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TV-Tipps, 21.04. – 27.04.2011
Geschrieben von andreas am 20. April 2011 unter TV-Tipps || keine Kommentare

Heute mal in Vertretung von mir geschrieben. Ich hoffe ich habe bei der Auswahl en ebenso gutes Händchen wie Lars. Die Handlung der Filme ticker ich hier nicht ein, sondern einfach nur meine Empfehlung. Muss vertretungsweise auch mal gehen. ![]()
Donnerstag, 21.04.2011
“The Queen”, 22:15 Uhr, ZDF: Helen Mirren hat für diesen Film einen Oscar als beste Hauptdarstellerin gewonnen. Okay, kann man machen. Muss man aber nicht. Beschäftigt sie eigentlich ausschließlich mit der Reaktion von Queen Elizabeth auf den Tod von Lady Diana. Recht sehenswert ist Martin Sheen als jüngerer Tony Blair, der seiner Majestät zu einem weniger eisigen Verhalten rät. Ausführlicher besprochen in Nerdtalk Episode 140.
Freitag, 22.04.2011
“Ratatouille”, 20:15 Uhr, Sat.1: Für mich auch weiterhin der bisher beste Pixar-Film. Hier stimmte einfach alles: toll herausgearbeitete Charaktere treffen auf eine ausgeklügelte Handlung, die auch Erwachsene mitreißen kann. Das alles garniert mit State-Of-The-Art-CGI: was will das Feinschmeckerherz mehr? Ausführlich besprochen in Nerdtalk Episode 16.
“Eine Frau in Berlin – Anonyma”, 21:40 Uhr, 3sat: Basierend auf wahren Begebenheiten schildert der Film das Leid deutscher Frauen nach Kriegsende, als wortwörtlich an jeder Straßenecke Berlins die Vergewaltigung durch die russichen Besatzer drohte. Eindringlich gespielt von Nina Hoss (my love!). Ausführlich besprochen in Nerdtalk Episode 69.
Außerdem sehenswert: “About a Boy” (20:15 Uhr, RTL2), “James Bond – Casino Royale” (20:15 Uhr, PRO7) und “Die fetten Jahre sind vorbei” (20:15 Uhr, einsfestival). Ach ja, Harry-Potter-Fans gucken zum x-ten Mal um 20:15 Uhr auf RTL Teil 4 der Reihe: “Harry Potter und der Feuerkelch“.
Samstag, 23.04.2011:
“Knockin’ On Heaven’s Door”, 20:15 Uhr, kabel1: einer der ersten Kinofilme mit Til Schweiger. Sehenswerte Tragikomödie über zwei sterbenskranke Männer, die noch einmal vor dem Tod das Meer sehen wollen. Gemeinsam brechen sie aus dem Krankenhaus aus und es beginnt eine rasante Hatz durch die Republik. Ausführlich besprochen in Nerdtalk Episode 63.
“Gegen die Wand”, 21:45 Uhr, einsfestival: vielfach preisgekröntes Drama von einem meiner liebsten deutschen Regisseure, Fatih Akin. Sibel Kekilli und Birol Ünel spielen zwei Türken am Abgrund, die sich gegenseitig irgendwie oben halten. Sehr, sehr sehenswert! Es muss nicht immer Komödie sein. ![]()
Sonntag, 24.004.2011:
“Walk The Line”, 20:15 Uhr, RTL2: Komischer Sendeplatz. Muss man ebenso wenig verstehen wie die Tatsache, dass zwar Resse Witherspoon einen Oscar für ihre Rolle als Lebensgefährtin von Johnny Cash bekommen hat, der hervorragende Joaquin Phoenix aber leer ausging. Nevertheless: ein bewegendes Biopic, das selbst mir einen Mann der Country-Musik sehr nahe gebracht hat.
