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Filmkritik: "Der Fluch der zwei Schwestern"

Inhalt:
Anna kommt nach einem langen Aufenthalt in der psychiatrischen Klinik wieder nach Hause. Ausschlaggeber für die Einweisung war, dass Anna den Unfalltod ihrer Mutter nicht verkraftete: Sie starb bei einer Explosion des hauseigenen Benzintanks.
Glücklich fällt Anna ihrer Schwester Alex in die Arme und genießt die wiedergewonnene Freiheit. Etwas stutzig wird Anna aber, als sie bemerkt, dass die ehemalige Pflegerin der Mutter mit dem alleinstehenden Vater eine Partnerschaft eingegangen ist. Anna vermutet, dass die Pflegerin etwas mit dem Tod der Mutter zu tun haben könne.
Als sich dann noch geisterhafte Erscheinungen häufen, entschließen sich Anna und Alex, die wahre Identität der Pflegerin aufzudecken.

Kritik Phil:
philkritik-thumb.jpgEs ist schwierig, den Film in ein einzelnes Genre einzusortieren:

Einerseits schlägt der Film ins Genre Horror ein: Die echte Mutter der Schwestern kam auf mysteriöse Weise bei einer Explosion des hauseigenen Benzintanks um, scheint aber noch in Geisterform auf dem Grundstück zu weilen. Immer wieder gibt es gruselige oder erschreckende Szenen, die es endlich wieder schaffen, den Zuschauer in den Sessel zurückweichen zu lassen.
Anderersetis hat man es mit einem Thriller zu tun, schaut man sich das zwielichtige Verhalten der neuen Mutter an, soll sie doch die angebliche Mörderin der Mutter sein. Sie weiß es, mit einfachen Gesten und doppeldeutigen Aussagen nicht nur den Missmut der Schwestern, sondern auch der Zuschauer auf sich zu ziehen. Als sich im Laufe des Films die Schlinge immer fester zuzieht, fiebert der Zuschauer zweitweise körperlich mit, wie die Schwestern sich aus scheinbar ausweglosen Situationen retten.

In der Summe nimmt sich der Film aber viel zu viel Zeit, die Geschichte rund um den Brand aufzubauen. Insbesondere das Verhältnis der zwei Schwestern wird stark betont und so nehmen die beiden einen großen Teil der Screentime ein. Häufig fehlt aber der Thrill bzw. der Horror. Mangels gleichbleibend hoher Spannungsrate lehnt der Zuschauer sich zeitweise auch zurück und dürstet geradezu nach einer unerwarteten Wendung oder gar einem "schönen" Horroreffekt.
Ausschließlich das Ende weiß mit einer recht unerwarteten Wendung zu überraschen, auch, wenn ich persönlich zugeben muss, sie bereits eine Viertelstunde vorher erkannt zu haben.

Ein netter Film, der sich in kein Genre einsortieren lässt und das wohl auch nicht will. Für den emotional ausgelegten Zuschauer ist das Schwesternverhältnis sicher ein Punkt, den Film zu sehen. Ein Thriller- oder Horrorfan orientiert sich eher an anderen Filmen.

Rating: ★★★★½☆☆☆☆☆

Andys Kritik: andykritik-thumb.jpg

Auch heute, gut eine Woche nach Ansicht des Films, will sich in mir keine rechte Meinung bilden. Weder schlecht noch wirklich gut – „war halt so’n Film“. Die Geschichte bietet nichts wirklich außergewöhnlich Neues. Zwei Schwestern, die gegen ihre Stiefmutter ins Feld ziehen, sind nun wirklich nichts Besonderes. Zudem bleiben die großen Überraschungen und Spannungs-Sequenzen aus. Hier und da zuckt man mal zusammen, verfolgt das Geschehen auf der Leinwand aber meist doch sehr teilnahmslos. Viel zu träge plätschert der Plot vor sich dahin. Zwar bietet der Schluss noch eine relativ überraschende Wendung; diese hat man in den letzten Jahren leider auch schon zu oft gesehen. Und da im Rest des Films der Zuschauer nicht für das Schicksal der Schwestern begeistert werden konnte, ist diesem das Ende auch schon egal.

Für einen DVD-Abend mag der Film noch ganz passabel sein, schließlich liefern zumindest die Schauspieler eine solide Leistung ab. Wer jedoch glaubt, hier einen Film zu sehen, der dem Horror-Film oder dem Thriller neue Impulse geben kann, der wird sehr enttäuscht sein.

Rating: ★★★★★☆☆☆☆☆

2 Responses

  1. [...] So sympathisch war Rogen seit „Beim ersten Mal“ nicht mehr. Auch Elisabeth Banks, die in „Der Fluch der zwei Schwestern“ doch ein wenig farblos blieb, kommt hier sympathisch [...]

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