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Originaltitel: Transformers
Herkunftsland/Jahr: USA, 2007
Länge: 144 Minuten
Kinostart: 01. August 2007
Regie: Michael Bay
Drehbuch: Roberto Orci, Alex Kurtzman
Darsteller: Shia LeBeouf, Mega Fox, Tyrese Gibson, Jon Voight
Genre: Action
Für Freunde von: Star Wars, I Robot
Offizielle Webseite
IMDB
Trailer
Ollys Rating: 









Inhalt:
Auf der Erde befindet sich der Energon Cube, der Schlüssel für die Alleinherrschaft über die Transformers. Die bösen Deceptions-Transformers greifen die Erde an, um dieses mächtige Artefakt an sich zu reißen. Der junge Sam hat eine Karte, die zur Quelle der Macht führt, ohne jedoch davon zu wissen. Er wird dadurch zum Ziel für die Deceptions. Seine einzige Hilfte sind die Autobots. Der gigantischer Kampf beginnt.
Olly:
Ich hatte meine Zweifel, ob eine Realverfilmung der Transformers funktionieren könnte. Erleichtert kann ich nun feststellen: Es ist möglich. Transformers ist der absolute Sommerblockbuster und gleichzeitig einer der größten Effektfeuerwerke. Und er funktioniert selbst dann, wenn man weder die TV-Show und Comics noch mit dem Spielzeug etwas anfangen kann. Natürlich darf man keinerlei Tiefgang oder Anspruch erwarten, das wird schon in den ersten zehn Minuten nur allzu deutlich, als ein einsamer Decepticon eine ganze Militärbasis effektvoll in Schutt und Asche legt.
Danach tritt Michael Bay auf die Bremse und führt die Hauptfiguren ein. Shia LaBeouf (Sam) und Megan Fox (Mikaela) geben eine Teeniekomödie nach Schema F. Sie ist die überaus attraktive Highschool-Schönheit, er der Loser, der sie rumkriegen will. Die Transformers kommen wieder ins Spiel, als Sam von seinem Vater einen alten Camaro geschenkt bekommt, der in Wahrheit der Transformer Bumblebee ist. Und damit ist Sam inmitten eines intergalaktischen Krieges zwischen Kampfroboters. Clever, das Ganze so aufzuziehen. Es geht letztlich um ein wichtiges Gadget, wo nie so richtig klar wird, warum es eigentlich so wichtig ist. Interessiert einen auch nicht wirklich.
Transformers ist überraschend komisch gehalten. Während die Gags um die Teenieklamotte noch halbwegs originell sind, gibt es daneben leider einige nervende Handlungselemente. Da wären zum einen die beiden Hobby-Hacker, die spielende den ganzen NSA-Apparat an die Wand hacken sowie der Decepticon Frenzy, der ein Nervpotenzial entwickelt, wie ihn zuletzt Jar Jar Binks in Star Wars Episode 1 hatte. Hier wäre weniger mehr gewesen, der Laufzeit des Films hätte es gut getan. Auch die Idee, dass die Transformers die menschliche Sprache im Web gelernt haben und sich dadurch entsprechend merkwürdig artikulieren ist eine weniger gute Idee gewesen.
Aber genug gemeckert, es geht letztlich um Action und Effekte und davon bietet Transformers mehr als das Auge vertragen kann. Es ist nahezu unglaublich, was Michael Bay zusammen mit den Trickspezialisten von Industrial Light & Magic auf die Leinwand gezaubert haben. Allein die Transformationen lassen einen bis zum Ende des Filmes immer wieder staunen. Einfach gigantisch. Das letzt Mal, dass ich etwas ähnlich imposantes gesehen habe, war in Terminator 2 der flüssige Terminator. Abeits davon gibt es spektakuläre Verfolgungsjagden sowie gigantische Explosionen und Materialschlachten.
Meckern könnte man noch über das übertriebene Product Placement sowie eine deutliche Spur zu viel Pathos, aber das wäre es dann auch. Abseits davon hat Transformers so unheimlich viel, was einen staunen lässt. Eine unverschämt attraktive Megan Fox, die man besser kaum in Szene setzen könnte. Einen unheimlich sympathischen Shia LaBeouf, der gerade eine Mords-Karriere hinlegt. Dazu wahnsinnige Action und Effekte. Und natürlich sprechende Riesen-Roboter, die sich beinahe in jeden Scheiß verwandeln können. Wer darauf nicht steht, hat einfach nicht wenigstens ein bisschen von seiner Kindheit konservieren können. Besser hätte man diesen Stoff jedenfalls nicht auf die Leinwand bringen können.
