Filmkritik: “Obsessed”
Inhalt:
Derek ist erfolgreicher Geschäftsmann, die Karrierelaufbahn zeigt steil aufwärts. Auch in der Familie läuft es super: Derek hat einen kleinen Sohn, Frau und die Familie ist gerade in ein neues Haus eingezogen.
Doch eines Tages erscheint Lisa als neue Sekretärin für Derek. Und sie hat sich ziemlich in Derek verschossen. Keine Situation lässt sie aus, um Derek zu umschwärmen und ihm ihre Liebe zu beweisen. Derek blockt zwar ab, aber Lisa drängt sich immer offensiver in Dereks Leben, bis es um Leben und Tod geht…
Kritik:
Man muss den Film zwiegespalten sehen:
Auf der einen Seite kann man nur schwer positive Punkte finden: Die Dialoge kann ein Jeder mitsprechen, ohne auch nur den Film gesehen haben. Einfach aus dem Fakt heraus, dass sie derart voraussehbar sind, dass dies keine besondere Filmkenntnis voraussetzt. Auch die Musik ist eher schlecht gewählt, möchte sie Spannung generieren, wo keine ist, oder zu Situationen, die besonders erst durch die Musik ad adsurdum geführt werden. Vor allem aber leidet der Film unter den in keinster Weise nachvollziehbaren Reaktionen Dereks: Er wird von einer Stalkerin verfolgt, die ganz eindeutig ein Ziel verfolgt, dennoch versucht er diese Situation selbst zu regeln. Die hier an den Tag gelegte Naivität entzieht der Story leider komplett die Glaubwürdigkeit, sodass die Geschichte – wenn auch ernst gemeint – eher als Komödie anmutet.
Auf der anderen Seite ist und bleibt der Film der recht harten Linie Lisas treu: Immer fataler werden die Aktionen von Lisa, immer mehr drängt sie sich ins Privatleben von Derek und damit zwischen ihn und seine Frau. Aller Vorausschaubarkeit und Lacher zum Trotz fiebert man doch mit, wie Lisa sich verhält, wie Derek reagiert. Die Reaktionen Dereks sind jederzeit -abgesehen von seiner Schweigsamkeit der Umwelt gegenüber- nachvollziehbar und sorgen zumindest für etwas Empathie. Zwar war die Umsetzung eher fraglich, der Fanatismus, der hinter dem Stalking steckt, kam an einigen Stellen durchaus heraus.
In der Summe erreicht der Film Mittelmaß: Er hat zwar merkbare Schwächen, aber er langweilt nie, zudem rutscht er nie ins komplett Lächerliche ab. Ein Film, den man nicht sehen braucht, wenn man aber darüber stolpert, ohne Blessuren sehen kann.
Note:
Rating: 









“Obsessed” gabs in Gera in der letzten Sneak: http://www.kinocast.net/2009/05/30/kinocast-123-obsessed-outtakes/