Archive for Juni, 2007
Titel/Originaltitel: Black Snake Moan
Herkunftsland/Jahr: USA, 2006
Länge: 116 Minuten
Kinostart: 5. Juli 2007
Regie: Craig Brewer
Drehbuch: Craig Brewer
Darsteller: Samuel L. Jackson, Christina Ricci, Justin Timberlake
Offizielle Webseite – IMDB – Trailer
Andys Rating: 









Phils Rating: 









Der alternde Farmer Lazarus bekommt vom Schicksal einen kräftigen Tritt in den Allerwertesten: er freut sich auf einen geruhsamen Lebensabend mit seiner Frau, die jedoch fühlt sich dafür noch viel zu jung und trennt sich von ihm. Der neue Mann an ihrer Seite ist ausgerechnet Lazarus’ Bruder. Vom Leben enttäuscht verfällt er in einen dahinplätschernden Alltags-Trott aus Ackerarbeit und dem täglichen Bier in der schlecht besuchten Stammkneipe. Doch schon wenig später gerät sein Leben wieder aus dem Tritt: eines Morgens liegt die blutjunge und nur spärlich bekleidete Rae auf der Straße vor seinem abgeschieden gelegenen Haus. Sie ist ein einem erbärmliche Zustand: das Gesicht ist blutüberströmt und sie durchzuckt ein höllisches Fieber. Er nimmt sie bei sich auf und beginnt sie zu versorgen. Im Dorf erfährt er schnell, das Rae das „Dorf-Luder“ ist, das sich – nymphoman wie sie ist – schon jedem Burschen willig an den Hals geworfen hat. Fortan versucht der gottesfürchtige Lazarus die Sexsüchtige zu bekehren, wird aber selbst in Versuchung geführt.
Für mich zählt „Black Snake Moan“ eindeutig zum Genre Musikfilm, auch wenn Lazarus faktisch nur drei Mal die Gitarre in der Hand hat. Der Film ist eine Verbeugung vor dem Blues. Jener Musik, die gleichzeitig so voll Schmerz und Heilung ist wie keine andere. Der ganze Film wird musikalisch von langsamen Blues-Tönen untermalt und nimmt sich entsprechend viel Zeit für seine Geschichte. Dadurch wirkt das Erzähltempo zwar in vielen Situationen angemessen, in einigen Passagen gibt es aber durchaus vermeidbare Längen. Die Entwicklung der Beziehung zwischen Rae und Lazarus wird einfühlsam und realistisch erzählt. Auch wenn das jetzt schon legendäre Anketten an der Heizung hart an der Grenze ist, wirkt der Film ansonsten wie eine wahre Begebenheit. Spoiler Auch das Ende ist eine gute Mischung aus Happy-End und Realismus. Spoiler
Bemerkenswert finde ich die häufig genutzte Symbolik, die diesmal selbst ich erkannt habe. Ebenso wie der biblische Lazarus erwacht auch Jackson in seiner Rolle – bildlich gesehen – von den „Toten“, erweckt von einem Lichtstrahl (Ray). Zwar schreibt sich die Hauptdarstellerin mit „Rae“ etwas anders, aber durch das von ihr zum Schluss gesungene „Let It Shine“ passt das Bild dann doch wieder zusammen. Als Lazarus Rae das erste Essen in seinem Haus anbietet, ist im Hintergrund ein Bild des letzten Abendmahles zu sehen und wenn ich meine Interpretationen zu den diversen Gitarren hier eingebracht hätte, wäre der Artikel sehr lang geworden.
Schauspielerisch bewegt sich das Drama auf einem sehr hohen Level. Samuel L. Jackson wirkt, als wäre er immer ein Farmer gewesen und kann sogar mit seiner Blues-Stimme überzeugen. Christina Ricci bringt mit ihrer glaubwürdigen Darstellung des willigen Früchtchens den männlichen Testosteron-Wert auf Rekord-Niveau. Auch Justin Timberlake überzeugt in einer Nebenrolle als GI mit Angstneurosen und etabliert sich nach seiner guten Leistung in „Alpha Dog“ als ernst zu nehmender Schauspieler.