“James Bond – Ein Quantum Trost”, 20:15 Uhr, RTL: Ich fand ihn jetzt nicht so sehenswert, weil er irgendwie nicht den Charme eines echten Bond-Films hat. Es fehlt der Glanz, das Weltmännische. Aber: Daniel Craig ist nach wie vor ein guter, roher James Bond, der wenig von dem Gentleman-Bond vergangener Zeiten hat. Dafür Applaus.
“Wanted”, 22:15 Uhr, RTL: Timur Bekmambetovs Film aus der Realismus-Kategorie “Ja nee, is klar.” Egal. Teilweise tolle Effekte, mit James McAvoy ein mir sehr sympathischer Hauptdarsteller – und dann war da noch Angelina Jolie. Wer Action ohne Sinn und Verstand, aber mit viel Bäng-Boom-Bämm mag, ist hier genau richtig. Typisches Feiertags-Programm eben.
Montag, 25.04.2011:
“Evan allmächtig”, 20:15 Uhr, RTL: Sicherlich nicht die beste Komödie des Planeten, aber egal wann ich den Trailer gesehen habe – an irgendeiner Stelle musste ich *immer* lachen. Wird Zeit, dass ich den mal sehe.
“Top Gun – Sie fürchten weder Tod noch Teufel”, 20:15 Uhr, kabel 1: Allein schon der deutsche Filmtitel ist Gold wert. Eighties galore! Tom Crusie in der Rolle des Kampfjetpiloten Maverick, die ihm zum weltweiten Durchbruch verhelfen sollte.
“Wer früher stirbt, ist länger tot”, 21:15 Uhr, BR: Ein deutscher Film, bei dem man dazu sagen sollte, dass er als “OV” läuft. Herrliche bayrische Mundart, die wir Nordlichter erst so nach und nach verstanden haben. Ein sehr liebenswerter Film über einen Jungen, der sich Gedanken über den Tod, die Liebe und alles drumrum macht. Ausführlich besprochen in Nerdtalk Episode 7.
Dienstag, 26.04.2011:
“Schwesterherz”, 19:40 Uhr, ZDF Theaterkanal: Ein Geschwisterdrama mit Heike Makatsch und Anna-Maria Mühe in den Hauptrollen. Darf man sowas verpassen? Ich finde – nein.
“Dieter – Der Film”, 20:15 Uhr, Super RTL: Damit hätten wir den Tiefpunkt der Woche erreicht. Obwohl: für so nebenbei ist diese ulkige Cartoon-Klamotte rund um die Biografie von Dieter Bohlen sogar ganz nett anzusehen. Schließlich nimmt sich der Herr Bohlen hier selbst auf die Schippe was ihn schon fast ein wenig sympathisch macht. Und wer mag, der darf sich den Film direkt im Anschluss noch mal ansehen. Kompetente Programmplaner haben die bei Super RTL…
Mittwoch, 27.04.2011:
“John Q – Verzweifelte Wut”, 23:00 Uhr, SWR: Unser Spezi Denzel Washington spielt in diesem spannenden Drama den Vater eines todkranken Kindes, der sich mit Geiseln im Krankenhaus verbarrikadiert, um die Behandlung seines Sohnes zu erzwingen. Geht an die Nieren.
Sucker Punch – Filmkritik
Geschrieben von andreas am 08. April 2011 unter Filmkritiken || Ein Kommentar

