Trailer zu “Special”
Ich weiß noch nicht so recht was ich von diesem Film halten soll. Zumindest ist es schon mal ein Superhelden-Film der ganz anderen Art. Selten können sich Filme dieses Genres mit einem “Official Selection”-Logo vom Sundance-Festival schmücken. Man sieht: dieser Film ist nicht wirklich ein Superhelden-Film der alten Schule. Sieht trotzdem interessant aus.
Kleiner Vorfreude-Dämpfer: obwohl der Film im bereits im November 2006 in England Premiere hatte, steht bis heute kein Deutschland-Starttermin fest. Immerhin läuft er in den Staaten nun seit ein paar Tagen, vielleicht hilft das…
Nerdtalk Episode 77
Und gleich die gesehenen Filme hinterher. Danke an alle Downloader, Kommentatoren und Sternchengeber. Was wären wir ohne euch?
Viel Spaß beim Hören
Gesehene Filme:
Willkommen bei den Sch’tis
New York für Anfänger
Max Payne
Der blanke Horror
Vermutlich ist es vielen von Euch schon aufgefallen. In den vergangenen Jahren bekommt man das Gefühl, dass Produzenten weniger Geld für gute Drehbücher ausgeben, dafür aber mehr in die detaillierte und realistische Darstellung von Mord- und Folterszenen investieren. Auslöser dieser immer mehr auf Schmerz und Quälereien ausgerichteten Filme scheint mir „Saw“ zu sein. Doch einfach zu behaupten, dieser Film sei allein schuld an der Welle von Gewaltfilmen, die uns immer mehr zu überschwemmen scheint, täte ihm unrecht. Im Gegensatz zu vielen heutigen Vertretern des Horror-Genres verfügte der erste Teil der inzwischen schon auf fünf Teile angewachsenen Horror-Serie, auch über Inhalte. Die Story war spannend, der Zuschauer tappte ebenso im Dunkeln wie die beiden gefangenen Seelchen. Die Auflösung am Schluss war meiner Meinung nach grandios (und hat es nicht verdient jedes weitere Jahr ein ums andere Mal mehr ausgeschlachtet zu werden…).
Mit „Saw“ hielt die ausgiebige Darstellung von Gewalt und Meuchelmördereien Einzug in das Mainstream-Kino. Er hat für mich ein etwas anderes Standing als etwa die älteren „Nightmare on Elm Street“ oder „Freitag der 13“-Filme. Diese waren zwar in einem gewissen Publikumskreis „Kult“, dieser Kreis war aber relativ klein. So sehe ich „Saw“ als Bindeglied zwischen „Splatter/Gore-Filmen“ (absichtlich in Anführungszeichen) und dem Massenkino. Man bekommt inzwischen das Gefühl, dass alle Action- und Horror-Filme nur noch dann „gut“ sind, wenn jede Gewalttat mit möglichst hohem Ekelfaktor möglichst ausgiebigst dokumentiert wird. Je realistischer, je besser.
Um hier mal einen Beitrag des Users critic aus dem hannoverschen Cinemaxx-Forum zum aktuellen Film „Death Race“ zu zitieren:
“Ich habe die alten Actionfilme, von Running Man über Total Recall und Die Hard bis zu Lethal Weapon, sogar Alarmstufe Rot 1 und 2, natürlich alle ungekürzt, immer geliebt. Die waren auch gewalttätig, aber zielgerichtet. Der neuerliche Trend zur Gewalt als Sport und Spaßbetätigung und zur Belustigung des Publikums ist für mich einfach unakzeptabel.”
Dem kann ich mich nur anschließen. Ich bekomme das Gefühl: früher hat man bei Filmen darauf gewartet, dass etwas spannendes passiert oder dass die Story einen überraschenden Verlauf nimmt. Inzwischen gibt es immer mehr Filme, in denen man weniger auf gute Handlung wartet (die meist eh nicht kommt…), sondern vielmehr in gespannter Erwartung auf die nächste Gore-Szene wartet. Ich nehme mich da auch nicht aus. Bei vielen Filmen kann man sich von dem Gedanken an eine ausgeklügelte Story schnell verabschieden und achtet so zwangsläufig besonders auf ausgefallene Gewaltszenen.
Dennoch: ich finde diesen Trend abscheulich, auch wenn ich selbst sein Opfer bin.
Wie seht Ihr das?
Erkennt Ihr auch diesen Trend hin zu immer mehr Gewalt?
Hinter den Kulissen Hollywoods
Heute mal keine Kolumne. Nächste Woche wieder. Dafür ein wenig was zum Lachen.
