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Das TV-Lab von zdf_neo

Die Älteren unter Euch werden sich vielleicht noch an den ZDF-Wunschfilm erinnern, der uns seinerzeit (die guten alten 80er…) das Sommerloch verschönern sollte. Drei Filme standen zur Auswahl, die Zuschauer konnten eine Woche lang für ihren Film voten (nein, damals hieß das noch “abstimmen”) und der beliebteste wurde dann ausgestrahlt. Der junge Sender zdf_neo erinnert sich nun dieser besonderen Form der “Bürgerbeteiligung”, allerdings natürlich zeitgemäß im schönen Web-2.0-Gewand: das zdf_neo TV-Lab. Statt drei Filmen gibt es nun die Wahl zwischen zehn grundverschiedenen halbstündigen Formaten. Diese werben für sich mit einer Art Pilotfolge, die dann vom Publikum in drei Kategorien bewertet werden können.

1. Will ich davon mehr sehen?
2. Ist das Format innovativ?
3. Wie gelungen ist die Umsetzung?

Das Format, das am Ende die Nase vorn hat, wird dann in Serie produziert.

Ich habe mir heute in einem wahren TV-Lab-Marathon alle Bewerber am Stück angesehen und gebe hier mal eine Kurzbewertung ab.
Den Rest, bitte…

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TV-Tipps vom 14.07. – 20.07.2011

Donnerstag, 14. Juli 2011:

“Auf der anderen Seite”, 23:15 Uhr, ARD
Dass ich eine ganz besondere Vorliebe für Fatih Akins Filme habe, sollte hinlänglich bekant sein. Dieser Film hier ist sicherlich ein wenig sperriger als das beschwingte “Soul Kitchen”, aber dafür geht der Film mächtig unter die Haut und hat nach der Kinosichtung bei mir deutliche Spuren hinterlassen. Erzählt wird eine vielschichtige Geschichte rund um den Tod einer Hure, die einem alten türkischen Gastarbeiter in Bremen den Lebensabend versüßen sollte. Durch einen unbedarften Schubser kommt sie ums Leben. Der Sohn des Gastarbeiters fährt daraufhin in die Türkei, um der Mutter der Hure die Todesnachricht zu überbringen. Der Auftritt von Film-Mutter Hanna Schygulla zählt für mich zu den absoluten Highlights des vergangenen Film-Jahrzehnts. Dicker, fetter Kloß im Hals. Pflichtprogramm für Freunde von guten Dramen.

Freitag, 15. Juli 2011:

“Cloverfield”, 23:45 Uhr, PRO 7
Dieser Film ist ja quasi die Urmutter aller Wackelkamera-Filme (abgesehen vom weit älteren “Blair Witch Project”). Auf einmal merkten die Filmemacher: “Hey, wackelnde Kamera macht den Film ja viel authentischer.” Manchmal klappt’s (“The Hurt Locker”), manchmal geht’s mächtig in die Hose (“Battle Los Angeles”). “Lost”-Macher J.J. Abrams hatte in seinem ersten Kinofilm ja auch mal wirklich eine tolle Idee: einen Monsterfilm a la “Godzilla” nicht im üblichen Stil abfilmen, sondern einfach den Protagonisten eine Kamera in die Hand drücken und los geht’s. Und so verfolgen wir eine kleine New Yorker Party-Clique auf ihrer Flucht vor dem großen Unbekannten, das Manhatten zum Beben bringt. Und ja, das Ganze hat tatsächlich seinen Reiz. Vor allem weil der Zuschauer im Gegensatz zu “Godzilla” & Co. jederzeit den gleichen Wissensstand hat wie die Akteure. Rein storytechnisch ist der Film natürlich schwach. Keine Charakterentwicklung, keine wahre Dramaturgie. Aber die nervenzerfetzende Atmosphäre macht den Film trotzdem sehenswert.

Samstag, 16. Juli 2011:

Jaja, schlagt mich ruhig, dass ich hier keine Empfehlung für “Reservoir Dogs” (23:45 Uhr, RBB) ausspreche. Aber heute kommt “Missing in Action” (23:40 Uhr, SAT.1) mit CHUCK NORRIS!

Sonntag, 17. Juli 2011:

“Alles auf Zucker”, 20:15 Uhr, arte
Für mich eine der liebenswertesten deutschen Komödien der letzten Jahre. Jakob Zimmermann ist Jude wider Willen. Er will mit den ganzen religiösen Riten nichts zu tun haben. Dummerweise ist er aber pleite. Als seine Mutter verstirbt lockt das große Geld. Aber das Erbe ist an eine Bedingung geknüpft. Er muss sich mit seinem sehr religiösen Bruder aussöhnen und gemeinsam sieben Tage Totenwache halten und dabei die strengen jüdischen Traditionen wahren. Für einen Religions-Kritiker eine kaum überwindbare Aufgabe. Henry Hübchen und Hannelore Elsner glänzen in en Hauptrollen. Schöner Film von Dani Levy (“Mein Führer”).

