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Rock Star – Filmkritik

Rock_Star

Chris ist ein riesengroßer Fan der Hardrock-Formation „Steel Dragon“. Und zwar ein so großer, dass er mit Freunden eine Tribute-Band ins Leben gerufen hat und in den lokalen Hallen deren Songs nachsingt – sogar besser als das Original. Als der Sänger von „Steel Dragon“ dem Band-Management ein wenig zu sehr auf der Nase herumtanzt, wird er aus der Band geschmissen. Und plötzlich klingelt bei Chris das Telefon…

Hmmm, jaaa. Wie soll ich diesen Film beschreiben? Eine Erfüllung war er nicht gerade. Mark Wahlberg mit langer Heavy-Mähne dabei zuzusehen, wie er im Hardrock-Leben auf- und absteigt macht aber dennoch irgendwie Spaß. Der Soundtrack besteht hauptsächlich aus dem guten harten Hardrock der 80er Jahre (in denen der Film schließlich auch spielt). Dabei entwickelt die Musik teilweise richtigen Schmiss, so dass man denkt: „Ja, war doch schon irgendwie geil, oder?“.

Anstatt aus dem Thema aber ein tiefschürfendes Drama zu machen, bleibt „Rock Star“ leider viel zu sehr an der Oberfläche hängen. Anstatt Wahlberg eine gewisse Charaktertiefe zu geben, die ich ihm schauspielerisch spätestens seit „Vier Brüder“ zutraue, ergeht sich der Film in Aneinanderreihungen von Klischees. Entsprechende dem alten Motto „Sex, Drugs and Rock’n’Roll“ gibt es natürlich strunzdumme Groupies, Alkohol- und Drogen-Exzesse und natürlich auch die eine oder andere Rauferei auf der Bühne. Regisseur Stephen Herek verpasst leider die Chance, diesen zusammengeschnippelten Sequenzen eine Prise Ernsthaftigkeit mit auf den Weg zu geben.

Jennifer Aniston als Chris’ Freundin bleibt so farblos wie immer, die Love-Story zwischen den beiden vermag einen nicht zu berühren, geschweige denn mitzuleiden wenn sie denn durch die plötzliche Berühmtheit auf eine harte Probe gestellt wird. Ebenso wie der komplette Film ist auch diese kleine Romantik-Schiene von Anfang an vorhersehbar.

„Rock Star“ ist ein unterhaltsamer Film, der viele (eigentlich alle) Vor- und Nachteile des Rockstar-Lebens beleuchtet. Nur leidet der Film doch arg am fehlenden Tiefgang und an der Ausarbeitung der Charaktere.

Geschrieben von am 10. Juli 2010 unter Filmkritiken || keine Kommentare

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