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Eat Pray Love – Filmkritik
Geschrieben von andreas am 02. Oktober 2010 || keine Kommentare

Mittvierzigerin Liz steuert auf die Midlife-Crisis zu: in ihrer Ehe fühlt sie sich nicht mehr glücklich und auch nach der Trennung fehlt ihr im drögen Alltag die Leidenschaft. Zum Glück geht es ihr als erfolgreicher Reise-Journalistin so gut, dass sie sich ein Jahr lang aus dem Job ausklinken kann, um auf einer langen Reise mit mehreren Stationen wieder zu sich selbst zu finden.
Den Rest, bitte…
Resident Evil Afterlife – Filmkritik
Geschrieben von andreas am 01. Oktober 2010 || keine Kommentare

Simple Story simpel erzählt: unsere liebe Alice wird durch den Oberboss der Umbrella-Corporation ihrer in Teil 3 erworbenen Superkräfte beraubt und muss sich fortan auf ihre menschlichen Kampfkünste und Instinkte verlassen. Sie macht sich auf die Suche nach dem legendären Ort Arcadia, von dem aus eine hoffnungsvolle Nachricht in die Welt gefunkt wird. Arcadia bietet allen Überlebenden des Virus-Ausbruchs eine sichere Zuflucht und Nahrung. Nach einer monatelangen Odysee stößt Alice tatsächlich auf einige Überlebende des Outbreaks. Den Rest, bitte…
Horror aus deutschen Landen
Geschrieben von andreas am 29. September 2010 || 2 Kommentare

Wer sich mal in der deutschen Filmlandschaft umguckt, der wird schnell merken: irgendwas fehlt da. Gut, wir haben international den Ruf, einige tolle Filme zum Thema Drittes Reich abgeliefert zu haben („Der Untergang“, „Das Boot“, „Sophie Scholl“). Auch was Komödien angeht haben deutsche Produktionen in den vergangenen Jahren immer wieder Millionen Menschen ins Kino gezogen („Der Schuh des Manitu“, „Keinohrhasen“, „7 Zwerge – Männer allein im Wald“). Deutsche Thriller und Krimis haben es bei der Kinoverwertung meist schon etwas schwieriger; gute Filme wie etwa „Antikörper“ oder „Das letzte Schweigen“ lassen trotz hoher Qualität die Kinokassen nicht wirklich klingeln.
Das Thema Science-Fiction und warum es im deutschen Filmbusiness eigentlich überhaupt nicht stattfindet, erläutert Drehbuchautor Torsten Dewi hin und wieder in seinem Blog Wortvogel.de. Bei Science-Fiction aus Deutschland muss ich unweigerlich an den 80er-Schinken „Enemy Mine – Geliebter Feind“ denken. Gefertigt in den Bavaria-Studios mit räusper Dennis Quaid in der Hauptrolle… Mein ganz persönlicher Eindruck ist: wenn es in deutschen Filmen um das Thema „Zukunft“ geht, dann denkt keiner an furiose Weltraumschlachten oder Lichtschwertduelle, sondern meistens beschäftigen sich diese Filme mit ethischen oder gesellschaftlichen Fragen. Technik ist da tabu.
Doch Thema soll hier eigentlich der Horrorfilm sein, der – so scheint es zumindest mir – in Deutschland gar nicht stattfindet. Von einer glanzvollen Ausnahme mal abgesehen (und einigen B- und C-Produktionen)… Als ich vor gut einem Jahr das erste Mal davon hörte, dass „Die Welle“-Regisseur Dennis Gansel einen lupenreinen Horrorfilm Gruseldrehen will, der es dann tatsächlich bis ins Kino und nicht nur in die Videothek um die Ecke schaffen solle, war ich skeptisch. Wieso? Können nicht auch deutsche Filmteams ein so stimmungsdichtes Werk abliefern wie es die Schweden mit „So finster die Nacht“ gemacht haben? Oder die Russen mit der „Wächer der Nacht“-Reihe? Deutschland und Horrorfilm – das passt irgendwie nicht zusammen.
Bis ich dann gestern erstmals folgenden Trailer zu Gansels „Wir sind die Nacht“ gesehen habe. Schaut selbst.