Diese Woche steht alles im Schatten großer Roboter. Transformers ist das Highlight der Woche, das bereits am Mittwoch startet. Die Trailer der Woche:
Transformers (Action)
Heute wieder in Vollbesetzung geht es weiter mit Folge 6. Neben den Neustarts der Woche und einigen Kritiken haben wir dieses Mal viele interessante Themen. Wie üblich: Schickt uns euer Feedback.
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Das Highlight der Woche sind sicherlich die Simpsons. Es kommen mit Tanz der Vampire und der Rocky Horror Picture Show zwei alte Klassiker erneut ins Kino, Trailer dazu schenken wir uns aber mal.
Simpsons (Comedy)
Ich habe es ja immer gesagt. Nintendo wird der berühmte lachende Dritte im Konsolendreikampf. Die neuen Verkaufszahlen für den Juni der NPD-Gruppe belegen dies:
- Nintendo DS – 561.900
- Wii – 381.800
- PSP – 290.100
- PlayStation 2 – 270.700
- Xbox 360 – 198.400
- Game Boy Advance – 109.400
- PLAYSTATION 3 – 98.500
Insgesamt verzeichnen die Konsolenhersteller ein Wachstum von 34% gegenüber dem Vorjahr. Da wird vielen Eltern wieder klar, wo das ganze Taschengeld hin fließt.
Viele Neustarts diese Woche. Mit Death Proof, der einen Hälfte des Grindhouse-Projektes haben wir sicher einen prominenten Film der Woche. Aber auch der Rest kann sich sehen lassen:
Quentin Tarantinos Death Proof – Todsicher (Horror)
Originaltitel: Harry Potter and the Order of the Phoenix
Herkunftsland/Jahr: USA/GB, 2007
Länge: 138 Minuten
Kinostart: 12. Juli 2007
Regie: David Yates
Drehbuch: Michael Goldenberg
Darsteller: Daniel Radcliffe, Imelda Staunton, Alan Rickman, Rupert Grint, Emma Watson
Genre: Fantasy
Für Freunde von: Harry Potter, Die Chroniken von Narnia
Offizielle Webseite – IMDB – Trailer
Ollys Rating: 









Inhalt:
In den Sommerferien wird Harry in der Muggelwelt von zwei Dementoren angegriffen. Er kann sich und seinen Cousin Dudley mit einem Patronus-Zauber retten. Das Zauberei-Ministerium ist über diesen öffentlichen Zauber alles andere als begeistert. Nur Dumbledores Verteidigung ist es zu verdanken, dass Harry der Verurteilung entgeht. In Hogwarts wird die strenge Dolores Umbridge als Großinquisitorin eingesetzt. Da sie die Schüler nur noch in der Theorie ausbildet, gründet Harry Dumbledores Armee, um seinen Mitschülern die Tricks zu zeigen, um gegen den bösen Lord Voldemort bestehen zu können
Olly:
Harry Potter und der Orden des Phoenix ist das bisher dickste Buch und gleichzeitig die kürzeste Verfilmung. Möchte man sich kurz fassen, könnte man die Kritik darauf beschränken. Natürlich fehlen sehr viele Handlungsstränge des mehr als 1000 Seiten dicken Buches. Man beschränkte sich lediglich darauf, die Haupthandlung umzusetzen. Selbst die im Buch für Ron so wichtigen Qudditisch-Matches fehlen erneut komplett, ärgerlich.
Mit jeder weiteren Episode verfliegt immer mehr etwas von dem magischen Zauber des ersten Werkes. Harry und Freunde werden langsam erwachsen und sie agieren immer routinierter in der Welt der Zauberei. Das nimmt der Serie etwas das Phantastische. Der einst so mysteriöse Patronus-Zauber wird gleich in den ersten Minuten ausgepackt und niemand schaut mehr mit staunenden Augen nach einem Zauber auf die Leinwand.
Produktionstechnisch spielt auch der Orden des Phoenix wieder in der ersten Liga. Aber das war man bereits von den Vorgängern gewöhnt. Die Effekte sind bis auf wenige Ausnahmen (Flug durch London, der Riese im Wald) von sehr hoher Qualität. Mittlerweile liest sich der Cast wie ein Who is who der britischen Filmkunst. Beinahe jeder erfolgreiche britische Schauspieler hat einen Platz in der Potter-Reihe.