Alles in allem ist „Black Snake Moan“ ein Film mit echter Starbesetzung, der dennoch fernab vom üblichen Blockbuster-Einerlei spielt. Ein ruhiger Film über Liebe, Triebe, Hilfsbereitschaft, Enttäuschungen und nicht zuletzt den Blues.
“Black Snake Moan” ist ganz sicher kein Mainstreamer. Also eigentlich gar nichts für mich. Keine Action, keine Lachsalven, dafür viel Gefühl und Musik. Und doch hat mich der Film gefesselt. Und ich weiß nicht mal warum…
Schaut man sich den Trailer an, erwartet man eine bitterböse Komödie über einen durchgeknallten Samuel L. Jackson, der im religiösen Wahn ein Mädchen an der Kette hält. Stattdessen erwartet den interessierten Zuschauer ein durchaus nachdenkliches Drama über zwei zerrüttete Persönlichkeiten, die sich gegenseitig helfen und wieder zurück ins Leben holen. Wahrscheinlich hat mich exakt dieses in den Bann gezogen: Die Entwicklung beider Protagonisten, weg von Nymphomanie und Trennungsschmerz. Rea, die mit ihrer gewaltvollen Vergangenheit umzugehen lernt und selbstbewusster ins Leben gehen kann. Lazarus, der durch Rea wieder zurück zum Blues findet, weiterlebt und sich dabei vom verbittert erscheinenden Farmer zum liebenswürdigen Vaterersatz wandelt. Vorsichtig pointierte Komik und ein Soundtrack, der blues-lastiger nicht sein kann, unterstreichen den sehr stimmigen Film.
Auch, wenn der Film eine lange Laufzeit hat, so hat er nirgends echte Längen: Die Protagonisten entwickeln sich in diesem Film und so etwas benötigt Zeit. Diese Zeit wird derart plastisch dargestellt, dass man durchaus meinen kann, dass sich die Story auch in Wirlichkeit so ereignet haben könnte. Der Film trägt sich nicht durch Spezialeffekte und Lacher, sondern durch die Emotionen, die Verwarbeitung der Vergangenheit in Musik und die Entwicklung der Protagonisten, die in vielen Filmen allzu sehr vernachlässigt wird.
In gar nicht allzu ferner Zukunft werden zwei weitere Superhelden-Verfilmungen für klingelnde Kinokassen sorgen. Mit „Batman – The Dark Knight“ und „Iron Man“ sind derzeit zwei Marvel-Comics in der Produktion. Für letzteren wurde nun neben Hauptdarsteller Robert Downey Jr. eine weitere Personalie bekannt.
Samuel L. Jackson wird in die Rolle des Colonel Nick Fury schlüpfen. Eigentlich nichts besonderes, wenn da nicht die Tatsache wäre, dass eben dieser Fury – eine Figur aus den 60er Jahren – in 2001 redesignt als „Ultimate Nick Fury“ in Erscheinung trat. Bei der Gestaltung des relaunchten Superhelden stand Jackson seinerzeit Pate. Wer könnte die Rolle also besser spielen als das Vorbild selbst? Auf jeden Fall wird der neue Fury in Sachen Coolness-Faktor geschätzte 500% mehr Lässigkeit ausstrahlen als in dem Fernsehfilm „Nick Fury“ von 19…. Dort wurde Nick Fury von keinem Geringeren gespielt als David Hasselhoff…
Die 5 Filmfreunde suchen dich – als Simpsons-Avatar. Da mache ich doch gleich mal mit. Ich bin sicher, Phil und Andi ziehen nach.

