Ich glotz TV!
Geschrieben von andreas am 12. Februar 2012 || 4 Kommentare

Letzens waren wir im Kino. “The Descendants” erzählt die Geschichte eines Mannes, dessen Frau im Koma liegt und vielleicht nie wieder aufwacht (Kritik geht morgen online). Als ich aus dem Kino komme, denke ich: “Ja, war ganz okay und teilweise auch rührend. Aber Clooney braucht dafür nicht zwingend den Oscar zu bekommen. Auch andere Oscars sehe ich für den Film nicht unbedingt.”
Weil der Film und das triste Wetter einen eh schon in so eine melancholische Stimmung gebracht haben, gab es zuhause gleich noch einen dramatischen Fernsehfilm: “Der letzte schöne Tag”. Hier sehen wir Wotan Wilke Möhring, als Ehemann, dessen Frau sich aufgrund einer schweren Depression das Leben genommen hat. Fortan muss er sich allein um seine beiden Kinder (14 und 7 Jahre alt), die Beerdigungsformalitäten und irgendwann auch um seine eigene Trauer kümmern. Und, was soll ich sagen: Der TV-Film hat mich wesentlich mehr berührt als der Oscar-Anwärter “The Descendants”.
Ich weiß, dass ich im Nerdtalk-Kollegenkreis als der “arte- und 3sat-Gucker” verschrien bin, weil ich der einzige im Team bin, der anscheinend auch mal einem Fernsehfilm eine Chance gibt, ohne dabei einer Empfehlung zu folgen. Aber ich muss sagen, dass ich damit ganz gut fahre. Gerade erst hat mir auch “The Firm” wieder bewiesen, dass auch Fernsehfilme in Produktion und Drehbuch überzeugen können. Es muss nicht immer der fette Budget-Brocken mit Kino-Auswertung sein. Gerade was Dramen – und ja, teilweise auch historische Filme fernab vom Nico Hofmann-Schmonz a la “Die Fluch” – angeht, kann sich das hierzulande ausschließlich fürs Fernsehen produzierte durchaus sehen lassen.
Auch wenn es eine undankbare Aufgabe ist, die ich mir selbst auferlegt habe, aber ich setze mich gerne für die GEZ-Gebühren ein. Wirklich! Für nicht mal 20 Euro im Monat bekomme ich ein breitgefächertes Themenangebot, das auch Randgruppen bedient. Natürlich rege auch ich mich über stundenlange Wintersport-Übertragungen auf und ebenso frage ich mich, warum sowohl ARD als auch ZDF jeweils eigene Sendestudios haben. Denn ehrlich gesagt: so was wie die Hochzeit von Kate und Willie, wo beide Sender stundenlang berichtet haben, hat für mich nichts mit Erfüllung des öffentlichen Auftrags zu tun. Das ist dann eher geplante Redundanz. Aber ich freue mich auch häufig, dass mir die öffentlich-rechtlichen Sender auch meine ausgefallenen Interessen bedienen – anders als die Privatsender.
Was man gerne mal aus den Augen verliert, wenn man im Zuge der GEZ-Debatte das Totschlag-Argument “Das guckt doch eh keiner” bringt: klar guckt das einer! Vergleiche: “Der letzte schöne Tag” wurde laut Einschaltquote von 5,7 Millionen Menschen gesehen. Der Oscar-Nominierte “The Descendats” – immerhin mit dem sicher nicht ganz so günstigen George Clooney in der Hauptrolle – kratzt nach 2 Kinowochen gerade mal an der 300.000-Zuschauer-Marke.
Natürlich erzeugt ein Kinofilm zu einem gesellschaftlich relevanten Thema im Feuilleton mehr Aufsehen. Dabei haben etwa “Brokeback Mountain” sicherlich weniger Menschen gesehen als so manchen TV-Film.
Für mich gilt: ich bin mit der Qualität vieler (bei weitem nicht aller!) TV-Film-Produktionen durchaus zufrieden. Vielleicht erreichen diese Filme mich teilweise auch mehr als große Kinoproduktionen, weil ich mich ihnen dank fehlender Synchronisation einfach näher fühle, sie für mich eingängiger sind.
Wer nur auf Veronika Ferres, Christine Neubauer und die Bergretter schielt, dem entgehen in der deutschen Fernsehlandschaft einige wirkliche Perlen. Zu nennen wären da solche Filme wie “Wut”, “Es war einer von uns”, “Homevideo” oder herausragende deutsche TV-Serien wie etwa “KDD” oder der teils brillante Zehnteiler “Im Angesicht des Verbrechens”. Oder auch teils herausragende Tatort-Episoden wie etwa “Nie wieder frei sein” vom Tatort-Team München, der mir nachhaltig in Erinnerung geblieben ist. Auch Deutschland hat hervorragende Schauspieler, die viel für das Fernsehen arbeiten. Nehmen wir etwa Max Riemelt, Marie Bäumer, Devid Striesow, Maria Simon, Jürgen Vogel und Anna-Maria Mühe – was die so an TV-Produktionen drehen kann man ohne Hemmungen gucken.
Und da frage ich Euch: Wie seht Ihr das? Für rund 20 Euro im Monat teils herausragende Filme, Nachrichten Dokumentationen, Reportagen und Spartenprogramme (ich sage nur zdfneo!). Was ist das im Vergleich für einen Kinobesuch, den man heutzutage selten unter 8 Euro bekommt? Gebt auch Ihr dem deutschen Fernsehfilm eine Chance?

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