Umso ärgerlicher, dass so interessante Figuren wie Tonks nur so wenig Leinwandzeit haben. Absolutes Highlight des Filmes ist Imelda Staunton als Dolores Umbridge, das personifizierte Böse. Schade ist, dass die einst so vielversprechenden Jungschauspieler da nicht mithalten können. Daniel Radcliffe wirkt in vielen Szenen schlicht überfordert, etwas besser kommen da schon Rupert Grint und Emma Watson weg. Ein echter Glücksgriff ist die junge Darstellerin der Luna Lovegood, die die Rolle ausdrucksvoll mit Leben füllt.
Insgesamt ist der Orden des Phoenix ein gutes Stück Fantasy-Kino. Als Buchverfilmung ärgert man sich jedoch wieder über die üblichen Unzulänglichkeiten. Angesicht der eher schlechten Kritiken war ich positiv überrascht.
Titel/Originaltitel: Zodiac
Herkunftsland/Jahr: USA, 2007
Länge: 156 Minuten
Kinostart: 31. Mai 2007
Regie: David Fincher
Drehbuch: James Vanderbilt
Darsteller: Jake Gyllenhaal, Mark Ruffalo, Robert Downey Jr, Anthony Edwards
Genre: Drama, Thriller, Krimi
Für Freunde von: Die Unbestechlichen, JFK
Offizielle Webseite – IMDB – Trailer
Ollys Rating: 









Andys Rating: 









Inhalt:
Der Zodiac-Killer verbreitet in den 70ern Angst und Schrecken in und um San Francisco. Insgesamt konnte ihm die Polizei sieben Taten nachweisen, fünf dieser Opfer verstarben. Der Zodiac-Killer selbst behauptete, deutlich mehr Menschen umgebracht zu haben. Er spielt ein Katz-und-Maus-Spiel mit der Polizei, der Presse und der Öffentlichkeit. Er verschickt codierte Mitteillungen, die von der Presse gedruckt werden sollen. Andernfalls würde er noch mehr Menschen umbringen.
Olly:
David Fincher ist wieder da, irgendwie, oder auch nicht. Vom visuellen Overkill einstiger Tage ist nicht mehr viel über geblieben in Zodiac, Fincher nimmt sich sehr zurück und lässt der Geschichte den Platz, den sie braucht. Statt eines Serienkiller-Thrillers im Stile von Sieben, erzählt er im pseudo-dokumentarischem Stil die Geschichte über die Ermittlungen einiger weniger Engagierter, die sich aufopfern und schlussendlich an der zu großen Aufgabe zerbrechen, einem der brutalsten und offenbar cleversten Mörder der US-Geschichte das Handwerk zu legen.
Beinahe 25 Jahre Ermittlungsgeschichte hat Fincher in etwas mehr als 2,5 Stunden Film gepackt. Thrill oder Spannung blitzt dabei nur sehr selten auf. Wenn dies der Fall ist, wie bei einem Besuch eines möglichen Verdächtigen, dann zeigt Fincher aber auch, wie man perfekt Atmosphäre und Spannung aufbaut. Aber es geht in Zodiac auch nicht um den großen Thrill. Zodiac ist viel mehr ein Drama, das sehr schön zeigt, wie die Personen im Laufe der Zeit an dem Fall zerbrechen, die sich am meisten für dessen Lösung einsetzen. Ich musste über weite Strecken an „Die Unbestechlichen“ denken.
Der Zodiac-Killer ist ein absolutes Phänomen und nicht zuletzt daher ein Vorbild für viele Kriminalfilme gewesen. Er war das Sinnbild des Bösen und spielte mit den Ermittlungsbehörden und der Bevölkerung. Er machte die Medien zu seinem Spielball und führte sie nach Belieben vor. Seine Drohung, einen beliebigen Schulbus zu sprengen führte sogar dazu, dass er sehr stark ins Familienleben der Bevölkerung eingriff und diese zutiefst verunsicherte.
Zodiac ist handwerklich einwandfrei und spiegelt perfekt das jeweilige Jahrzehnt wieder. Dazu kommen, wie bei Fincher-Filmen üblichen überzeugenden Darsteller. Jake Gyllenhaal und Mark Ruffalo glaubt man sofort, dass sie ihr letztes Hemd geben würden, um den Zodiac-Killer aufzuspüren. Ob Robert Downey Jr. die Rolle des im Drogensumpf versinkenden Reporters so überzeugend spielt oder er einfach er selbst ist sei mal dahin gestellt. Auf Darstellerseite kann man eigentlich nichts bemängeln.
