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R.E.D. – Filmkritik

RED

Der ehemalige CIA-Analyst Frank (Bruce Willis, „Stirb langsam“) genießt den wohlverdienten Ruhestand und vertreibt sich die Zeit damit, am Telefon mit seiner Renten-Sachbearbeiterin Sarah (Mary-Louise Parker, „Weeds“) zu flirten. Als ein Sondereinsatzkommando nachts in sein Haus einbricht und versucht ihn zu töten, beginnt eine actionreiche Flucht. Auf dem schnellsten Weg begibt sich Frank zu Sarah, denn auch ihr Leben ist in Gefahr. Allein die Tatsache, dass Frank auf der Flucht eine ganze Handvoll hochausgebildeter Spezialagenten ausschaltet, deutet darauf hin, dass er alles andere war, aber sicherlich kein sesselpupender Analyst…

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Man gerät leicht in die Versuchung „R.E.D.“ mit dem ebenfalls recht aktuellen „The Expendables“ zu vergleichen. In beiden Filmen zeigen alternde Actionstars (hier Willis, dort Stallone), dass sie ihr Handwerk noch lange nicht verlernt haben. Im direkten Vergleich gewinnt Slys Actioner aber haushoch gegen Willis & Co., weil er einfach in allen Belangen besser ist.

Natürlich bietet „R.E.D.“ auch Action, allerdings nicht so viel, nicht so imposant und vor allem nicht so erinnerungswürdig. Die Verfolgungsjagden und Kampfszenen sind allesamt „Ideal Standard“ und schnell vergessen. An eine richtig tolle Szene, die mir auch in Jahren noch beim Lesen des Filmtitels vor dem geistigen Auge steht, suche ich selbst heute – drei Tage nach Filmsichtung – vergeblich. Da hatte „The Expendables“ wahrlich mehr zu bieten.

Während in Stallones Film die harte Action meist durch markige Sprüche und schlagfertige Oneliner etwas aufgelockert wird, versteht sich „R.E.D.“ eher als eine Komödie mit Action-Anteilen. Dumm nur, dass der Film nie so wirklich in Fahrt kommt, an vielen Stellen einfach die Lacher fehlen und somit immer wieder Hänger entstehen, die man mit ein paar spitzen Dialogen mehr oder ein paar mehr lustigen Einfällen in den Action-Szenen hätte vermeiden können.

Natürlich sind alle Darsteller wirklich sympathisch: Willis geht immer, Freeman als frivoler Schelm und Tropen-General ist sehenswert, Mirren als eiskalte „Knipse“ auch recht cool. Als kleinen Hingucker gibt es ja noch Mary-Louise Parker, die eine ähnliche Mischung aus attraktiv, beschützerinsinktweckend und lustig grimassierend aufweisen kann wie einst Meg Ryan. Das absolute Highlight ist und bleibt aber doch John Malkovich, der mit seiner Darstellung eines paranoiden Agenten, der mit den Spätfolgen von jahrelangen LSD-Versuchen zu leiden hat, in jeder Szene für Lacher sorgt. Schade nur, dass ich zu keinem Zeitpunkt das Gefühl hatte da eine eingeschworene Gemeinschaft vor mir zu haben wie etwa in „Das A-Team“ oder der Ocean’s-Reihe. Irgendwie stimmte die Chemie nicht.

Was bleibt ist ein Film, der durchaus für einen Abend unterhalten kann und sicherlich zu den besseren Action-Komödien zu zählen ist. Leider reicht das trotz Top-Besetzung noch lange nicht, um daraus einen echten Klassiker zu machen.

Stimmen aus den Nachbar-Blogs:
CineKie
FilmMag
Schnitt

Durchschnittliche Bewertung von "R.E.D." bei 1 Bewertung: 6/10 Sternchen

Geschrieben von am 07. November 2010 unter Filmkritiken || 1 Kommentar

Ein Kommentar

  1. Jens sagt:

    Hey, habe den Film auch gesehen und bevor ich meine Kritik online gestellt habe, habe ich mal google bemüht – scheinbar bin ich nicht der einzige mit meiner Meinung. Habe deinen Beitrag dementsprechend verlinkt!

    Gruß,

    Jens

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