Zu meiner bisherigen Skepsis gesellen sich nun eine gewisse Neugier und sogar eine ziemlich Vorfreude auf diesen Film. Mag daran liegen, dass mit Nina Hoss und Karoline Herfurth zwei meiner liebsten deutschen Darstellerinnen mitspielen. Mag daran liegen, dass es eben genau diese beiden sind, die eher durch ernsthafte, „erwachsene“ Filme auf sich aufmerksam gemacht haben (Hoss: „Anonyma“, „Yella“, „Jerichow“; Herfurth: „Crazy“, „Das Parfüm“, „Vincent will Meer“) und nicht die üblichen Verdächtigen aus „Freche Mädchen“ oder „Die wilden Hühner“. Das lässt zumindest hoffen, dass es sich hierbei nicht um einen billigen deutschen Twilight-Aufguss handelt, der ebenso auf eine Trend-Welle aufspringen will wie es „Rock It“ beim „High School Musical“ gemacht hat.
Nein, der Trailer sieht zum einen erfreulich „undeutsch“ aus, zum anderen lässt er vermuten, dass hier tatsächlich eine ältere Zielgruppe anvisiert wird. Ich freue mich auf dem Film!
Wie steht Ihr zum Thema Horrorfilme aus Deutschland? Habe ich da was übersehen? Welche Gründe für die Zurückhaltung deutscher Filmemacher seht Ihr? Warum trauen sich deutsche Produzenten an das Thema nicht ran? Nachfrage sollte doch wohl da sein, oder?
Nerdsee-Tour aka Männertrip, Teil 3
Geschrieben von andreas am 19. September 2010 || keine Kommentare

Man kann schon sagen, dass wir uns den Abend in Wilhelmshaven sehr angenehm gestaltet haben. Los ging es nach unserem kurzen Hotel-Zwischenstopp mit einem Marsch in die City, um dort unseren Gutschein für ein Kaffee-Getränk einzulösen. Quasi als kleine Nebenstelle unseres Hotels gibt es in der City ein nettes Café. Lattenkaffee mit Haselnussaroma rockt. Anschließend erst mal ab ins Kino und die besten Plätze sichern. Danach haben wir uns dann mit einem ausgedehnten Spaziergang den Wilhelmshavener Hafen erschlossen und blieben dabei sogar fast trocken. Neben einer langen Reihe Strandkörbe, die dort an der Küste genau da standen wo sie hingehören, gab es auch ein klein wenig Sandstrand, “um mal so richtig Urlaubsfeeling zu bekommen”. WHV hat sich seit meinem letzten Trip hierher ziemlich verändert. Nicht nur de Jade-Weser-Port, der meinen Liebnlingsstrand verdrängt hat – auf einmal prangt dort am Ufer auch ein ziemlich edles Wellness-Hotel, in dem natürlich als wir vorbeispaziert sind, standesgemäß geheiratet wurde.
Die Wahl eines Restaurants für ein ausgiebiges Abendessen wurde uns schnell von Petrus abgenommen. Natürlich waren wir auf der Suche nach einer veganen Salatbar, aber was willste machen wenn es zu regnen anfängt und vor Dir steht ein Restaurant namens “Alexis Sorbas”?! Dann eben griechisch. War auch eine gute Wahl. Das Personal war sehr zuvorkommend, das Essen lecker und zu unserem Erstaunen gab es drei Runden Ouzo für lau. Natürlich wussten wir bis zum Zahlen nichts von unserem Glück und waren sehr gespannt, ob die auf unserer Rechnung auftauchen würden.
