Immer Drama um Tamara – Filmkritik

Die überaus attraktive Tamara Drewe (Gemma Arterton) kehrt nach einigen Jahren als erfolgreiche Journalistin in London zurück in das elterliche Kaff, um dort das von ihrer Mutter geerbte Anwesen zu verkaufen. Dort wandelt sie auf den Spuren ihrer Vergangenheit, trifft auf den markigen Jungbauern, dem sie einst ihre Unschuld geopfert hat ebenso wie auf den erfolgreichen Schriftsteller, der hinter dem Rücken seiner Frau allerlei Affären laufen hat. Die Rückkehr der Schönheit, die vor ihrer Nasen-OP in London das Dörfchen als hässliches Entlein verlassen hatte, sorgt im Dorf für ordentlich Aufsehen. Nicht zuletzt, weil sie eine Beziehung zu dem Drummer einer angesagten Band hat. Auf einmal ist auch für die gelangweilte Dorfjugend das Leben wieder lebenswert…

„Immer Drama um Tamara“ war für mich in 2011 der erste Griff ins Klo. Erwartet hatte ich eine britische Komödie mit subtilem Humor, die gekonnt das Landleben und vielleicht auch ein wenig die Glitzerwelt der Stars auf die Schippe nimmt. Bekommen habe ich eine britische Komödie, die scheinbar ziellos einen Handlungsstrang neben dem anderen aufmacht, ohne dass sich daraus wirklich tolle Situationen ergeben. Klar, hier gibt es ein, zwei interessante Charaktere wie etwa einen US-Schriftsteller ohne Selbstbewusstsein, und natürlich auch ein, zwei lustige Situationen, die einen zum Schmunzeln bringen. Alles in allem ist der Film aber belanglos, nichtssagend und versprüht bei weitem nicht den Charme wie ihn britische Filmperlen wie etwa „Lang lebe Ned Divine“ versprühen konnten.
Und damit ist über diesen Film eigentlich auch schon alles gesagt.
Geschrieben von andreas am 10. Januar 2011 unter Filmkritiken || keine Kommentare
