Verrückt nach Steve – Filmkritik
Mary ist eine ziemlich verschrobene Frau. Als Kreuzworträtsel-Autorin für die lokale Zeitung verdient sie sich das Geld für ihr bescheidenes Leben. So richtig unternehmen tut sie nämlich nix. Keine Parties, keine Dates, von Beziehungen ganz zu schweigen, dafür ist sie schon viel zu verschrullt. Als ihre Eltern mal wieder ein Date mit dem alleinstehenden Sohn einer befreundeten Familie arrangieren, ist Mary gar nicht angetan – bis sie den Herzensbrecher sieht. Mit ihren überbordenden Gefühlen überfällt sie den Nachrichten-Kameramann Steve jedoch so sehr, dass der sich möglichst schnell auf die Suche nach einer tollen News-Story möglichst weit, weit weg macht. Doch Mary lässt nicht locker…
Wenn man hört, dass Sandra Bullock die Goldene Himbeere für die schlechteste Schauspielleistung des Jahres bekommen hat, mag man in den Film schon gar nicht mehr reingehen. Meiner werten Frau und ihrem jüngst aufkommendem Fangirltum für Bradley Cooper ist es aber zu verdanken, dass ich doch in den „Genuss“ des Films gekommen bin. Zuallererst: „Verrückt nach Steve“ ist mit Sicherheit nicht der schlechteste Film der Saison, sondern eine durchschnittlich gute RomCom. Und dennoch hat die Bullock ihren Preis doch verdient gewonnen. Während Cooper und die anderen Darsteller soweit ganz gut rüberkommen, drückt Sandra Bullock für meinen Geschmack ein wenig zu sehr aufs Comedy-Gaspedal. Während Thomas Haden Church als publikumsverliebter Reporter, der gerne mal pathetisch daherredet und auf die Tränendrüse drückt, noch ganz gut als überhöhte Medien-Kritik durchgeht, ist Sandra Bullock ein solches Nervenbündel, für das man nur schwerlich Sympathien entwickeln kann. Schade, wenn einem die Hauptdarstellerin erst in den letzten fünf Filmminuten ein wenig ans Herz wächst.
Als Mediensatire funktioniert der Film meiner Meinung sogar fast noch besser denn als romantische Komödie. „Verrückt nach Steve“ nimmt nämlich teilweise sehr gekonnt den Medienzirkus auf’s Korn, der von einem Ereignis zum nächsten reist, um schnell ein paar exklusive Bilder und einen herzergreifenden Kommentar zu produzieren. Die Liebesgeschichte, die ja eigentlich gar keine ist, gerät darüber ziemlich in den Hintergrund (muss ja nicht schlecht sein).
Alles in allem ist „Verrückt nach Steve“ hier und da gut für ein paar Lacher, wird aber bei allen Beteiligten nicht als Highlight in die Filmographie eingehen
Durchschnittliche Bewertung von "Verrückt nach Steve" bei 1 Bewertung: 5/10 Sternchen
Geschrieben von andreas am 03. Mai 2010 unter Film, Filmkritiken || 2 Kommentare
Tags: Bradley Cooper, Sanda Bullock, Thomas Haden Church, Verrückt nach Steve

Ich mag Sandra Bullock sehr, aber diesen Film fand ich echte Grütze…
Eine absolute Enttäuschung und die Himbeere war gerechtfertigt.
5 Sterne für diesen Film? WOW! Der Film funktioniert einfach gar nicht, dass sind von mir maximal 2 Sterne! Aber zum Glück sind die Geschmäcker ja unterschiedlich. Ich jedenfalls konnte bei dem Film eigentlich nie lachen. Einzig die Reportszenen brachten micht zum schmunzeln.