Predators – Filmkritik

Söldner Royce (Adrien Brody) landet nach einer Ohnmacht ganz unvermittelt per Fallschirm in einem unbekannten Dschungel. Kurz nach ihm landen weitere Unbekannte, die eine Eigenschaft eint: sie alle wissen, wie man professionell tötet. Nach anfänglichem Misstrauen schließen sie sich zusammen und erkunden den dichten Urwald. Schnell stoßen sie auf Leichen, die anscheinend nicht von Menschenhand umgebracht wurden. Dort draußen im Dschungel ist etwas…

Genau so mag ich das: schubst mich einfach rein in die Action! Ebenso wie Royce steht man als Zuschauer erst mal ziemlich auf dem Schlauch und ist auf die Entdeckungen des Teams angewiesen. Da die Sichtweise anfangs sehr auf die spezialisierten Killer fokussiert ist, entsteht eine sehr angespannte Atmosphäre. Die Orientierungslosigkeit des Teams springt gut auf die Zuschauer über.
Die Charaktere erinnern in ihrer Art und Wortwahl sehr an die Haudegen aus 80er-Jahre-Filmen. Hier schafft Regisseur Rodriguez eine gute Nähe zum Original. Handlung und filmische Darstellung erinnern so sehr an das Original, dass man „Predators“ tatsächlich als eine Art legitime Fortsetzung bezeichnen kann. Natürlich ist von Anfang an klar, wer aus dem Team überlebt – dennoch ist der Film über die gesamte Länge hin spannend, bietet eine gute Mischung aus anfänglicher Suspense und finaler Action. Die Predators sehen mit ihren stämmigen Körpern und Quasi-Dreadlock immer noch sehr biestig aus und lassen keinen Zweifel daran, dass unser Team es hier mit einem derben Gegner zu tun bekommt.
Nun ist „Predators“ sicherlich keine absolute Action-Referenz; wer aber gerne mal wieder einen Film sehen will, der ein Drehbuch mit einen ordentlichen Touch 80er-Jahre ganz anständig mit aktueller CGI-Technik paar, der darf getrost ins Kino gehen.
Durchschnittliche Bewertung von "Predators" bei 1 Bewertung: 8/10 Sternchen
Geschrieben von andreas am 17. Juli 2010 unter Filmkritiken || 2 Kommentare


Ich finde auch, dass Predators einen guten Mix aus alten und neuen Elementen hinbekommen hat. Kenner freuen sich über die vielen Anspielungen auf das Original. Schnörkellose Action vom feinsten, ideales Sommer Fastfood. Kleine Anmerkung am Rande: Regisseur des Films ist Nimrod Antal und Rodriguez Produzent.
Eiziger Punkt über den ich am grübeln bin: Adrien Brody als Action Hauptdarsteller? Man sieht zwar, dass er ein wenig trainiert hat aber Arnie sah natürlich dank Muskelberge mehr nach Elite Kämpfer aus.
@reptile:
Oops, jetzt hat sich dieser Fehler mit Rodriguez tatsächlich in die Kritik eingeschlichen, obwohl ich mir dessen gewahr bin, dass er nicht Regie geführt hat. Nun denn: was steht, das steht.
Ich finde, dass Brody ganz gut für die Rolle taugt, spielt er doch einen Söldner, der direkt aus dem Kriegsgebiet kommt. Und da finde ich ihn mit seiner ausgemergelt wirkenden Physiognomie weit glaubwürdiger als einen Schwarzenegger, dem man förmlich ansieht, dass er die Muskeln nicht im Dschungel, sondern im Fitness-Studio erworben hat.