Manchmal fragt man sich: „Wie kommen die Filmschaffenden nur immer auf ihre Ideen?“ Im Folgenden werde ich versuchen, die Hintergründe und Motive, die zur Produktion eines Filmes führen, nachvollziehbar darzulegen. Als Beispiel wähle ich „The Strangers“. Read more
Nerdtalk Episode 76
Endlich sind wir aus dem Loch der Filme heraus und es laufen nun endlich wieder gute, große Blockbuster an.
Und die besten haben wir uns rausgesucht und stellen sie euch vor.
Viel Spaß beim Hören
Vorgestellte Neustarts dieser Woche:
Death Race
Paris, Paris
New York für Anfänger
Caótica Ana
Weitere Links:
Trailer zu “The Wrestler”
Alles rund um 3D
IceAge 3 – Trailer online
Seit Kurzem gibt es einen sehr schönen Trailer zum dritten Teil der IceAge-Reihe mit dem Untertitel “Dawn of the Dinosaurs”…
Wie schon in den vorhergehenden Trailern ist Scrat mal wieder der Hauptakteur, in der Nebenrolle seine Haselnuss. Dieses Mal trifft er auf ein supersüßes Hörnchen, nur wie entscheidet er sich: Liebe oder Nuss? Nuss oder Liebe?
Schwere Entscheidung, wie Scrat sich entscheidet, seht ihr bei Apple.
Zwar sagt der Trailer noch nichts über die Story aus, zeigt aber, welche Detailverliebheit und Animationstiefe im neuen Film zu erwarten ist.
Nerdtalk Episode 75
Die Einhundert kommt in großen Schritten, drei Viertel haben wir bereits hinter uns.
Heute geht es um fünf topaktuelle Filme, die wir für euch (aber natürlich auch für uns
) gesehen haben.
Viel Spaß beim Hören
Kolumne: “Spiel’s noch einmal Sam” – oder: wie steht Ihr zu Remakes?
Mit Remakes ist das ja so eine Sache… Einen Film mit einer schon bekannten Handlung neu zu drehen, kann schnell zum Flop werden. Was treibt also so viele Filmschaffende dazu, olle Kamellen neu zu verfilmen? Da gibt es sicherlich mehrere Gründe.
Häufig ist es so, dass Regisseure meinen, sie könnten zu einem alten Thema Neues beitragen. Gerade das jüngere Publikum ist meist nicht für „alte Klassiker“ zu begeistern, die statt mit dem berauschendsten THX-Sound und –Look noch mit dem seinerzeit topaktuellen Technicolor werben. Und dass so manch alter Stoff es durchaus wert ist, dass man sich noch einmal seiner annimmt, zeigen für mich am besten die dramaturgischen Werke William Shakespeares.
Zu jeder Zeit konnten sich Referenzen an sein Werk auch in der Filmkunst finden lassen. Sei es die Verfilmung des Musicals „West Side Story“ von 1961, die ihre Handlung aus „Romeo & Julia“ bezieht, sei es eine Umsetzung des gleichen Stoffs im Umfeld aktueller Bandenkriege in Baz Luhrmanns Verfilmung „Romeo & Julia“. Die Liebe zweier Personen, die unterschiedlichen Familien-Clans angehören, die sich auch noch bis auf Blut hassen, hat eben sehr viel Potenzial.
Auch Hamlet wurde ein ums andere Mal verfilmt. Mal vom wohl passioniertesten Shakespeare-Fan Kenneth Branagh, mal mit Mel Gibson in der Hauptrolle. Branagh löste seinen „Hamlet“ aus dem historischen dänischen Königshaus heraus und verpflanze die Thematik prächtig und sehr farbenfroh in die russische Zarenzeit. „Alte Geschichte in neuem Gewand“. Als gutes Beispiel der jüngeren deutschen Filmgeschichte für dieses Motto, kann sicherlich die Neuverfilmung von „Die Welle“ herhalten. Das Buch, das lange Jahre an vielen Schulen zu den Pflichtlektüren gehörte, wurde bereits in den 80er Jahren in den USA verfilmt. Da dessen Stoff rund um Führer-Verehrung und Gruppendynamik nichts an seiner Aktualität verloren hat (ja, gar nicht verlieren kann), bot es sich an, das für viele Schüler bekannte Werk neu zu verfilmen. Allein die Nähe zum Unterrichtsstoff sicherte dem Film viele Zuschauer: Schulklassen samt Lehrern. Optisch wurde der neue Film ebenso mit polarisierenden Charakteren aufgepeppt, wie auch mit einem flotten, aktuellen Soundtrack. Wer zwischen beiden Versionen hin- und herzappen könnte, würde sich vermutlich schnell für die neue Variante entscheiden, entspricht sie doch viel mehr den modernen Sehgewohnheiten. Man sieht: Neuverfilmungen können durchaus sinnvoll sein, um das alte Thema einem neuen Publikum zu präsentieren.