Kino in WHV war auch nicht schlecht. Zwar sahen die Sitze eher aus wie aus einem Ralley-Wagen geklaut (mit separater Kopfstütze) und hatten “nur” breite Plastikarmlehnen, dafür waren die Sitzreihen so steil angeordnet, dass ein sehr kleiner Mensch auch dann kein Problem bekommt wenn vor ihm ein 2-Meter-Riese mit Hochsteckfrisur Platz nimmt. Traurigerweise führt einem sowas dann immer vor Augen, wie schlecht unser heimisches Stammkino doch ist…
Nach dem Kino hat es natürlich wieder ordentlich vom Himmel geprasselt. Gut, dass wir eh noch einen Absacker nehmen wollten und ein Teil der Innenstadt überdacht ist. So konnten wir uns bis zum Helmpels durchschlagen. Hier war gerade Bierbörsen-Aktion, die dafür sorgte, dass die Cocktails für maximal 3,50 € zu haben waren. Das war leider auch dem Umstand geschuldet, dass außer uns nur noch ein, zwei Gäste da waren. Die Lage in der Innenstadt ist eigentlich top und auf den Ledersesseln und Ledersitzbänken hat man es schon sehr bequem – und es sieht auch noch wertig aus. Entweder lag es an der Musik, die ein Mix aus Nickleback-Rock und belanglosem Pop war oder daran, dass in den Cocktails nur homöopathische Mengen Alkohol verarbeitet wurden. Egal: wir hatten unseren Spaß und hatten es anschließend auch nicht allzu weit zu unserem Hotel.
Jetzt wartet erst mal das Frühstücksbuffett auf uns.
Nerdsee-Tour aka Männertrip, Teil 2
Geschrieben von andreas am 18. September 2010 || keine Kommentare

Watt’n Tach! Watt’n Tach!
Das ging ja gut los: mit einem okayen Frühstück, das uns für fit für den Tag machte. Um 9 Uhr ging es los von Leer in Richtung Emden. Da wir die “Küstenroute” zwischen den beiden Orten gestern bereits auf der Landstraße gefahren sind, gönnten wir uns diesmal die Autobahn (auch wenn diese dank einspuriger Verkehrsführung kilometerlang auf 60 km/h begrenzt war). In Emden wurde dann erst mal aufgetankt. Direkt nach dem Tanken standen wir erst mal eine halbe Stunde im Stau. War aber sehr lustig. Wegen einer Baustelle ging es mal so gar nicht voran. Minutenlang standen wir auf der Stelle. Ich Fuchs kam dann auf die wackere Idee einfach mal in eine Nebenstraße zu fahren und zu hoffen, dass wir nach dem Stau wieder auf die Hauptstaße kommen. Hat sich was. So haben wir zwar ein nettes Wohnviertel gesehen – leider bildete die Straße aber einen Ring, die wieder genau an der Stelle auf die Hauptstraße führten, an der wir gestartet waren. Als wir dann wieder auf die Hauptstraße zufuhren war da auf einmal nix mehr von einem Stau zu sehen. Die Autos fuhren geschmeidig weiter. Da haben wir uns natürlich schon mal gefreut – wie sich zeigen sollte: viel zu früh… Kaum waren wir wieder auf der Hauptstraße bildete sich wieder ein Stau. Und nein: ich war nicht der Stauauslöser. Weil so gar nichts voran ging bin ich mal davon ausgegangen, dass dort vermutlich auf einem kilometerlangen Teilstück die Fahrbahn erneuert wird. Wenn da dann natürlich nur eine Spur frei ist, muss die Ampelschaltung ja richtig lange “rot” zeigen, bis auch der letzte Wagen die kilometerlange Strecke geschafft hat. Dann war ich aber doch erstaunt: einspurig war es nur ungefähr 200 Meter. Nix besonderes. Dass man damit einen solchen Stau provozieren kann. Unglaublich.