Edit: Jau, jetzt kommt der Andy!
Edit2: Und der Phil kanns auch nicht lassen…

Das NDA ist für die Tester abgelaufen, die vorab ein Apple iPhone bekommen haben. Nach zweiwöchigen Tests sind nun also die ersten Testberichte online. Man kann es denke ich ganz gut zusammenfassen mit “Das Ding wird dem Hype gerecht”. Sowohl Walter Mossberg vom Wall Street Journal als auch David Pogue von der New York Times sind sehr angetan. Einzig die Abhängigkeit von AT&T sowie dem Netzstandard EDGE kommt bei allen bisher weniger gut weg.
Trotz einiger technischer Probleme erscheint Folge 2 von Nerdtalk absolut pünktlich. Dieses Mal haben wir uns etwas kürzer gefasst. Im Mittelpunkt steht diese Woche Stirb Langsam 4.0 samt der Vorgänger. Aber auch abseits davon haben wir einige interessante Themen in der Sendung inkl. einem Interview mit der Shrek3-Zielgruppe. Viel Spaß mit Episode 2. Wir hoffen auf Feedback. Die Shownotes nach dem Klick.
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Und auch diese Woche haben wir wieder eine Trailershow vorbereitet. Highlight der Woche ist sicherlich Stirb Langsam 4.0, der bereits am Mittwoch (einen Tag früher als üblich) startet. Zu Zizek war kein Trailer verfügbar, daher zeigen wir hier zumindest einen Ausschnitt aus dem Film des slowenischen Kulturtheoretikers Slavoj Žižek.
Stirb langsam 4.0 (Action)
Der Blade Runner zelebriert seinen 25. Geburtstag. Ist das echt schon wieder so lange her? Ridley Scott verfilmte die Kurzgeschichte “Do Androids Dream of Electronic Sheep” von SciFi-Visionär Philip K. Dick mit Harrison Ford und Rutger Hauer in den Hauptrollen. Noch heute zählt der Film zu den beeindruckendsten SciFi-Werken überhaupt.
Im Oktober kommt ein “Final Cut” des Films neu auf DVD, zu dem es nun einen sehr schönen Trailer gibt. Die Musik im Trailer ist von Clint Mansell, der das Stück “Death is the Road to Awe” eigentlich für den Film The Fountain schrieb. Das ist ziemlich bemerkenswert, da der eigentliche Film-Score von Vangelis extrem gut ist.
Die Homebrew-Szene auf der PSP ist sehr aktiv. Gehindert wurde dies in der Vergangenheit dadurch, dass nur bestimmte Firmware-Versionen in der Lage waren, Homebrew-Software abzuspielen. Neue Versionen gingen gar nicht, ältere mussten “downgegradet” werden. Nun ist es einer Gruppe gelungen, Homebrew-Software auf allen PSPs zum Laufen zu bringen. Möglich wurde dies durch einen Exploit im Spiel Lumines von Ubisoft. Wie beliebt das Ganze ist zeigt sich dadurch, dass das alte Spiel Lumines bei Amazon inzwischen von Verkaufsrang 797 auf Platz 1 geschossen ist. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. (via)
Shrek der Dritte- Ocean’s Thirteen
- Pirates Of The Carribean: At World’s End
- Hot Fuzz
- Hostel 2
- Irina Palm
- Zodiac
- Born To Be Wild
- Das perfekte Verbrechen
- Spiderman 3
Wie zu erwarten belegt unser hässlicher grüner Freund Platz eins der deutschen Charts. Tja, ansonsten gibt es über die aktuelle Topliste nicht wirklich viel zu berichten, denn viel getan hat sich nicht wirklich. “Shrek” ist der einzige Neuzugang diese Woche. Erstaunlich: “Born To Be Wild” und “Spiderman 3″ halten sich immer noch hartnäckig in den Top Ten. Letzte Woche gab es einfach zu wenige gute Filmstarts…
Quelle: Cinema
Evan Almighty- 1408
- Fantastic Four – Rise Of The Silver Surfer
- Ocean’s Thirteen
- Knocked Up
- Pirates Of The Carribean: At World’s End
- Surf’s Up
- Shrek The Third
- Nancy Drew
- A Mighty Heart
Dass man mit Komödien in den Staaten auch mal richtig abräumen kann, hat zuletzt “Wild Hogs” (dt. Titel: “Born To Be Wild”) gezeigt. Allein in den USA hat der Film um eine Midlife-Motorradgang insgesamt über 165 Mio. $ eingespielt. Auch “Evan Almighty” (dt. Titel “Evan Allmächtig”) kam am vergangenen Wochenende am Startwochende gut an und spielte auf Anhieb 32 Mio. $ ein. Platz zwei konnte sich mit “1408″ eine Stephen-King-Verfilmung mit John Cusack und Samuel L. Jackson in den Hauptrollen sichern. Die beiden Bestplatzierten der vergangenen Woche rutschten auf Platz 3 und 4 ab. Mit “Knocked Up” hält sich noch eine Komödie in den Top Five.
Den beiden Blockbustern “POTC 3″ und “Shrek The Third” geht so langsam die Puste aus. Auf Platz 10 findet sich ein Entführungsdrama, das sich mit dem Schicksal des “Wall Street Journal”-Reporters Daniel Pearl beschäftigt. Dieses Thema ist derzeit wieder sehr akutell, wurde doch heute bekannt, dass es Filmaufnahmen des aktuell im Gazastreifen entführten BBC-Reporters Alan Johnston mit einem umgehängten Sprengstoffgürtel gibt. Wenn die Realität den Film einholt…
Quelle: IMDB

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