Was machen wir nun aber mit der Konstellation „[REC]“ – „Quarantäne“? Während ersterer im vergangenen Mai in deutschen Kinos lief, folgt Anfang Dezember mit letzterem eine fast 100%ige 1:1-Kopie. Nun darf man sich die Frage stellen: warum wird eine Story, die in dem spanischen Vorgänger eigentlich fallabschließend behandelt wurde, in einem amerikanischen Remake neu aufgelegt – ohne auch nur eine gravierende Neuerung zu bieten?
Zum einen wurden beide Filme relativ zeitgleich gedreht. Es ist durchaus verständlich, das kein Produzent gerne seine kostspieligen Planungen über den Haufen wirft, weil ein Konkurrent ein ähnliches Projekt auflegt. Wichtiger dürfte jedoch die Tatsache sein, dass fremdsprachige Stoffe in den USA auf wenig Akzeptanz stoßen. Viele europäische Filme finden in den Staaten nur in New York statt. Da scheint es logisch, dass eine profitable Story gern auch noch mal für den internationalen Markt aufbereitet wird. Doch wer nun die Staaten als „imperialistisches“ Land beschimpfen will, sei darauf hingewiesen, dass auch bei uns der US-Film „The Departed“ wesentlich besser in den Kinos lief als das Hong-Kong-Original „Infernal Affairs“. Auch hierzulande zieht der amerikanische Film mehr Zuschauer an als beispielsweise asiatische Horrorfilme. Was echte Film-Freaks im fernöstlichen Original als „Meisterwerk“ abfeiern, bekommt beim Mainstream-Publikum meist erst im Remake Aufmerksamkeit – siehe „The Eye“, der auf dem Film „Gin Gwai“, ebenfalls au sHong Kong, beruht.
Man merkt: es gibt durchaus gute Gründe einen alten Stoff neu zu verfilmen. Tatsächlich ist es aber so, dass viele Remakes von Kritik und Publikum verrissen werden. Klar: ein alter Stoff muss schon viele Neuerungen bieten (dramaturgische oder zumindest optische), um eine Neuverfilmung zu rechtfertigen. Gerade im Bereich der Horrorfilme bestehen die Neuerungen gerne mal aus einer Portion Blut extra, dafür aber weniger echter Spannung.
Ähnlich gering ist die Akzeptanz für Filme, die aus Versatzstücken älterer Filme etwas fast komplett Neues schaffen wollen. Während die Fangemeinde der Comic-Verfilmungen gespannt auf „Wolverine“ wartet, der ein Quasi-Spin-Off der „X-Men“-Trilogie sein wird, wird es vermutlich der neue Film von Will-Smith-Sohn Jaden weit schwerer haben. Der gerade mal Zehnjährige soll die Hauptrolle in einem Martial-Arts-Film spielen, der sich viele Details aus dem 80er-Hit „Karate Kid“ zu eigen macht. Anders sieht es wiederum mit der Neuauflage von „The Day The Earth Stood Still“ aus. Wurde Zeit, dass das Original aus dem Jahr 1951 einen zeitgemäßen Anstrich bekommt. Und wenn man die heutige Tricktechnik bedenkt (und sich die appetitanregenden Trailer ansieht…), kann gerade das Thema „Weltuntergang“ heutzutage sicherlich viel bedrohlicher aufbereitet werden als damals.
Was haltet Ihr von Remakes?
Welche findet Ihr besonders gelungen oder besonders schlecht?
Von welchem Film wünscht Ihr Euch ein Remake – was soll darin anders sein?
Nerdtalk Episode 74
Holt das Popcorn raus, schüttet euch noch die Salsa-Sauce über die Tortillias, dazu noch ein Literbecjer Cola und dann kanns losgehen: Die neue Folge von Nerdtalk.
Viel Spaß beim Hören
Nerdtalk Episode 73
Und gleich hinterher geschoben die gesehenen Filme.
Leider nur irgendwie aus der Konserve, dafür aber topaktuelle Filme, die ihr noch in Zukunft sehen könnt.
Viel Spaß beim Hören





