Transformers – Die Rache – Filmkritik
Nach fast zwei Jahren bringt Regisseur Michael Bay nun die Fortsetzung seines Blockbusters „Transformers“ in die Kinos und nennt ihn „Transformers – Die Rache“. Hierbei setzt er die Geschichte des ersten Teils fort: Beim Packen für den Umzug ins College fällt Sam Witwicky ein Splitter des Allsparks in die Hände; ein Teil des Steins, der Maschinen zu Robotern werden lässt. Die Wirkung des Steins ist gewaltig: Sam wird auf einmal von Visionen rund um mystische Zeichen heimgesucht. Aber die Zeichen existieren nicht nur in seinem Kopf.
Es stellt sich heraus, dass Sam der Träger der Codes des Allsparks und damit dessen Geheimnisses ist. Dies zieht auch Roboter-Bösewicht Megatron mit seinen Decepticon-Anhängern zurück zur Erde. Denn die Codes wären der Schlüssel zur Machtergreifung der Maschinen und der gnadenlosen Zerstörung der Erde. Sam und die menschenfreundlichen Autobots, allen voran Bumblebee und Optimus Prime, geben alles, um das zu verhindern.

Naja, was man hier sah, war ja abzusehen: Fette Action bei schillernder Optik.
Und man bekam genau das.
Der zweite Teil von Transformers nimmt sich nicht viel vom ersten Teil, der Stil ist gleich geblieben: Wilde Materialschlachten, fette Explosionen, garniert mit ein paar lustigen Szenen und übermäßig geiler Tranformersoptik. Was sich aber verändert hat, ist die Storytiefe: Zwar ist die Geschichte weiterhin an den Haaren herbeigezogen, mit der Matrix am Ende sogar ad adsurdum geführt, aber man hat einen für Transformers ungewohnt hoehen Storyanteil. Was der Film am Anfang an Story erzählt, wird am Ende aber an verdammt viel Schlacht wieder rausgeholt.
Laut, lauter, Transformers – Die Rache: Die letzte halbe, dreiviertel Stunde rummst es, dass einem die Ohren schlackern. Die Geschichte wird hier zur Nebensache.
Und genau hier liegen auch die Mängel des Films: Mit 147 Minuten ist der Film für einen LowBrainer-Actionfilm arg lang geraten. Mangels tiefgreifender Story und komprimierter Action am Ende schaltet man irgendwann ab: Neben mir wurde der lautesten Ballereien zum Trotz geschlafen und auch ich wartete darauf, mich wieder etwas zu erholen. Egal, wie man damit umgeht, der Durchzug schaltete sich angesichts der Masse der Effekte und Monotonie im Kampf irgendwann ein.
Das mag auch daran liegen, dass die Kampfszenen weiterhin unübersichtlich bleiben, und man häufiger mit den Fragen “Wer ist nun wer? Und wo ist überhaupt unten bei diesem Viech?” konfrontiert wird.
Geiles und lautes Popcornkino. Aber eine Dreiviertelstunde weniger hätte es auch getan.
Durchschnittliche Bewertung von "Transformers Die Rache" bei 1 Bewertung: 6/10 Sternchen
Geschrieben von phil am 04. Juli 2009 unter Film, Filmkritiken || 1 Kommentar

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