Hin und wieder gibt es Stellen, wo es etwas langatmig wird. Das liegt einfach daran, dass Spur um Spur verfolgt ist und die Ermittler immer wieder in einer Sackgasse festsitzen. In diesen Szenen ist der unendliche Frust aller Beteiligter aber absolut nachvollziehbar und insofern kann man darüber hinweg sehen. Ein weiteres Problem von Zodiac ist die Tatsache, dass klar ist, worauf es letztlich hinaus läuft. Wer sich ein bisschen mit der Geschicht auskennt weiß natürlich, dass der Killer nie gefasst wurde.
Anders als Oliver Stone in JFK versteift sich David Fincher nicht auf einen Täter sondern zeigt eine mögliche Option auf, um zumindest zu einem versöhnlichen Schluss zu kommen. Ganz eben wie in der Buchvorlage von Reporter Robert Graysmit, der im Film von Jake Gyllenhaal gespielt wird.
Andy:
In diesem Film entdeckt der geneigte Zuschauer viele Parallelen zu heutigen Geschehnissen. Auch heute gibt es immer wieder Täter, die nur deswegen nicht gefasst werden, weil die einzelnen Ermittlungsbehörden nicht kooperieren, sondern lieber alle Ergebnisse für sich behalten. Ebenso gibt es fast wöchentlich Ereignisse, die zwar großes mediales Aufsehen erzeugen, bei denen man sich aber dennoch die Frage stellen kann: „Wie weit darf Journalismus eigentlich gehen? Wie ist das mit dem gesetzlich zugesicherten Schutz der Informanten?“.
Das „Look and Feel“ des Films versetzt einen bereits vor Filmbeginn in die End-60er: schon die eingeblendeten Logos des Filmverleihs scheinen aus einem alten Archiv zu kommen und bestechen durch leicht verwaschene Farben. Während Gyllenhaal die ganze Zeit aussieht, wie Gyllenhaal nun mal aussieht, könnte Ruffalo tatsächlich einer „Kojak“-Folge entsprungen sein. Wäre die Bildqualität nicht doch ein wenig besser als in Originalfilmen aus den 70ern, so könnte man fast meinen einen alten Film zu sehen.
Schauspielerisch läuft der Film durchgehend auf hohem Niveau. Robert Downey Jr. wird seinem Ruf als einem der talentiertesten Schauspieler Hollywoods gerecht, indem er den Journalisten Avery glaubhaft als jemanden darstellt, der an der Suche nach dem Killer verzweifelt, vergeblich auf den großen Ruhm hofft und letztlich im Alkohol ertrinkt. Auch Gyllenhaal macht seine Sache sehr gut: von Beginn an nimmt man ihm den leidenschaftlichen Code-Knacker ab, der von nun an versucht sich in die Psyche des Mörders hineinzudenken. Besessen von der Jagd nach Zodiac vernachlässigt er seine Familie, ohne sich durch den Auszug von Frau und Kindern von seinem Ziel abbringen zu lassen. Ruffalo war mein persönlicher Liebling: der Bulle, der sich in seiner Arbeit beschränkt sieht, da er nie Zugang zu allen Ermittlungsakten hat, obwohl er federführend für die Ermittlungen verantwortlich ist. Allein schon seine Frisur war „absolutely genuine“.
Wer nun die ansonsten übliche Verfolgungsjagd nach dem Motto „Killer entkommt knapp der Polizei, die folgt aber weiter seiner Spur“ erwartet, wird herb enttäuscht sein. „Zodiac“ ist sehr dialoglastig, spiegelt aber sicherlich eher realistische Ermittlungsarbeit wieder. Hinweise werden entdeckt, mit verdächtigen Personen in Verbindung gebracht und wieder verworfen – ein ums andere Mal. Interessant ist der Einblick in die Ermittlungen allemal, nur sollte man keinen aufreibenden Nervenkitzel erwarten. Und man sollte sich vor dem Kinobesuch schon darüber im Klaren sein: 155 Minuten den Dialogen in der Art „Er könnte, weil…aber er kann es nicht sein, da…“ zu folgen, ist recht anstrengend. In jeder Sekunde der Unaufmerksamkeit hat man die Angst einen entscheidenden Fakt zu verpassen. Dieser Film verlangt zweieinhalb Stunden absolute Aufmerksamkeit. Wer sich darauf einlassen will, bekommt einen handwerklich einwandfreien Krimi geboten, der – ebenso wie die Realität – den tatsächlichen Täter schuldig bleibt.
Auch in dieser Woche gibt es wieder aktuelle Filmbesprechungen, Neues aus der Technikwelt und einen kleinen Bericht vom “Live Earth”-Konzert in Hamburg. Feedback ist wie üblich sehr gewünscht.
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