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Wall Street – Geld schläft nicht – Filmkritik

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Jake Moore (Shia LeBeouf, „Disturbia“) ist Angestellter einer Investmentbank. Als er mit ansehen muss wie die Bank durch ein Insider-Gerücht in den Bankrott getrieben wird und sich zudem sein langjähriger Chef und Mentor aus Verzweiflung vor die U-Bahn wirft, fasst er einen Plan. Wenn er schon mit Winnie Gecko (Carey Mulligan; „An Education“) zusammen ist, der Tochter von Wall-Street-Legende Gordon Gecko, dann kann er diesen doch auch um Unterstützung bitten. Gecko ist nach seiner Freilassung aus der Haft ein erfolgreicher Buchautor – und hat Stress mit seiner Tochter. Und so bietet Gecko Moore seine Hilfe an, aber nur wenn dieser als Stifter des Familienfriedens fungiert.
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Erst wenige Tage zuvor habe ich den Vorgängerfilm gesehen und hatte somit eine gute Möglichkeit, beide Filme miteinander zu vergleichen. Beide haben ihre Schwächen und Stärken. „Wall Street“ ist inzwischen immerhin schon 25 Jahre alt, das Alltagsleben eines Investmentbankers aus dieser Zeit wirkt da heutzutage glanzlos und bieder. Es fehlt der Pomp, das große „Bäng!“ wenn da von 800.000 Dollar täglichem Gewinn gesprochen wird. Damit kann man heute keinen mehr hinter der Couch vorlocken. Geckos Mobiltelefon, das Mitte der Achtziger sicherlich noch neidische Blicke erzeugt hat, funktioniert heute nur noch als Treppenwitz. Aber Michael Douglas wirkte damals weitaus charismatischer. Auch im zweiten Teil hat Regisseur Oliver Stone versucht, privates Schicksal mit dem ewigen Spiel der Aktienkurse zu verbinden. Nur leider ist es ihm meiner Meinung nach nicht so gut gelungen wie im Vorgänger. Überhaupt wirkt der komplette Film wie ein Abklatsch des ersten Teils, der allerdings nichts Besonderes mehr zum Thema beizusteuern hat. Gut, die Summen, mit denen gehandelt wird sind weitaus höher, der Reichtum wirkt ein wenig faszinierender als im ersten Teil, aber sonst? Sonst versinkt der Film leider ziemlich im Durchschnitt. Michael Douglas kann nur selten den wahren Gecko-Charme versprühen, kommt nur selten als das profitgeile und rücksichtslose Arschloch rüber, das dem ersten Teil einen Spitzenposten in seiner Vita bescherte. LeBeouf und Mulligan spielen ihre Rollen routiniert ab, so dass für mich Josh Brolin schon fast zum schauspielerischen Highlight des Films wird. Um eine andere missglückte Fortsetzung heranzuziehen: „Wall Street“ ohne Wall Street ist wie „Sex And The City“ ohne City. Fehlte bei dem Frauenfilm der Charme New Yorks, der zugunsten des edel polierten Abu Dhabi aufgegeben wurde, fehlt bei „Wall Street – Geld schläft nie“ die kompromisslose Hingabe zum Thema Aktienhandel. Leider wird der Beziehung von Gecko zu seiner Tochter zu viel Platz eingeräumt, was vom eigentlichen Thema zu sehr ablenkt. Somit bleibt „The Social Network“ der Wirtschaftskrimi der Stunde und „Wall Street 2“ ein Film, der den Gang ins Kino nicht wirklich lohnt.

Stimmen aus den Nachbar-Blogs:
Cineman
Bereits gesehen
Matze bloggt

Geschrieben von am 25. Oktober 2010 unter Filmkritiken || 1 Kommentar

Ein Kommentar

  1. [...] wurde. Außerdem dabei: Oscar-Nominee Josh Brolin (“No Country For Old Men”, “Wall Street 2“) und die 14jährige Hailee Steinfeld, die sich in ihrem jungen Alter ebenfalls schon über [...]

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