Noch ein TV-Tipp für echte Liebhaber: RTL zeigt um 23:55 Uhr die Spieleverfilmung “Far Cry” mit Til Schweiger – von unserem liebsten Regisseur Uwe Boll.

Montag, 18. Juli 2011:

“Salami Aleikum”, 20:15 Uhr, ZDF
Zugegeben: der Film hat es nur zum TV-Tipp geschafft, weil ansonsten absolut überhaupt nichts Sehenswertes läuft. Die Story um eine Iraner, der durch einen dummen Zufall in einem ostdeutschen Provinznest landet klingt ein wenig nach einem Mashup aus “Willkommen bei den Schtis” und “Almanya”. Kann man sich ja mal ansehen. Die IMDB-Wertung von 6,2 ist ja auch man gar nicht sooo schlecht.

Dienstag, 19. Juli 2011:

“Der englische Patient”, 22:30 Uhr, SWR
Damals im Kino gesehen. War ganz okay. Episch erzählter Liebesfilm in Zeiten des Krieges. Wer auf der Suche nach einem Film ist, der das Herz erwärmt, kann bedenkenlos zuschlagen.

“Yella”, 22:45 Uhr, ZDF
Die Filme von Christian Petzold sind ja immer so’ne Sache. Seine Filme wie “Wolfsburg” und “Jerichow” sind ebenso wie “Yella” sehr sehenswert, machen es dem Zuschauer aber auch nicht gerade einfach. Hohe Authentizität trifft auf wortkarge Darsteller und minimalistische Dialoge. Ich mag seine Filme, weil sie wie aus dem Leben gegriffen sind. “Yella” nimmt da vielleicht eine kleine Sonderstellung ein, weil er auch einen ganz leichten Mystery-Touch hat, aber da Devid Striesow und Nina Hoss zu meinen absoluten Lieblingsdarstellern gehören, werde ich mir den Film ruhig noch mal geben.

Mittwoch, 20. Juli 2011:

“Cliffhanger – Nur die Starken überleben”, 22:00 Uhr, SAT.1
Ein Film aus der Zeit, in der Sylvester Stallone noch einer der amtlich bescheinigt besten Action-Darsteller war. Ein durchaus sehenswertes Drama, angesiedelt in den höchsten Höhen eines Gebirges. Klassische Action.

“Swimming Pool”, 0:35 Uhr, ARD
Gehört habe ich von dem Film schon häufig mal. Save-TV nennt ihn “einen der intelligentesten und geheimnisvollsten Filme der letzten Jahre”. IMDB-Wertung ist zwar “nur” bei 6,8 – ich werde ihn aber trotzdem mal auf dem Schirm behalten.

Kleine Fleißarbeit am Samstagmorgen

Gestern haben Phil und ich endlich mal wieder einen kleinen PHILmabend gemacht – wenn auch nur im “Heimkino”. Mit “Memento” haben wir uns für einen wirklich herausragenden Film entschieden, über den es in Episode 211 sicherlich so einiges zu hören geben wird. Außerdem haben wir mal wieder ein paar Ideen für die Verbesserung von Nerdtalk ausbaldovert. Und so saß ich heute hochmotiviert ab 7:00 Uhr morgens daran, unseren Twitter-Account ein wenig auf Vordermann zu bringen. Ab heute bietet er Euch einen Mehrwert. Ihr bekommt nun nicht nur täglich TV-Tipps sowie Benachrichtigungen über neue Blog-Artikel, sondern könnt auch den von mir angelegten Listen folgen. Für alle, die sich mit Twitter vielleicht nicht ganz so super auskennen, erkläre ich einfach mal ein wenig ausführlicher. Den Rest, bitte…

TV-Tipps, 07.07. – 13.07.2011

Nun ist es ja so, dass man in diesen Wochen keine wirklich großen Highlights im Fernsehprogramm erwarten sollte. Die Ferienzeit wird von den Sendern gern dafür genutzt, die Filme rauszuhauen, die versendet werden müssen – wie es so schön heißt. Aber dennoch gibt es auch in diesen Tagen, in denen man die Abende nach Möglichkeit draußen in Nähe eines Grills verbringt, ein paar sehenswerte Filme im Fernsehen. Echte Blockbuster bleiben zwar aus, aber der eine oder andere kleinere Film ist mit Sicherheit sehenswert. Wir haben für Euch die Film-Perlen aus dem lauen Programm herausgefiltert.