Baby Doll (Emily Browning) hat ein hartes Schicksal zu erleiden. Von ihrem bösen, bösen Stiefvater wird sie nach dem Tod ihrer Mutter in einem Nachtclub abgeliefert. Dort soll sie ihre Jungfräulichkeit an den “High Roller”, einen streichen Stammgast, verlieren. Doch Baby Doll leistet Widerstand. Sie verbündet sich mit einigen anderen Vergnügungsdamen und plant den Ausbruch aus dem gefängnismäßigen Sex-Schuppen. Um sich ihrem Ziel zu nähern, begibt sich Baby Doll in fantastische Traumwelten. In diesen Traumszenen werden sie und die anderen Mädels mit Gegnern der übelsten Sorte konfrontiert.

Die Story klingt erst mal ziemlich banal und fast schon naiv plakativ. Ist sie auch, aber nichtsdestotrotz weiß “Sucker Punch” über weite Strecken gut zu unterhalten. Dabei ist es offensichtlich weniger die Tiefe der Story, sondern vielmehr die Zack Snyder ureigene Ästhetik, mit der er auch die platteste Geschichte ordentlich aufbläst.
Man muss sich schon im klaren darüber sein, dass einen hier keine schauspielerischen Meisterleistungen erwarten. Schnell wird klar, dass die Welt von “Sucker Punch” äußerst steril ist, nicht zuletzt weil man ebenso schnell merkt, dass die Darsteller mehr als die Hälfte des Films nicht in echten Kulissen, sondern vor Greenscreens herumgehüpft sind. Wie schon in “Sin City” wird der Zuschauer mit extrem übersteigerten Actionszenen überhäuft, die teilweise mehr an Prügelspiele a la “Tekken” erinnern. Der stimmige Soundtrack, der u.a. einen gelungenen Remix von Björks “Army Of Me” zu bieten hat, macht die Kämpfe umso martialischer. Wer sich darauf einlassen kann, der kann mit dem Film durchaus seinen Spaß haben. Nur wird er sich vermutlich daran stören, dass der Film durch die alles verbindende Nachtclub-Geschichte gerne mal ein wenig an Fahrt verliert. Was zusammenfügen soll, nimmt den Flow.
Immerhin wurde hier ein sehr gut passender Cast zusammengestellt. Emily Browning als Baby Doll ist eine gute Mischung aus zerbrechlichem, sanften Aussehen und brutaler Durchschlagkraft. Jena Malone als Rocket ist über jeden Zweifel erhaben. Sie verkörpert sehr gut, dass man nicht nur Rocket heißen, sondern auch genauso aussehen kann. Oscar Isaac als dominanter Nachtclubbesitzer ist auch hervorragend besetzt, denn schon von der ersten Sekunde an hegt man gegen ihn eine gehörige Portion Antipathie. Besonders hat mir persönlich gefallen, dass einige Charaktere der “realen” Story sich auch in den alptraumhaften Kampfszenen wiederfinden. Sowas hat für mich immer Charme.
Fazit: wer auf eine ausgefeilte Story verzichten kann und auch damit leben kann, dass der Snydersche Eye Candy hier wegen der eher uninteressanten Nachtclubszenen ein wenig geringer ausfällt, der kann mit dem Film durchaus seinen Spaß haben. Nur sollte man niemanden zum Kinobesuch einladen, der gerne mal eine Spruch a la “Na, das ist jetzt aber ein wenig unrealistisch…” absondert. ![]()

“Alice im Wunderland mit Maschinengewehren” – so beschreibt Filmmacher Zack Snyder sein Werk. Und verdammte Axt, er hat Recht.
Bereits die ersten Minuten sind zwar nicht von wilder Ballerei geprägt, aber die Handschrift von Snyder ist eindeutg zu erkennen: Jedes Bild ein Kunstwerk, jede Szene eine Komposition. Fast scheint es, als würde jeder Wassertropfen gewollt exakt da landen, wo er hin soll. Snyder zieht alle Register der Bildgewalt. Dazu ein stimmiger Mix aus Slow Motions, dann spontaner Realgeschwindigkeit – immer passend, immer auf den Punkt.
Auch bemerkt man bereits in den ersten Minuten den mehr als ausgezeichnet ausgewählten Soundtrack. Kurzum: Ein gelungener Einstieg.
Doch auch der weitere Filmverlauf weiß zu überzeugen: Tolle Bilder, hochstilisierte Charaktere und ein grandioser Soundtrack sorgen durchgehend für ein großen Kinospaß. Insbesondere die Traumsequenzen wissen zu überzeugen: Typischer Japan-Style trifft auf ein Zweiter-Weltkrieg-Szenario, gemischt mit futuristischen Städten. Alles ist dabei und mit so einer Atmosphäre belegt, dass man als Zuschauer jederzeit sich des Wahnsinns zwar bewusst ist, aber auch perfekt in diese Welt abtauchen kann.
Selbstverständlich hat der Film auch einen Haken, der sich “Story” nennt. Denn letztlich dient die Geschichte quasi nur als Medium zwischen den einzelnen Szenen. Zwar ist sie beileibe nicht haarsträubend wie andere Geschichten des ähnlichen Genres, doch einen charakterlichen Tiefgang mit dem dramatischen Klimax sucht man vergebens.
Aber mal ehrlich: Scheiss drauf! Die Optik reisst ne Menge wieder heraus, der Soundtrack brilliert mit so manchem Remix bekannter Lieder und die Action kommt auch bei Weitem nicht zu kurz. In einer Traumwelt ist so einiges möglich….
Der eisige Tod – Filmkritik
Geschrieben von andreas am 21. März 2011 unter Filmkritiken || keine Kommentare

Eine Studentin (Emily Blunt) will zu den Weihnachtsfeiertagen ihre Familie besuchen. Um Geld zu sparen beschließt sie, gemeinsam mit einem Kommilitonen (Ashton Holmes) in dessen Auto zu fahren. Als dieser dann in der winterlichen Einöde eine Abkürzung nimmt, kommt es, wie es kommen muss: ein irrsinniger Fahrer drängt den Wagen von der Fahrbahn. Durch Aufprall und Schneewehe ist an eine Weiterfahrt nicht zu denken. Auf die beiden wartet eine eisige Nacht in düsterer Einsamkeit, weit abgeschieden vom nächsten Ort. Schnell erweist sich der Mitstudent als ein ziemlich unheimlicher Verehrer, der die Studentin schon lange auf dem Kieker hat. Als wäre das nicht schon schlimm genug, schlurfen unheimliche Gestalten durch die Wälder. Zwei in der Nähe stehende Holzkreuze am Straßenrand machen auch nicht gerade viel Mut.