Anschließend ging es auf dr Landstraße weiter in Richtung Esens. Am Himmel zeigte sich ein bunter Mix aus Regen und Sonne. Als wir in Bensersiel angekommen waren, zog es sich gerade mal wieder aml Himmel zu. Egal: ab an den Strand. Aber auch hier: “Hat sich was!”. Die werten Herrschaften möchten dafür doch tatsächlich Geld haben! 3,50 € pro Person. Nur dafür, um an den Strand zu kommen. Frechheit. Wir also wieder ab ins Auto und entlang dr Küste gefahren – weg von den Touristenmassen, hin zu einer einsamen Treppe am Deich. So soll das sein: keine nervenden Leute, nur reine Natur, eine frische Brise und tatsächlich auch ein wenig Sonnenschein. Doch kaum waren wir auf dem Deich, gab es einen fiesen Wetterumschwung. Starke Windböen fegten uns um die Nase und klatschten uns dicke Regentropfen ins Gesicht. Gut, dass wir heute nicht erst noch eine Luftmatte zusammenpacken mussten, sondern direkt ins Auto hüpfen konnten. Da haben wir dann ein paar Minuten gewartet – bei Knoppers und “Stromberg” – bis sich der Himmel wieder gelichtet hat. Zum Glück konnte man schon ziemlich nah wieder blauen Himmel sehen. Anschließend sind wir eine halbe Stunde am Meer entlangspaziert und waren pünktlich zum wieder einsetzenden Regen wieder im Auto. Doch ein wenig kühl habe ich Phil gesagt, dass wir nun nach Carolinensiel fahren und uns bei einer heißen Tasse Irgendwas aufwärmen. Als wir dort angekommen waren, hat schon wieder richtig die Sonne geschienen und wir brauchten uns nicht mehr aufwärmen. Was auch ganz gut war, denn bei meinem “kulinarischen Geheimtipp” hat mich mein Gedächtnis verlassen. Der ist nämlich nicht in Carolinensiel, sondern im Nachbardorf. Nun denn, so gab es eben nur ein Fischbrötchen auf die Kralle als Mittagsmahl.
Anschließend wollten wir in Richtung Schillig fahren, um noch mal ans Meer zu kommen. Doof nur, dass auch hier wieder eine Baustelle war (was gibt das hier oben viele Baustellen! Es lebe der Tourismus…) und ich eine andere Route fahren musste. Die führte uns dann irgendwie nach Jever, was ja mehr im Landesinneren liegt denn an der Küste. Letztenendes sind wir irgendwann an der gigantischen Ölraffinerie nördlich von Wilhelmshaven entlanggefahren und mit mehr Glück als Verstand tatsächlich an der Küstenstraße gelandet. Dort haben wir ein ziemlich fettes Windrad in Küstennähe gesehen (okay, “Offshore” kann man das noch nicht nennen – aber das gelbe Fundamet aus tonnenweise Stahl sah schon imposant aus). Anschließend wollte ich Phil dann noch ein klein wenig Strand in Wilhelmshaven-Vosslap zeigen, wo ich früher schon häufiger gewesen bin. Aber auch hier “Hat sich was!”. Statt ein klein wnig Strand mit viel Ölfabriken am Horizont gab es hier nur eine große grüne Wiese zu bestaunen. Da, wo früher sandiger Strand und sanfte Brandung waren, war nun ein zig fußballfelder großes Stück “Rasen”. Wie sich schnell herausstellte entsteht genau an meinem Ex-”Lieblingsstrand” der Jade-Weser-Port. Pech gehabt.
Und nun sitzen wir in unserem Hotel in Wilhelmshaven. Sehr toll hier! Bei der Buchung habe ich natürlich auf getrennte Betten bestanden (nicht, dass Phil sich nachts heimlich ankuschelt…). Da das Hotel aber keine Doppelzimmer mit getrennten Betten hat, wurde uns kulanterweise der bezug von zwei Einzelzimmern angeboten. Da haben wir beide natürlich gleich “Ja!” geschrien. Und ich muss sagen: das Beans Park Hotel in Wilhelmshaven ist echt top! Der Frühstückssaal sieht sehr chic aus (Fotos reiche ich auch hier nach), das Personal ist freundlich (der weibliche Teil auch sehr attraktiv…;-)) und die Zimmer irgendwie knuffig. Lasst das Zummer mal gerade vielleicht 6 Quadratmeter groß sein, aber es ist “muggelig” und in einem sehr guten Zustand. Beim Blick aus dem Fenster sehe ich auf einen kleinen Innenhof mit ein paar Stühlen und – ganz typisch – einem Strandkorb. Top!
So, jetzt scheint hier aber wieder die Sonne und ich werde meinen Nachbarn Phil aus seinem Zimmer abholen, damit wir die regenfreie Zeit ein wenig nutzen können, um WHV unsicher zu machen.


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