Donnerstag, 07. Juli 2011:

“Bruce allmächtig”, 20:15 Uhr, SAT.1.
Gut, Komödien mit Jim Carrey gibt es wie Sand am Meer, aber dieser Film ist dann doch einer der besseren. Bruce macht Bekanntschaft mit dem lieben Gott. Das besonders Geniale an diesem Film ist sein Cast. Carey überzeugt wie üblicht mit seiner aufgeregten Grimassenschneiderei. Das absolute Highlight ist aber die Idee, den lieben Gott mit Morgan Freeman zu besetzen – in einem lupenrein-weißen Anzug. Herrlich und durchaus sehenswert. Da muss ich übrigens an den besten Autoaufkleber denken, den ich jemals gesehen habe: “Ich habe Gott gesehen – sie war schwarz.” ;-)

Freitag, 08. Juli 2011:

“The Call”, 22:05 Uhr, TELE 5.
Das ist keine Empfehlung, sondern vielmehr eine Warnung. Diesen Film sollten nur all diejenigen sehen, die sich “Final Destination” aus lauter Fandom auf den Arm tätowiert haben. Kurzum: eine der schlechteren Teen-Horror-Shows, in denen junge Studentinnen Anrufe bekommen und am andern Ende der Leitung ihre eigenen Todesschreie hören. Ist klar, was passiert, oder? Na also. Dann können wir uns diesen Filmauch sparen.

“Romeo Must Die”, 23:10 Uhr, PRO 7.

Guten Gewissens kann ich diesen Film leider auch nicht empfehlen (wie übrigens keinen Film an diesem Freitag…), aber immerhin werde ich ihn mir aufnehmen – auch auf die Gefahr hin, dass er geschnitten ist. Seit “The Expendables” habe ich tatsächlich Lust, mich mal ein wenig mit dem Schaffenswerk von Jet Li auseinanderzusetzen.

Samstag, 09. Juli 2011:

Auch der Samstag glänzt durch eincineastisches Sommerloch im Fernsehprogramm. Der harmlose Animationsfilm “Triff die Robinsons” (20:15 Uhr, SAT.1) gehört da ebenso zu den “Top-Filmen” wie der Trash-Actioner “Dragonball Evolution” (20:15 Uhr, RTL). Und das sagt doch wohl alles.

Wer allerdings auf Trash steht, der sollte sich mal dem Programm von RTL 2 und TELE 5 widmen. Die beiden Sender liefern sich am heutigen Abend ein wahres Duell was Monster-Fisch-Filme angeht. Vom Piranha über den Mega-Shark bis hin zum Crocosaurus ist da für jeden was dabei. Zumindest wenn man genug Six-Packs in Greifweite hat.

Spät in die Nacht gibt es dann aber doch noch mal einen sehenswerten Klassiker. Um 1:10 Uhr läuft auf MDR das Scorcese-Frühwerk “Wie ein wilder Stier” mit dem jungen Robert De Niro als ambitionierten Boxer in der Hauptrolle.

Sonntag, 10. Juli 2011:

“Lakeview Terrace”, 20:15 Uhr, PRO 7
Hört nicht auf Phil. Der Film ist wirklich gut. In einer luxuriösen Wohngegend vor den Toren von Los Angeles lebt Samuel L. Jackson friedlich vor sich hin, bis eines Tages Patrick Wilson in das Haus neben ihm zieht. Und obwohl dieser mit einer Farbigen verheiratet ist, vermutet Jackson in ihm einen Rassisten. Sein Mißtrauen schaukelt sich hoch, bis es sich in Gewalt entlädt. Ich fand den Film sehr gut, spannend und auch beklemmend.

“Westworld”, 20:15 Uhr, arte
Wer lieber was für die filmische Allgemeinbildung tun möchte, der entscheidet sich für diesen Klassiker des Science-Fiction-Films. In gar nicht allzu ferner Zukunft wird es einen Themenpark namens Westworld geben, der sich dem Thema “Wilder Westen” verschrieben hat. Im Gegensatz zu den Karl-May-Festspielen in Bad Segeberg sorgen hier keine Schauspieler für das richtige Cowboy-Feeling, sondern Roboter, die Menschen zum Verwechseln ähnlich sehen. Doch irgendwas läuft schief, die Roboter drehen durch und sorgen für Panik im Park. Den muss ich auch mal dringend wieder sehen!