„Eine Studentin… ein Kommilitone…“? Ja, der Film macht sich nicht viel aus Namen und lässt den beiden Hauptdarstellern zumindest ihre Anonymität. „Und ist das nicht der Typ aus ‚The Social Network?’“ Nein, das ist nicht Jesse Eisenberg, sondern Ashton Holmes, der aus dem richtigen Winkel betrachtet wie der Zwillingsbruder von Olli Pocher aussieht und hierzulande vielleicht aus der Kriegs-Serie „The Pacific“ bekannt ist. So viel zum äußeren Rahmen.
„Der eisige Tod“ ist sicherlich kein Meilenstein der Filmgeschichte, aber ich habe ihn atmosphärisch als sehr gelungen empfunden. Einen gewissen Anteil daran hat sicherlich der stimmige Soundtrack aus der Feder von Clint Mansell („Moon“, „The Fountain“). Über weite Strecken setzt der Film nicht auf die üblichen Schockeffekte mit möglichst viel Blut und reißenden Zähnen, sondern auf den guten alten Grusel. Schlurfende gestalten, die durch das Unterholz wanken stellen keine echte Gefahr dar, wirken aber doch sehr beängstigend. Erfreulich mal etwas anderes zu sehen als das übliche Gore-Gemetzel.
Spoiler ahead
Schade nur, dass dem atmosphärisch dichten Ausharren in der kalten Winternacht kein würdiges Ende folgt, das haften bleibt. So gut mir der Grundton des Films auch gefallen hat – auf der Handlungsebene bleibt alles bei Ideal Standard. Da hätte man vielleicht ein wenig mehr bieten können.
Spoiler Ende
Die Darstellerleistungen sind solide, aber nicht herausragend. Immerhin fällt mir Emily Blunt immer häufiger als eine jener wenigen Frauen auf, die ihren Rollen durchaus eine charakterliche Tiefe verleihen können, siehe z. B. „Sunshine Cleaning“. Ihre Karriere werde ich mal ein wenig genauer im Auge behalten, erinnert sie mich in ihrer Art doch ein wenig an die junge Winona Ryder.
Was bleibt ist ein Film, der in düsterer, ungestörter Atmosphäre gut wegkonsumiert werden kann, in seinen guten Momenten durchaus zu fesseln weiß, aber alles in allem kein wirklicher Geniestreich ist.
Unknown Identity – Filmkritik
Geschrieben von andreas am 20. März 2011 unter Filmkritiken || keine Kommentare

Dr. Martin Harris (Liam Neeson, „Das A-Team“, „96 Hours“) reist mit seiner Frau zu einem wissenschaftlichen Kongress nach Berlin. Während eines kurzen Abstechers gerät sein Taxi in einen Unfall und er liegt mehrere Tage im Koma. Als er zurück im Hotel sein Frau in die Arme nehmen will, stößt diese ihn zurück. Sie kennt den Mann nicht, der sich als Dr. Martin Harris ausgibt. Augenblicke später eilt ihr ein Mann gegen den fremden Verehrer zu Hilfe: Dr. Martin Harris.

Na, das nenne ich mal einen Multikulti-Film: die deutsche Schauspielerin Diane Kruger spielt eine bosnische Einwanderin, der Deutschtürke Stipe Erceg einen Amerikaner namens Jones und „Führer“ Bruno Ganz gibt einen Stasi-Spitzel der Reserve. Ergänzt wird der Cast durch Frank Langella („Frost / Nixon“) und zwei Schauspieler, die in „Foreign-language-Oscar“-gekrönten Filmen mitgewirkt haben: Sebastian Koch („Das Leben der Anderen“) und Karl Markovics („Die Fälscher“).
Liam Neeson in einem Film der Marke „einer gegen alle“? Erinnert erst mal stark an „96 Hours“. In „Unknown Identity“ spielt jedoch die Rahmenhandlung eine größere Rolle, die Action ist wohldosiert, aber in ausreichendem Maße vorhanden. Zudem sind gerade die schnellen Szenen ausgezeichnet choreographiert und in Szene gesetzt, so dass dem Zuschauer zu keinem Zeitpunkt die Übersicht verloren geht – es sei denn, der geneigte deutsche Zuschauer lässt sich von der sicherlich vielen bekannten Berliner Szenerie ablenken. Eine hollywoodreife Verfolgungsjagd auf der Friedrichstraße – das hat doch mal was!
Meine Erwartungen waren zugegebenermaßen nicht allzu hoch, kommt der Film doch weitestgehend als „durchschnittlich“ davon. Im Gegensatz zu einigen anderen fand ich die Auflösung nicht absolut offensichtlich. Ich fand das Ende eher sehr gelungen, da es einige Mankos, die ich dem Film in seinem Verlauf rot angemarkert hatte, ins rechte Licht rückt.
Neeson spult seine Rolle wie immer sehr routiniert ab, wirkt authentisch. Stipe Erceg bleibt in seiner Rolle als stumpfer, düsterer Killer schön stumpf und düster. Bruno Ganz erspielt sich mit nur wenigen Worten trotz seiner Stasi-Vergangenheit schnell die Sympathien und sogar Diane Kruger tut hier weniger weh als in anderen Filmen.
Abgesehen von ein, zwei kleinen Hängerchen in der Story, die man noch gut hätte straffen können, fühlte ich mich rundum gut unterhalten, habe mitgefiebert und mitgerätselt – so wie es sich für einen guten Action-Thriller gehört. Daher: Seh-Empfehlung von mir!
Meine erfundene Frau – Filmkritik
Geschrieben von andreas am 19. März 2011 unter Filmkritiken || keine Kommentare

Schönheitschirurg Danny (Adam Sandler, „Kindsköpfe“) hat eine tolle Masche, um bei Frauen zu landen: sein unnötiger Ehering weckt bei vielen Damen den Beuteinstinkt. Das geht auch so lange gut, bis er nach vielen kurzen Affären auf Palmer (Brooklyn Decker) trifft und sich in sie verliebt. Als sie seinen Ehering in der Hosentasche entdeckt, flüchtet sich Danny in eine Lügengeschichte. Seine Ehe stehe vor dem Aus, seine nervende Frau will sich scheiden lassen. Dumm nur, dass Palmer seine Gattin kennen lernen will. Also bittet Danny seine Praxisassistentin Katherine (Jennifer Aniston, „Friends“) um Hilfe…

Aus dem Freundes- und Bekanntenkreis gab es ordentlich Vorschusslorberren: „Meine erfundene Frau“ sei das Lustigste, was man seit „The Hangover“ auf der Leinwand sehen könne. Man käme aus dem Lachen gar nicht mehr heraus. Nun ja… Ganz so war es dann doch nicht.
Immerhin: endlich mal ein Film, in dem mir Frau Aniston halbwegs sympathisch vorkam. Das allein hat Seltenheitswert. An einen „Hangover“ – für uns seit Jahren die absolute Comedy-Referenz – kommt „Meine erfundene Frau“ aber bei weitem nicht dran. Gut, es gibt ein paar gute Gags, die ganz gut zünden und den Film doch relativ kurzweilig machen. Aber es gibt eben auch: die typische, immer etwas bräsige Synchronstimme von Adam Sandler, eine nervige Nicole Kidman, die der Film nicht gebraucht hätte, einen extremst nervenden Hinterwäldler mit pseudo-österreichischem Akzent und zu guter Letzt noch ein paar unnötige, weil unlustige Schwulen-Witzchen.
Einziges wirkliches Highlight war für mich mal wieder ein Nachwuchs-Star: die 11jährige Bailee Madison durfen wir erst vor kurzem im Afghanistan-Drama „Brothers“ bewundern. Dort bot sie meiner Meinung nach die seit Jahren beste Schauspielleistung eines „Kinderstars“. Zwar kann sie naturgemäß in einer Pupskomödie nicht wirklich glänzen, ihre Leistung fand ich bei genauerem Hinschauen aber wieder sehr, sehr gut. Die Dame sollte mein unbedingt auf dem Zettel behalten. Vielleicht der einzige Grund sich den in Kürze startenden „Betty Anne Waters“ anzusehen.
In ein, zwei Jahren wird es diese Komödie bei RTL zu sehen geben. Das reicht dann auch, ein Kinoticket braucht man sich dafür echt nicht zu kaufen.


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