Und noch eine kleine Vorwarnung. Wer sich um 23:30 Uhr im Bayrischen Rundfunk auf das Hollywood-Traumpar Angelina Jolie und Bard Pitt in “Mr. und Mrs. Smith” freut, der sollte sich nicht zu früh freuen. Denn im Jahr 1941 hat Regie-Großmeister Alfred Hitchcock mal eine Komödie gleichen Namens gedreht. Bei IMDB kommt sie immerhin auf eine Wertung von 6,6. Wer herausfinden will ob der Meister des Suspense auch “komisch” kann, der sollte vielleicht trotzdem einschalten – auch ohne Jolie/Pitt.

Montag, 11.07.2011:

“Final Fantasy – Die Mächte in Dir”, 20:15 Uhr, kabel 1
Eigentlich nur deswegen interessant, um mal zu schauen wie der Film heutzutage wirkt. Seinerzeit war er mit seinen hervorragenden, hyperrealistischen Animationen ja ein echtes Highlight. Heutzutage ist man ja CGI-technisch doch ziemlich verwöhnt. Kann der Film auch heute noch optisch überzeugen? Wem der Film gefällt, der bleibt einfach dran und schaut um 22:10 Uhr auch noch die Quasi-Fortsetzung “Final Fantasy VII: Advent Children”.

“Deception – Tödliche Versuchung”, 22:15 Uhr, ZDF
Das ZDF zeigt am fortgeschrittenen Montagabend in seiner Reihe “Montagskino” durchaus sehenswerte Filme. Man erinnere sich etwa an “Batman Begins”. Von diesem Trhiller habe ich zwar noch nie was gehört, aber mit Ewan McGregor und Michelle Williams in dern Hauptrollen kann ja kaum etwas schiefgehen. Sollte man vielleicht auf dem Radar haben.

Dienstag, 12. Juli 2011:

Heute gibt es mal einen echten Geheimtipp (vor allem, weil ansonsten so überhaupt nichts Sehenswertes läuft…). “Esmas Geheimnis”, 20:15 Uhr, 3sat
Das klingt ganz nach einem Drama, das einen tief berühren kann. Esma ist Bosnierin und alleinerziehende Mutter einer 12jährigen Tochter. Diese möchte am geplanten Klassenausflug teilnehmen, aber das Geld ist knapp. Könnte sie nachweisen, dass ihr Vater im Jugoslawien-Krieg ein Kriegsheld war (so, wie sie es von ihrer Mutter erzählt bekommt), dürfte sie vergünstigt mitfahren. Doch ihre Mutter setzt alle Hebel in Gang, um den vollen Preis zusammenzubekommen – und das gut gehütete Familiengeheimnis zu bewahren. Klingt meiner Meinung nach spannend. Und die Pressestimmen sind sich auch einig: “berührend, authentisch, wahrhaftig”. Kurzum: die Kritiker überschlagen sich. Und damit wird der Film für mich in dieser Fernsehwoche zum absoluten Must-See.

Mittwoch, 13. Juli 2011:

“An American Crime”, 22:05 Uhr, TELE 5
Sagt was ihr wollt, aber so ab und an haut sogar TELE 5 mal einen guten Film raus. So wie diesen Geheimtipp mit der von mir sehr geschätzten Ellen Page in der Hauptrolle. Sie spielt ein 16jähriges Mädchen, das gemeinsam mit seiner Schwester in eine Pflegefamilie kommt. Doch anstatt dort ein trautes Heim vorzufinden, erwartet sich der blanke Horror. Misshandlungen, Demütigungen, Folter. Ein Film, der auf einer wahren Begebenheit beruht und vor allem durch seine Darsteller glänzt. Zwar kenne ich außer Page nur noch Catherine Keener (“Into The Wild”), aber auch unbekannte Schauspieler können gut abliefern.

Wer ist Hanna – Filmkritik

Hanna (Saoirse Ronan) wächst in der arktischen Einöde auf und führt mit ihrem Vater Erik (Eric Bana), einem ehemaligen CIA-Agenten, ein Einsiedlerdasein als Jägerin und Sammlerin. Neben verschiedenen Fremdsprachen und einem großen Batzen Allgemeinwissen lehrt ihr Vater sie auch die Kunst des Tötens. So ist die 16jährige fit im Kampfsport und trifft beim Schießen haargenau ins Ziel. Nachdem sie ihre Fähigkeiten und Sinne genug geschult hat, ist die Zeit reif, hinauszugehen in die Welt. Ihr Vater verabschiedet sich mit einem ungewöhnlichen Auftrag von seiner Tochter: „Töte Marissa Wiegler“ (Cate Blanchett).
Den Rest, bitte…

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